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entkräften

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

entkräften

entkräften

Kraft f. ‘Stärke, Fähigkeit, Wirksamkeit’, ahd. kraft ‘Stärke, Vermögen, Fähigkeit, Macht, Tugend’ (8. Jh.), mhd. kraft ‘Stärke, Gewalt, Heeresmacht, Menge, Fülle’, asächs. kraft und (mit Wandel von ft zu cht) kraht, mnd. kraft, kracht, mnl. craft, cracht, nl. kracht, aengl. cræft, engl. craft, anord. (aus dem Aengl.?) kraptr, krǫptr, schwed. kraft lassen sich auf eine Labialerweiterung ie. *grep- der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ (s. auch Krampf) zurückführen. Mit Kraft würde sich dann ursprünglich die Vorstellung der Muskelanspannung verbinden. Rechtssprachlich bedeutet bereits ahd. kraft ‘Gültigkeit, Wirksamkeit’; daran anknüpfend vgl. rechtskräftig sowie in Kraft treten, sein, bleiben, außer Kraft setzen, treten, bleiben. in neuerer Zeit (seit Ende 18. Jh.) vielfach bezogen auf den Menschen als ‘Träger der Kraft’, vgl. Streitkräfte (Ende 18. Jh.), frische Kräfte, Lehrkräfte, Arbeitskraft (19. Jh.), eine qualifizierte, bewährte Kraft (20. Jh.). – kraft Präp. (mit Genitiv) ‘vermöge, auf Grund, infolge’ (16. Jh.), aus präpositionalen Fügungen wie aus, durch, in Kraft (vgl. in kraft diß abschids, um 1500) entstanden. entkräften Vb. ‘die Kraft entziehen, schwächen, etw. gegenstandslos machen, widerlegen’ (16. Jh.). verkraften Vb. ‘etw. bewältigen, damit fertig werden’ (20. Jh.). kräftig Adj. ‘stark, kraftvoll, derb’, ahd. kreftīg ‘stark, mächtig, gewaltig, groß, wichtig, schwer, wirksam’ (8. Jh.), mhd. kreftic, kreftec ‘Kraft habend, von rechtlicher Geltung und Wirksamkeit, zahlreich, kräftigend’. kräftigen Vb. ‘jmdn. stärken’, ahd. kreftīgen (9. Jh.), gikreftīgōn ‘groß machen’ (um 1000), mhd. kreftigen ‘stärken, mehren’; bekräftigen Vb. ‘einer Angelegenheit Nachdruck verleihen, etw. bestätigen’, mhd. bekreftigen. Kraftausdruck m. ‘derber Ausdruck’ (18. Jh.). Kraftbrühe f. ‘Fleischbrühe’ (18. Jh.). In Zusammensetzungen des 20. Jhs. besonders für maschinell erzeugte Energie, z. B. Kraftfahrzeug, Kraftfahrer, Kraftrad, Kraftwagen, Kraftwerk.
1976 Zeichen · 76 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Entkräften

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Entkräften , verb. reg. act. der Kräfte berauben. Zu viele Arbeit entkräftet den Menschen. Die Krankheit hat ihn ganz en…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    entkräften

    Goethe-Wörterbuch

    entkräften vereinzelt -ff- in amtl Schr u RAnw; einmal PartPrät subst 1 jdn der phys u/od psych Kräfte berauben; auch Zu…

  3. Spezial
    entkräften

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ent|kräf|ten vb.tr. 1 (schwächen) indeblí (-lësc), tó les forzes 2 ‹fig› (widerlegen) refusé (refüsa) 3 (ungültig machen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit entkraeften

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Ableitung von entkraeften

ent- + kraeften

entkraeften leitet sich vom Lemma kraeften ab mit Präfix ent-.

Zerlegung von entkraeften 2 Komponenten

ent+kraeften

entkraeften setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — entkraeften kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „entkraeften". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/entkraeften/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „entkraeften". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/entkraeften/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „entkraeften". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/entkraeften/pfeifer_etym.
BibTeX
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