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Druf

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
10 in 8 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
9
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10

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Druf m.,, f., m.

Bd. 2, Sp. 527
Wossidia Druf m., Druw f. Traube; die Mda. bewahrt das m. Geschlecht der alten Sprachstufen (as. thrûvo, ahd. drûbo, trûbo), die f. Form Druw steht unter der Einwirkung des nhd. 'Traube' und kommt berechtigt nur dem Kulturwort Windruw zu; der Pl. Druwen kann beiden Formen angehören, starke Flexion erzeugt einen Pl. Drüw; dru·f m. Jac. 1, 119; Kolz 97; 98; Druw Mi 18a ist bloße Schreibform; Druve racemus Niem. Idiot. 5 ist wohl f. 1. traubenförmiger Fruchtstand, bes. einer Apfelsorte, deren Früchte zu mehreren im Büschel an einem Fruchtspieß wachsen: Appeldruf (s. d. 1, 416, wo die Schreibung Appeldruw in -druf zu verbessern ist); auch ein Blütenstand dieser Art: umbella 'ein breet Bschken edder Druff, alse an dem Fleder edder Fennekoelblomen' Chytr. 491; dagegen Windruw; uvae albae 'witte edder blancke Druven' Chytr. 482. 2. traubenförmige Verzierung, z. B. verschlungener Bandschmuck an Schuhen und Hüten: Hackschauh mit 'n Druf RoRostock@StäbelowStäb; ... ne Druw GüGüstrow@ZepelinZep; Vadder drög 'n Haut mit ne Druw an de linke Sit WaWaren@BuchholzBuchh; de Frugens drögen 'n Buerhut von Stroh mit 'n langen Band mit Drüw Wo. Ernt. 8; Druf große Schleife an der Mütze (1885) Ro; Drüw an der Schann' (Schmuckband) der Sense (1923) StaStargard@LichtenbergLicht; künstlicher Haartuff an den sonntäglichen Hauben der alten Frauen: en gadlichen Druw von seidene Locken Reut. 2, 37; Krönchen: de Snakenkönig hett ne Druw von Gold up 'n Kopp öft.; Stummelschwänzchen: 'n lütten Druf von Swanz WaWaren@SolzowSolz; Druf unterstes Ende der frisch ausgezogenen Gänsefeder, wird mit der Schere abgeschnitten WaWaren@CramonCram; Druf Eindruck der fünf Finger in den Brotteig als Marke HaHagenow@KuhstorfKuhst; untersetzter Mensch: 'n richtigen Druf RoRostock@RibnitzRibn; vgl. Druwwel. 3. Klumpen, Haufen, Menge: uva apum 'de druve edder Schwarm Immen, wenn se an dem boem hengen' Chytr. 393; de Immen seten in grote Drüw an eine Eik GüGüstrow@BaumgartenBaumg; de Kinner mit ehr, eene ganze Druw Egg. Trems. 158; drei up' n Druf drei Pferde nebeneinander gespannt SchöSchönberg@SchlagresdorfSchlagr. 4. Druf Knauf des Gewindebohrers StaStargard@StrelitzStrel; WiWismar@PoelPoel; s. Bohrdruf (-w 1, 995); Syn. Bostleier. Mnd. drûf m., drûve f. Br. Wb. 1, 264; Dä. 91b; Kü. 1, 377; Me. 1, 881.
2129 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    drûf

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    drûf = dar ûf. BMZ BMZ

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    drûfPl.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    drûf , Pl. drü̑ve; drûve, Pl. drûven, f. , 1. Traube. 2. die schwärmende Bienentraube. 3. Knauf, Handgriff des Bohrers (…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Drūf

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Drūf ( Druffel , v. altniederd. druve , »Traube«), in Niederdeutschland eine Menge dicht beieinander befindlicher Dinge …

  4. modern
    Dialekt
    druf

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    druf [trùf] Adv. darauf. Druf ghockt Spielerausdruck im Kartenspiel: nur gestochen! Hf. Druf, s is t e Jud! Barr ; frühe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit druf

51 Bildungen · 49 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

druf‑ als Erstglied (30 von 49)

Drufappelbom

MeckWB

drufappel·bom

Drufappelbom m. Traubapfelbaum, häufig in Bauerngärten: 'einen Druffapffelbaum' Horn Selmsd. 2, 55; Krüg.-Ploen 205; Drufappelbom 242.

