Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
deckmantel m.
deckmantel , m. beschönigung einer schlechten handlung. Dasypodius 313 b und Maaler 89 erklären es durch praetextus, color, auch Henisch 668 , der auch die eigentliche bedeutung pallium ansetzt wie Stieler 1226 mit laena, toga duplex, aber ohne belege. Frisch 188 b bemerkt ausdrücklich dasz es nur bildlich gebraucht werde. im ahd. kommt es nicht vor, im mhd. zuerst und bildlich am ende des 13 ten jahrh. bei Hugo von Trimberg, gelîchsenheit ( heuchelei ) hât deckemantel und hât ouch sô manegen wantel daz niemen weiz an wen er sich mac gelâzen; daz ist jæmerlich Renner 17166 —69. die Frankfurter…