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dueppel

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Düppel

Bd. 5, Sp. 291
Düppel, Dorf im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Sonderburg, in der Landschaft Sundewitt, der Stadt Sonderburg auf Alsen gegenüber, hat eine evang. Kirche, ein Denkmal auf dem Düppelberg und (1900) 601 Einw. – Hier wurden 28. Mai 1848 die deutschen Bundestruppen in einem Gefecht mit den Dänen zurückgeworfen. Die 1848 von den Dänen erbauten Düppeler Schanzen wurden sodann 13. April 1849 von den aus Sachsen und Bayern bestehenden Reichstruppen erstürmt, aber nach dem Abzug der Reichstruppen im September 1849 von den Dänen zerstört. Bis zum Krieg von 1864 hatten die Dänen hier mit allen Mitteln der neuen Befestigungskunst sich eine sehr starke Stellung geschaffen mit einer Frontausdehnung von nur 4000 Schritt, gedeckt durch zehn Schanzen, die, auf Hügeln angelegt, das ganze Terrain beherrschten und den Schlüssel zu Alsen bildeten (s. das Kärtchen). Beide Flügel dieser Stellung stützten sich auf das Meer und die dort mitwirkende Flotte, während die rechte Flanke überdies durch die Alsener Strandbatterien geschützt ward. Durch einen großen Brückenkopf war die Verbindung mit dieser Insel sichergestellt. Die Preußen standen bereits in der ersten Hälfte des Februar 1864 vor dieser Befestigungslinie, doch gewann der Oberbefehlshaber Prinz Friedrich Karl bald die Überzeugung, daß die Befestigungen nur durch eine regelmäßige Belagerung genommen werden könnten. Da für den Augenblick das erforderliche Geschütz mangelte, so konnte die erste Parallele erst 28. März eröffnet werden, worauf nach Vollendung der dritten Hauptparallele die Erstürmung der Schanzen 18. April morgens 10 Uhr überraschend schnell und glücklich vor sich ging; die Preußen verloren 1100 Mann und 70 Offiziere an Toten und Verwundeten. Nach der preußischen Besitznahme wurden die Düppeler Schanzen, die 1873 den Namen Wrangelschanzen erhielten, noch verstärkt, aber 1881 niedergelegt, als die Befestigung Kiels auf der Landseite beschlossen wurde. Vgl. R. Neumann, Über den Angriff der Düppeler Schanzen in der Zeit vom 15. März bis 18. April 1864 (Berl. 1865); Schöller, Forsvaret af Dybbölstillingen (Kopenh. 1867); »Der deutsch-dänische Krieg 1864«, hrsg. vom preußischen Generalstab (Berl. 1887, 2 Bde.).
2193 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    düppel

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    düppel , 1 1. wie döbel 4 oben sp. 1198. 1199. schmiere dem pferd die geschwulst, peulen oder duppel, wie man es nennen …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Düppel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Düppel , Dorf im preuß. Regbez. Schleswig, Kreis Sonderburg, in der Landschaft Sundewitt, der Stadt Sonderburg auf Alsen…

  3. modern
    Dialekt
    Düppel

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wossidia Düppel Hundename Wa.

  4. Sprichwörter
    Düppel

    Wander (Sprichwörter)

    Düppel Den innern Düppel erobern. Nachdem im April 1864 die preussischen Truppen den Dänen die Düppeler Werke abgenommen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dueppel

9 Bildungen · 7 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von dueppel 2 Komponenten

dup+pel

dueppel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

dueppel‑ als Erstglied (7 von 7)

düppelich

RhWB

dueppel·ich

düppelich -ø- Bergh-Harff Adj.: dumm, ungeschickt, sich wie ein Düppen 2 b α benehmend.

Düppelnarr

ElsWB

dueppel·narr

Düppelnarr m. Tölpel. ‘mit dem tüppelnarren’ Frey II. — vgl. Idiotikon Schweiz. 4, 782.

Düppelsack

ElsWB

dueppel·sack

Düppelsack Rda. ‘wer mer ausgibt, denn er magk, den schlag ich mit dem D.’ erkläre ihn für einen Narren Murner Mühle 1463 f. vgl. 1084, 1093…

Düppelsreuter

RhWB

dueppel·s·reuter

Düppels-reuter Jül-Calr m.: ein umgehender Geist, gepanzert u. mit geschlossenem Visier auf einem grossen Schimmel.

dueppel als Zweitglied (2 von 2)

Rübendüppel

PfWB

rueben·dueppel

Rüben-düppel m. : in der RA.: Er hat de Riwedibbel 'Er ist verrückt' [ NW-Weidth ]; Syn. s. PfWB verrücken 2 a. SHW Südhess. IV 1492 . —

wochendüppel

DWB

woche·n·dueppel

wochendüppel , m. , ' ohrendrüsenentzündung, parotitis epidemica, etwa eine woche dauernde krankheit ' Fischer schwäb. wb. 6, 914 ( dass. wo…