däuen
Rhfrk fehlend (doch Saarbr w. Theel u. Birkf); Mosfrk
da·i.ən, –ę·i.-, Prät.
dout, Part. gədout [Verbr. auch
-a·i.j-, –ę·i.j-; Bitb-Speicher
dE·ə.n; in Bitb, Altk
dou dęχs, ən dęχt, Imperat.
da·i. u.
dęχ]; Saarl, Merz, Birkf, Trier-Ld (
s. Mos), Bernk, Koch-Laub
dǫ·u.ən, dou dǫ·u.s, Part. gədǫut; Siegld
dęjə, Part. gədǫuə; Rip, SNfrk
dø·y.ə, dū dø·y.s, Prät.
dout, Part. jədout (jünger
-dø·y.t) [im
n. SNfrk
-·y.-]; doch auch bes. RRip
-ø·y.j-, dū døχs, Part. jədout u.
-døχ, in Aach, SNfrk
jədøjə; im LRip, bes SNfrk auch
d ə.; Selfk um Gangelt, Waldfeucht
dȳ·ə., dyjə, Part. jədyt; Klevld
doə, Prät.
ek dowtə, downə, Part. jədo(w)t; rrhein.
n. Ruhr mannigfaltige Formen: ausser
doə noch
dyyə (MülhRuhr);
dęyə (Duisb);
də (Meiderich);
dywə (Wesel);
dowə (Rees, Haffen);
dy()ən (Schermbeck),
døən (Dinsl);
døĭn (Kirchhellen)
schw.: 1. absol., trans. von lebenden Wesen: drücken, stossen, schieben; einen ruhenden, schweren Gegenstand durch Druck in Bewegung setzen (im Gegensatz zu
ziehen, trecken, wobei der Gegenstand folgt); das gewöhnliche Wort (im Rhfrk dafür
dricken). a. absol.
E däut, dat e kümp (ächzt) Rip, Allg ;
sech de Oge für de Kopp d. Allg.
Allemann dau! Jedermann helfe Merz. Die Ochsen
d., überhaupt vom Hornvieh gesagt, welches mit seinem Kopfe vorandrücken muss, während ein Pferd
zieht Mosfrk.
Et as endon (einerlei),
we den Oss hesst, wann en nemme got däut auf Namen u. Titel kommt es nicht an Daun-Neroth;
de deit bi en Oəss de Berg eraus May, Eusk.
Füren (vorn)
käuen, hingen d. Wippf. — Drängeln, stossen.
Däu net esu! Nu höar äwer dat vörnehme D. up! dränge dich nicht vor Elbf.
Je mih me der Deuvel scheut, desse mih he däut Köln.
Mer welle jet drov d. etwas mit Nachdruck betreiben Rip. — b. etwas
d., voranschieben, –drücken,
z. B. den Wagen udgl.
De Gromberen klen d. stampfen Kobl-Kaltenengers. —
Jet füran-, fort-, weg-, zesammen-, herus-, herend. usf. Allg.
Den Hot en de Kopp d.; de Kopp dep en de Böcher d. Rip. Allg.
Ömmes jet en de Hangk (Fus, Fengere) d minderwertige Ware aufdrängen; Trinkgeld geben, zu bestechen suchen Rip, Allg.
Enem jet övverdäue dass. Rip.
Ene jet onger de Wess(t) d. einem etwas aufbinden MGladb, Grevbr, Köln.
Woə has de dich dat ejen Fus (Faust)
d. losse? minderwertige Ware Aach, Allg.
Ene jet drop d. etwas andichten Heinsb-Karken.
De kann äver jet beijene d. tüchtig essen Dür-Bürvenich, —
jet en de Rebben d. Wermelsk, —
sich jet Botteramme herend. Rip, Allg. —
Häste en de Botz (Hose)
gedaut? geschissen Sieg-Ägid.
De hät sich jet op Sitt gedäut gespart Neuss.
De döt et sech erut spricht schleppend Erk-Lövenich;
de däut de Wort su (dar, herus, herfür) Rip, Allg.;
det kom su gedaue rus zögernd Siegld.
Döt dech dat ens fort! denke dir das einmal Aach-Walh.
