Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Dudelsack m.
Dudelsack m.
Dudelsack m. ‘Sackpfeife’, Blasinstrument mit einem Windsack, der durch ein Mundstück aufgeblasen und dessen Luft durch Armdruck in mehrere Pfeifen gedrückt wird. Dudelsack ist seit dem 17. Jh. im Dt. bezeugt. Tschech. dudy ‘Dudelsack’ wird ins Dt. als Dudei entlehnt (17. Jh.), nimmt unter Einfluß des schallnachahmenden Verbs dudeln (s. d.) die Lautform Dudel- an; Kontamination mit der älteren Bezeichnung Sackpfeife (frühnhd. sacphīfe, 15. Jh.) ergibt Dudelsack. Der eintönige Klang des Instruments beeinflußt rückwirkend die Bedeutung von dudeln. Tschech. slowak. poln. dudy (Plur.) ist verwandt mit russ. dudá (дуда) ‘Pfeife, Rohrpfeife, Schalmei’ und lit. daudýte ‘aus Birkenrinde gedrechselte Pfeife’, dudénti ‘mit halblauter Stimme sprechen, poltern, dröhnen’ (vgl. 1, 378 f.).