Drufbohrer

MeckWB

druf·bohrer

Drufbohrer m. Gewindebohrer Gü Gülz ; Ro Dob , s. Druf 4. Me. 1, 882.

drufdriwen

LothWB

druf·driwen

druf-driwe n [-dríwə Sbg. u. s.] tr. v. vergeuden, zugrunde richten : sin Vermeje d. Ri. Hom.

Drufeik

MeckWB

druf·eik

Drufeik f. Traubeiche, quercus pedunculata E. Krüg. 69.

drufele

LW

druf·ele

drufele, f. 1. Traube. 2. der bewegliche Teil eines Bohrers, Knauf am Bohrer.

Drūfeleboªr

WWB

Drūfele-boªr m. [Sos] Driufelbō(r) ( Sos SCHMB) „Einsatzstück des Zentrumbohrers“.

drufeⁿ

Idiotikon

drufeⁿ Band 2, Spalte 1326 drufeⁿ 2,1326

druffallen

ElsWB

druff·allen

druffalle n auf etw. kommen: d Red is t grad druf gfalle n das Gespräch lenkte sich unvermutet auf diesen Punkt Str. I ch ha be lang a n dëm…

druffe

KöblerMhd

druffe , Adv. Vw.: s. darūf

druffel

DWB

druf·fel

druffel , f. landschaftlich, eine menge dicht bei einander liegender oder stehender dinge gleicher art. eine druffel äpfel. eine druffel von…

Druffel, A. v

DWBQVZ

Druffel, A. v. s. beiträge zur reichsgeschichte.

druffelen

WWB

druff·elen

druffelen V. druffeln vor dem Dreschen einige Garben am Ständer ausschlagen, um Bindestroh zu erhalten ( Bek Lb ). ¶ Zu drubbelen (unter Dru…

Druffeln

Campe

druff·eln

◎ Druffeln , v. trs. in eine Druffel bringen, ordnen, stellen (grouppiren). » Schön gedruffelte Baumklumpen.« C. S. dessen Verdeutschungswör…

druf gëbe(n)

ElsWB

druf·geben

druf gë be (n) zum Voraus etwas auf den Kauf geben: d e r Metzger het m i r ein en Ochs abkaüft un d het m i r glich e inen Heijer ( Fünffra…

drufgehn

ElsWB

drufge h n 1. auf etwas Platz finden. 2. verbraucht werden [Tù e àwər èps trùf kàə! Z. ] ‘Vnnd förchten vberall, es gehe jhn zuvil (Geld) …

Drufgëld

ElsWB

druf·geld

Drufgëld allg. n. Anzahlung bei einem Kauf, z. B. von Vieh; oder bei einer Miete O.; bei Dingung eines Dienstboten U. Wird der Käufer reuig,…

druf hauen

ElsWB

druf·hauen

druf haue n zu hauen, noch dazu einen Schlag geben U., bekräftigen M.

Drufhubel

MeckWB

druf·hubel

Drufhubel m. Scherzbildung, der Neuling im Handwerk wird ausgeschickt, um den Drufhubel zu holen Schw Gad .

drufle

AWB

drufle , thrufle Gl 3,720,9. 4,277,8 s. thrûbila.

druflo

EWA

dru·flo

drûflaAWB f. ō-St., nur in mfrk. Gl. (2, 563, 4 Köln LXXXI, 11. Jh. trufla; 3, 123, 18 Darm- stadt 6, 13. Jh. drufla, SH trubela): ‚Kelle, M…

druf luegen

ElsWB

druf·luegen

druf luege n Acht geben. Ob eps gschafft wurd oder nit, do wurd nit druf g e lue g t Bf. Die müesse n druf l. sie müssen sparsam mit dem Gel…

druf als Zweitglied (2 von 2)

dādruf

Idiotikon

dādruf Band 1, Spalte 119 dādruf 1,119