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eidlich

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

eidlich

eidlich

Eid m. ‘feierliche Beteuerung der Wahrheit einer Aussage’. Ahd. eid (8. Jh.), mhd. eit ‘Eid, Schwur, Gelöbnis’, asächs. ēð, mnd. ēt, mnl. eet, nl. eed, aengl. āþ, engl. oath, anord. eiðr, schwed. ed, got. aiþs als gemeingerm. Ausdruck (germ. *aiþa-) der Rechtssphäre (vgl. langobard. aidos Plur. ‘Eideshelfer’, 7. Jh.) stimmt überein mit air. ōeth ‘Eid’; hierbei kann es sich um alte Verwandtschaft, aber auch um Entlehnung der germ. Bezeichnung aus dem Kelt. (wie bei anderen Rechtswörtern, s. Amt, Geisel, Reich) handeln. Die weitere Herleitung ist unklar. Bei einem Vergleich mit anderen Dentalbildungen zur Wurzel ie. *ei- ‘gehen’, z. B. mit aind. itíḥ ‘Gang, Wandel’, ityā́ ‘Gang’, lat. itio ‘Gehen’, iter ‘Weg, Gang, Reise’ und vielleicht auch griech. ó͞itos (οἶτος) ‘Los, Geschick, Schicksal’ ist die Bedeutungsentwicklung schwer nachzuvollziehen (vgl. aber schwed. edgång ‘Eidesleistung’), daher wird auch Zusammenhang mit griech. á͞inos, á͞inē (αἶνος, αἴνη) ‘bedeutsame Rede, Lob’, á͞inigma (αἴνιγμα) ‘dunkle Rede’ und folglich Rückführung auf ie. *ai-, *oi- ‘bedeutsame Rede’ erwogen. – beeidigen Vb. (15. Jh.), auch beeiden (16. Jh.) ‘durch Eid bekräftigen’ und vereidigen Vb. (15. Jh., verbreitet erst im 19. Jh.), älter auch vereiden (mhd. vereiden, bis Ende 18. Jh. gebräuchlich) ‘eidlich verpflichten’ sind Präfixbildungen zum Verb mhd. frühnhd. eiden, eidigen (letzteres schweiz. und obd. noch in jüngerer Zeit) ‘schwören, eidlich verpflichten, beschwören, Strafe leiden’, dem ahd. gieiden ‘eidlich verpflichten’ (10. Jh.) und eidōn ‘Strafe leiden’ (um 1000) vorausgehen. eidlich Adj. ‘durch einen Eid bekräftigt’ (16. Jh.). eidesstattlich Adj. ‘einer beeideten Aussage gleichwertig’, namentlich in Fügungen wie eine eidesstattliche Erklärung, Versicherung und etw. eidesstattlich erklären; junge Zusammenbildung (Mitte 19. Jh.) aus der formelhaften Wendung an Eides Statt (mhd. an eines eides stat, Anfang 14. Jh.), seit dem Frühnhd. auch in der Schreibung an Eidesstatt. Eidgenosse m. ‘Mitglied eines Bundes’, heute vor allem ‘Bürger der Schweiz’; mhd. eitgenōʒ(e) ‘Verschworener, Verbündeter’.
2112 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eidlich

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Eidlich , adj. et adv. in Gestalt eines Eides, oder vermittelst eines Eides. Etwas eidlich betheuern, versprechen, angel…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    eidlich

    Goethe-Wörterbuch

    eidlich mit einem Eidschwur (bekräftigt), unter Eid stehend (ausgesagt, versprochen); ‘e-e Versicherung’, ‘etw e. angelo…

  3. modern
    Dialekt
    eidlich

    Rheinisches Wb.

    eid-lich : nach dem Nhd.

  4. Spezial
    eidlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    eid|lich adj. iuré (-rá, -rada), tres joramënt. ▬ eidlich bezeugen confermé tres joramënt.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eidlich

16 Bildungen · 1 Erstglied · 14 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von eidlich

eid + -lich

eidlich leitet sich vom Lemma eid ab mit Suffix -lich.

eidlich‑ als Erstglied (1 von 1)

eidlich als Zweitglied (14 von 14)

erleidlich

DWB

erle·idlich

erleidlich , tolerabilis, leidlich: dis weib ist nichts werd und ganz unerleidlich ( unleidlich, unerträglich ). Fischart ehz. 18 ; erleidli…

mitleidlich

DWB

mitleid·lich

mitleidlich , adj. wie mitleidenlich 2: und ist diese mitleidliche geduld eine grosze weisheit und tugendt. Melanchthon hauptart. christl. l…

pintseidlich

DRW

pint·s·eidlich

pintseidlich, adj. eine Pinte (I) fassend ein pintseitlige kandl 1473/1514 Jelinek 561

scheidlich

DWB

scheid·lich

scheidlich , adj. 1 1) passivisch, separabilis scheidelich Dief. gloss. 527 c . dazu scheidelicheit separabilitas ebenda. distinctus: die bi…

unabscheidlich

DWB

unabscheidlich , unabscheidentlich , adj. adv. , gegensatz des passivischen scheidlich th. 8, 2416 und mhd. abgescheidenlîche wb. 2, 2, 100 …

unerleidlich

DWB

unerleidlich , adj. adv. , gegentheil von erleidlich tolerabilis th. 3, 901. früher auch unerleidenlich (die hitz des unerleidenlichen fewer…

unleidlich

DWB

unleid·lich

unleidlich , adj. adv. , gth. v. leidlich. mhd. unlîdelich, -lîtlich, mnd. unlidelik, -litlik, mnl. onlidelijc, nl. onlijdelijk, altschwed. …

Unmeidlich

Adelung

Unmeidlich , -er, -ste, adj. et adv. ein im Hochdeutschen veraltetes Wort für unvermeidlich. Unmeidliche Noth, Weish. 17, 17.

unvermeidlich

DWB

unvermeidlich , adj. adv. , nicht vermeidlich ( s. d. ). mhd. unvermîdelich; mnl. onvermidelijc, nl. onvermijdelijk. vgl. unmeidlich, unausm…

vermeidlich

DWB

vermeidlich , adj. : vermeidliches, vermeidbares, vermeidhaftes unglück, evitabile malum Stieler 1262 ; inzwischen rückte der tag immer nähe…

überweidlich

Idiotikon

überweidlich Band 15, Spalte 533 überweidlich 15,533

Ableitungen von eidlich (1 von 1)

uneidlich

DWB

uneidlich , adj. adv. , nicht eidlich: der .. uneidlich verbliebenen aussage Kröger stille w. 216 . —