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einseifen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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13 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

einseifen

einseifen

Seife f. Die Bezeichnung für das Wasch- bzw. Reinigungsmittel lautet ahd. seifa (8. Jh.), mhd. seife, mnd. mnl. sēpe, nl. zeep, aengl. sāpe, engl. soap und (möglicherweise aus dem Aengl. entlehnt) anord. sāpa, schwed. såpa. Zieht man aengl. sāp ‘Harz, Bernstein’ heran, so kann von der Vorstellung einer zähen, tropfenden Masse ausgegangen und eine Verbindung zu ablautendem mhd. sīfen ‘tropfen, triefen, gleiten, rutschen’, mnd. mnl. sīpen, nl. sijpelen ‘tröpfeln, sickern’, aengl. sīpian ‘fallen, sich senken’ hergestellt werden. Vergleicht man ferner lat. sēbum ‘Talg’, toch. A sep-, sip- ‘salben’ und die unter Sieb (s. d.) genannten Formen, so ist ein Anschluß an ie. *sē(i)b-, *seib-, *seip- ‘ausgießen, seihen, rinnen, tröpfeln’, Erweiterung der Wurzel ie. *sē(i)-, *sei- ‘tröpfeln, rinnen, feucht’, möglich. Seife (lat. sāpo m., aus dem Germ. entlehnt) besteht nach Plinius aus Talg, Asche und Pflanzensäften und dient zunächst, offenbar aus kultischen Gründen, zum Rotfärben der Haare vor dem Kampf. – seifen Vb. ‘mit Seife säubern’ (16. Jh.); abseifen Vb. ‘mit Seife und Wasser reinigen’ (in der Färbetechnik 18. Jh., allgemein 19. Jh.); einseifen Vb. ‘mit Seife einschmieren’ (19. Jh.); auch ‘übervorteilen, betrügen’ als volksetymologische Umbildung von rotw. beseibeln, besefeln, zu jidd. sewel ‘Mist, Kot, Dreck’. Seifenblase f. ‘Blase aus Seifenschaum’ (17. Jh.), übertragen für ‘Vergängliches, Trügerisches, ungenügend Durchdachtes’ (18. Jh.). Seifensieder m. ‘wer Seife herstellt’ (15. Jh.), eigentlich ‘kocht’ (s. sieden); zu den Obliegenheiten der Seifensieder gehört auch das Kerzenziehen, daher redensartlich aus der Studentensprache mir geht ein Seifensieder (‘ein Licht’) auf (Anfang 19. Jh.).
1716 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Einseifen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Einseifen , verb. reg. act. zu einem gewissen Gebrauche mit Seife bestreichen, durchaus seifen. Den Bart einseifen. Die …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    einseifen

    Goethe-Wörterbuch

    einseifen auf etw Seifenschaum auftragen; auch ‘jdn e.’ u absol fing an, den starken Bart .. einzuseifen 25 1 ,173,5 Wj …

  3. modern
    Dialekt
    einseifenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ein-seifen schw. : 1. 'mit Seife einreiben'; de Bart vor'm Rasiere eiⁿsääfe [LU-Neuhf, verbr.]; die Wäsch insääfe [KL-Ki…

  4. Sprichwörter
    Einseifen

    Wander (Sprichwörter)

    Einseifen 1. Das Einseifen allein thut's nicht, der Bart will auch geschoren sein. 2. Erst einseifen, dann barbieren. »E…

  5. Spezial
    einseifen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ein|sei|fen vb.tr. 1 (mit Seife einreiben) injafé (ite) 2 ‹fig› betrügen) ingiané (-na) 3 (hänseln) coiené (coiona), tó …

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Wortbildung

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Zerlegung von einseifen 2 Komponenten

ein+seifen

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Cotta, M. (2026). „einseifen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/einseifen/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „einseifen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/einseifen/pfeifer_etym. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „einseifen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/einseifen/pfeifer_etym.
BibTeX
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