Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
derben
ten)
‚zunichte werden, umkommen, sterben‘
(ahd. nicht belegt); verderbenAWB mhd. st. v. III, in
den Gl. nur part.prät. verdorben Gl. 3, 386, 50
(mfrk. 13. Jh.) in verdorben oleiboum
‚oleaster‘;
in der mhd. Lit.sprache reichlich belegt (auch
verterben)
‚zu Schaden kommen, zugrunde ge-; nhd. ver-
hen, unglücklich werden, sterben‘
derben, womit sich im Nhd. das zugehörige
Kausativ mhd. verderben sw. v. I
‚zugrundevermischt hat; vgl. die Partizipi-
richten, töten‘
aladjektive verderbt
‚moralisch verkommen‘,
fachsprachl.
‚unleserlich, schwer zu entzif-, verdorben
fern‘
‚verbraucht, ungenießbar,, ält. nhd. auch
schlecht, moralisch verkommen‘
bederben sw. v.
‚perdere, consumere, verder-, nhd. dial. bair. abderben st. v.
ben‘
‚dürr wer-(danach wohl
den, abstehen von Pflanzen‘
bair. derb in den Bedeutungen
‚dürr, trocken,), bederben, verderben st. v.
mager‘
‚verderben‘;
luxemb. verdierwen trans., intrans.
‚verder-, platt-dt. verdarwen
ben‘
‚verderben‘. Die hd.
Formen mit d- (gegenüber mhd. verterben)
sind aus dem Ndd. entlehnt.