Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Drohne f.
Drohne f.
Drohne f. ‘männliche Biene, Nichtstuer, Schmarotzer’, ahd. treno m. (9. Jh.), mhd. tren(e) m. ‘Brutbiene, Drohne, Hummel’, (mit Dehnstufe) asächs. drān m., drāna f. ‘(Arbeits)biene, Drohne’, mnd. drāne, drōne m. ‘Drohne, Taugenichts’, aengl. drān, drǣn f., engl. drone ‘Drohne, Faulenzer’ sind als ursprünglich das Fluggeräusch kennzeichnende Namen verwandt mit got. drunjus ‘Schall’, aind. dhráṇati ‘tönt’, griech. thrḗnos (θρῆνος) ‘Totenklage, Klagelied’, thrēné͞in (θρηνεῖν) ‘klagen, jammern’, tenthrḗnē (τενθρήνη) ‘Biene, Wespe’, thrṓnax (θρῶναξ) ‘Drohne’ und mit dröhnen (s. d.). Sie führen auf ie. *dhrē̌n-, Erweiterung der Schallwurzel ie. *dher- ‘murren, brummen, dröhnen’. Die heutige Form Drohne entspricht mnd. drōne; die nd. Form wird seit dem 17. Jh. im Hd. verwendet. Das in der Allgemeinsprache übliche fem. Genus ist wohl von Biene übernommen (seit 17. Jh.). Der Gebrauch als Fem. sowie die vielfach anzutreffende Bedeutung ‘Brutbiene’ beruhen auf Unkenntnis der biologischen Verhältnisse. Erst im Laufe des 18. Jhs. wird die Drohne als ‘männliche Biene’ allgemein bekannt; daher in der Imkersprache Drohn m. Daß hingegen an der Honigeintragung Drohnen, aus welchen vermeintlichen Gründen auch immer, nicht beteiligt sind, wird schon früh bemerkt; daher die Übertragung ‘fauler Mensch, Schmarotzer’ (bereits 16. Jh.).