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Diadēm

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Diadēm

Bd. 4, Sp. 858
Diadēm (griech.), Band zum Zusammenhalten des Haupthaars, Stirnband, Kopfbinde; bei Ägyptern, Assyrern, Babyloniern Zeichen der Würde königlicher und andrer angesehener Personen. Bei den Hebräern (Neser) schmückte es die Könige und Hohenpriester in der Form einer goldenen, emporragenden Stirnplatte, die an der eigentlichen Kopfbedeckung angeheftet war oder durch um die Schläfe gehende und hinten zusammengeknüpfte Perlenschnüre oder goldene Kettchen gehalten wurde. Das D. der Könige und Königinnen von Persien, Armenien und Parthien war ein blau-weißes, breites Band, mit dem sie die Mütze umwickelten. Von den Persern ging es auf Alexander d. Gr. und seine Nachfolger über. Die Griechen schmückten damit schon früher mehrere Götter, namentlich Zeus, Hera und Aphrodite, und später wurde es ein allgemeiner Schmuck für Frauen (Fig. 1 u. 2) und junge Männer, namentlich olympische Sieger (vgl. Diadumenos), ohne die Bedeutung königlicher Würde zu haben. Solche Diademe wurden aus Leder, Zeug und Metall gefertigt. Bei den Römern soll schon Ancus Marcius das D. den Tuskern entlehnt haben; doch war es in den Zeiten der Republik verhaßt, und noch Cäsar scheute den Widerwillen des Volkes. Welcher Kaiser das eigentliche D. als Würdezeichen eingeführt hat, ist ungewiß. Nach Jordanis trug es Aurelian zuerst. Allgemein wurde sein Gebrauch auch unter den nichtrömischen Fürsten Europas erst seit Konstantin d. Gr., bis es später die Kronen verdrängten. Die Frauendiademe des Mittelalters und der Gegenwart, Kopfreise, die sich in der Mitte zu einer mehr oder weniger reich ausgebildeten Spitze erheben, stammen aus dem Orient. – Über vorgeschichtliche Diademe s. Metallzeit.
1677 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    DÎADÊMm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    DÎADÊM m. diadem. der zepter u. der dîadêm g. sm. 516.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Diadēm

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Das Diadēm , des -es, plur. die -e, aus dem Griech. διαδημα, eine Kopfbinde, besonders eine königliche Kopfbinde, welche…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Diadem

    Goethe-Wörterbuch

    Diadem Stirnband, Kronreif als Kennzeichen u Symbol königl Würde, einmal Attribut eines Engels Proserpina .. als Königin…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Diadem

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Diadem , griech., Stirnbinde aus Wolle oder Seide, bei den Aegyptern Auszeichnung der Götter und Könige, bei den Grieche…

  5. Spezial
    diadem

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    diadem [di·a·dę̄m] m. (-s) Diadem n .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit diadem

8 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von diadem 2 Komponenten

dia+dem

diadem setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

diadem‑ als Erstglied (7 von 7)

diademalis

MLW

diadem·alis

diademalis , -e . qui diadematis est — der Krone eigen, zugehörig : Theodulf. carm. 25,15 felix, qui potis est semper adesse tibi (sc. facie…

DIADEMARTIG

DWB2

diadem·artig

DIADEMARTIG adj. abl. von diadem n. 2. einem diadem gleichend: 1802 ihr dunkles haar über der stirne von einem perlenreichen, diademartigen …

diadematus

MLW

diadema·tus

diadematus (dya-) , -a, -um . diademate ornatus — mit einem Diadem geschmückt : Annal. Ianuens. IV p. 176,26 clericus Bernardus ... dy-o cap…

diadement

DWB

diadem·ent

diademen diadement , heiligenschein. ums jahr 1389 trugen die frauen bohemische kogeln, die stürzten sie auf ihr haubt, und stunden inen vor…

diademetrum

MLW

diadem·e·trum

* diademetrum , -i n . ( per contam. ex diameter et dimetrum) diameter — Durchmesser : Eugen. Vulg . syll. 24,19 quem sensum habeat talis or…

Ableitungen von diadem (1 von 1)

bediademen

DWB

bediademen , diademate ornare: das haubt, das nun der schere sich bequemt, mit mancher krone wards bediademt. Platen 32 b .