Ene der Uəhm d. einen übertreffen, in Schatten stellen; abtrumpfen, zurechtweisen Eup.
Enem en ornkelege d. ihn schlagen, ihm Ohrfeigen geben Daun-Hillesh.
Em en doərd., ihm die Wahrheit sagen Koch-Lutzerath. Kobl-Bend. —
Du kanns mer de Nache d.! abweisende Antwort Rip, Allg.
Enem den Därm d. einen grob anfahren Kemp-Süchteln. —
De Balken d. die Bälge der Orgel treten Kemp-Amern —
Wenn enne Wettmann traut en de Mettworst kaut, wett e noch nit, wat drin es gedaut Geld-Kevelaer. — Die noch nicht gebackenen Krüge werden
gedaut mit Stempel u. Nr. versehen Westerw. —
Daue ein Klickerspiel, wobei es gilt, einen bestimmten rechtsstehenden dicken Kl., den
Onz, zu treffen Kemp. — c. einen
d. Enen en de Eck, en enen Huck, an de Wand, onger Dösch on Bänk d. links liegen lassen, geringschätzig behandeln Rip, Allg.;
hengena gedöit weəde Aach.;
enen en (onger) et Water d., auch
onger-, neərd. unter das Wasser ducken Nfrk.
Se hät den ärmen Mann en de Erd gedaut so schlecht behandelt, dass er bald starb Sieg.
Ek dau dech, datste ‘
Möpp’
säst! Mörs.
Däu en es! treibe ihn zur Arbeit an Rip, Allg.
Hej het em gedowt er hat sich aber angestrengt (ironisch) Klev.
De mott an de Arbet gedöt weəde SNfrk, Allg.
Zau (eile)
dech! Scherzh. Antw.:
Ich ben gezaut noch gedaut, da ben ich got för Lappleər Aach.
Deə es noch ens gedüət wuədə er hat zu teuer gekauft Heinsb-Aphv. Streitende
üterend. beruhigen Geld. —
d. sich
d. Sich en de Fere (Federn)
d. schlafen gehen Aach-Merkst;
sech derlans d. still vorbeidrücken Rip, Allg.;
sech lantsam an der Dür erusd. Rip, Allg.;
sech en jet d. (herend.) hineindrängen Allg.;
de däut sech eren be e kneistig Ferkel Aden-Kaltenborn.
De mossen sech ömmer d. streiten, zanken Siegld.
De däut sek er sucht das zu vertuschen Elbf; er sitzt still u. schweigend am Ofen Mörs-Lütting. — 2. intrans. mit ‘sein’. a. vom Menschen.
Gedaut (herangedaut) kunn mühsam, schwerfällig, träge, unter einer Last herankommen, zögern Rip, Allg.;
drop an d., op hem an d. Allg.;
de geht äver gedöldig dropa gedöje Aach-Eilend;
he geng dropan gedäue ganz langsam MGladb, Grevbr.;
der geht der gonze Dag sue düə drückt sich herum Heinsb-Lümb;
ech d. no folge Rip;
gedaut gohn in sich zusammengedrückt, gebeugt gehen Bitb-Rittersd. — Schwer arbeiten; sich den Anschein geben, aber in der Tat sich drücken;
den daut on daut, bes en sich derlangscht gedaut hät Merz. — Überlaut sprechen Bernk-Neumag. — Nicht fertig werden können mit einer Sache, einer Predigt udgl.;
he daut on daut on woss net ferdeg ze werde Rip. — Coitieren Düss. — b.
der Owen deit gehireg heizt gut Daun, Koch, Eusk-Zülp;
de Sonn däut MüEif. — 3.
Part. a.
Gedaute Kartoffelbrei Koch-Laub. — b. in der Verb.
gedautevoll, –satt (auch
op-, a- (in)) bis zum Rande voll, bis obenhin satt WMosfrk, Köln-Poulh, Sol (
gedautenevoll Bernk-Dhron). Vgl.
Dat es äver got voll gedäut Rip, Nfrk. — Abl.:
Die Däuerei, dat Gedäus (-tz), Gedächs (Bitb),
sech zerd.