Eintrag · Dt. Etym. Rechtswb. (Köbler)
Eisenbahn F.
Eisenbahn, F. ›auf Schienen laufendes dem öffentlichen oder ihm ähnlichen Ver- kehr dienendes Transportmittel‹, 18. Jh. ›Schienen der Förderwägen im Bergbau‹, 1879 definierte das Reichsgericht (RGZ 1,252) die Eisenbahn als ›ein Unter- nehmen, gerichtet auf wiederholte Fortbe- wegung von Personen oder Sachen über nicht ganz unbedeutende Raumstrecken auf metallener Grundlage, welche durch ihre Konsistenz, Konstruktion und Glätte den Transport großer Gewichtsmassen, bzw. die Erzielung einer verhältnismäßig bedeutenden Schnelligkeit der Transportbe- wegung zu ermöglichen bestimmt ist, und durch diese Eigenart in Verbindung mit den außerdem zur Erzeugung der Trans- portbewegung benutzten Naturkräften (Dampf, Elektrizität, tierischer oder menschlicher Muskeltätigkeit, bei Ebene der Bahn auch schon der eigenen Schwere der Transportgefäße und deren Ladung usw.) bei dem Betriebe des Unternehmens auf derselben eine verhältnismäßig gewal- tige (je nach den Umständen nur in be- zweckter Weise nützliche, oder auch Men- schenleben vernichtende und die mensch- liche Gesundheit verletzende) Wirkung zu erzeugen fähig ist‹, s. Eisen, Bahn eitel, Adj., ›eitel, nichtig, leer‹, mhd. ī tel, Adj., ›leer, ledig, eitel, unnütz, vergeblich, ausschließend‹, ahd. ī tal (nach 765?), Adj., ›eitel, leer, öde, nichtig, vergeblich, be- freit‹, as. ī dal, Adj., ›eitel, nichtig‹, Lbd. lat. vanus, Adj., ›eitel‹, westgerm. *ī dala, el *ī dalaz, Adj., ›scheinend, leer, eitel?‹, Herkunft ungeklärt el, Suff., ›el‹, z.T. germ. *ila, Suff., ›el‹, z.T. idg. *-lo-, Suff., ›el‹ elektrisch, Adj., ›auf Kräften geladener Elementarteilchen beruhend‹, 17. Jh. (Gil- bert 1600 ne. electric) bzw. A. 18. Jh. Lw. nlat. electricus, Adj., ›auf Kräften gela- dener Elementarteilchen beruhend, magne- tisch‹ (Gilbert), zu lat. electrum, N., ›Bernstein‹, Lw. gr. Älektron, N., ›Bern- stein‹, zu gr. elÄktor, M., ›strahlende Son- ne‹?, zu gr. alÄgein, V., ›zählen‹?