Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
enkomen stV.
2 ‘ausbleiben, aufhören’ (?)
1 ‘davonkommen’ daz er sich karte uf sulchen vuc, / wi er heimlich entqueme MarLegPass 7,79; wilt got, wir mogen scheire intkomen HagenChr (G) 1772. 5508. – mit Dat.-Obj. oder präp. Erg. ‘(vor) jmdm. entkommen’ Herodes de uch woulde / ur kint nemen ind hey id soulde / harde haven levende gelaissen, / durch den trost den [l. dat, vgl. Anm.z.St.] yr mit maessen / eme entquamet ind entgenget [...], / so troestet mich KarlGalie 10062; wer von der nôte dô entquam, / den wec er zû lande nam / an manchen enden durch den walt LivlChr 7339; dat in der greve alsus intquͦam HagenChr (G) 4559. – mit pleonast. refl. sich (vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 92): er [der Abt] sol sich oͥch nv̂t inchomin ob er greche minre gvͦtis het [soll nicht geringe Einkünfte als Ausrede benutzen] BrEng 2. – phras. mit dem lîbe ~ ‘mit dem Leben davonkommen’ eme en is der sege neit al benomen, / die [l. der ] myt dem live hie maich intkomen HagenChr (G) 4787 2 ‘ausbleiben, aufhören’ (?): daz von Egyptenlant / diu narung wære verlorn / an weize, habern und an korn, / [...] / daz was geschehen selten. / dannoch diu flust niht enkam: / daz lant, darûz ê nam / manic lant sîn lîpnar, / daz was verdorben nû sô gar Ottok 53223
MWB 1 1650,14; Bearbeiter: Runow