Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
diuhen swV.
2 ‘jmdn./ etw. drängen, drücken, schieben’
1 ‘etw. auspressen, keltern’ ích scénkon dír gepîmenteten uvîn: únte móst ûzzen rôten épfelen gedûhtan Will 132,2; nim des saffes daz man da duhit uzzir dem grunen hanefsamin Ipocr 42; so svlen sie ledig vnd vrilich varen immer me mit dem selben wine, zv dvͤhenne, swar sie wellen UrkCorp (WMU) 812,17. 812,15; cze dem andern mâl prúet man daz chraut daz man di grúczen daraus mag gedauhen. also muzzen wir mit inhiczigem widersacz di grúczzen flaischleicher geluste mit langer ûbunge auz uns dawhen MvHeilFr 36 2 ‘jmdn./ etw. drängen, drücken, schieben’ ors und darzuͦ luͤte was ensamt geduͤhet zeinem pallen JTit 4106,4; wa hin, vrou Aventiur, den wec so ruhen? / als ich ie zu vreuden gedenke, so kunnet ir uns von vreuden duhen ebd. 2688,4. 3496,3; der daz tvank [eine Verstopfung] hab, der nem smalz [...] und bewille da inne ein spek eines vingers lanch und duhe in hinden in; er loset sich BenRez 34; [Christus] bat sant Petren des, daz er daz scef ain lucel duhte von dem stade Konr (Sch) 129,4; Parz 601,17; KvWTroj 34766; TürlArabel *A 125,26; Schlegel 314. – wohl hierher (vermutlich nicht intr. wie im FrlWB ): heimliche liebe diuhe [Hs. dick ] in dich, / daz din geberde icht werde erkant Frl 13:49,3. – darvf [auf ein Wolfseisen] was gebvnden ein gans. / die dvhte er [der Wolf] in sinen grans FabelCorp 37,162. – ‘herunterschlucken’ und dar umbe sô müezet ir den angel tiuhen [schlucken] , als ir daz hünic dâ sûget PrBerth 1:216,35
MWB 1 1325,41; Bearbeiter: Schnell