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Bubi

nhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bubi

Bubi

Bube, Bub m. ‘Junge, Knabe, Schuft’. Ahd. nur als Männername Buobo (ebenso asächs. Bōƀo, aengl. Bōba, Bōfa), mhd. buobe (md. auch buofe, bufe) ‘Knabe, zuchtloser Mensch’ (doch insgesamt selten), mnd. bōve ‘Spitzbube, Räuber’, mnl. boeve, boef ‘Knecht, Bube’, nl. boef ‘Schurke’ sind ursprünglich wohl als kindersprachliche reduplizierende Bildung aufzufassen. Auf Grund der Ausgangsbedeutung ‘männliches Kind’ wird verschiedentlich (wie für Buhle, s. d.) Umbildung der vorgerm. Form für Bruder (s. d.) erwogen. Ablautend steht neben ahd. Buobo der Name Babo, dem u. a. alem. Bābi, obsächs. Bäbel ‘kleines Kind’, mengl. babe (engl. baby, s. Baby) und, mit abweichender Bedeutung, Wörter slaw. Sprachen wie russ. bába (баба) ‘alte Frau’ entsprechen. Bube, Bub ‘Knabe’ ist im Obd. allgemein geläufig wie Junge (s. d.) im Nordd., so auch in Zusammensetzungen wie Lehrbub neben Lehrjunge. Die stark pejorative Bedeutung ‘Schurke, Nichtswürdiger’, die aus der Verwendung für ‘Knecht, Troßknecht’ herzuleiten ist, geht vor allem vom Nd. und Md. aus und findet sich in Komposita wie Lotter-, Spitzbube. Abgeleitet buben Vb. ‘ein unsittliches, ein Lotterleben führen’, mhd. buoben; nach dem 18. Jh. unüblich. Dazu Büberei f. ‘verächtliche Tat’, mhd. buoberīe (neben buobenīe) ‘bübisches Wesen, Untat’, öfters seit Anfang 14. Jh.; frühnhd. auch für die Gesamtheit der Troßknechte. Büberei, md. auch Büferei, ist im 15. bis 17. Jh. stark verbreitet und geht dann allmählich zurück. Bubenstreich m. (16. Jh.) gleichbedeutend mit Bubenstück; auch ‘harmloser Streich von Kindern’. Bubenstück n. ‘Untat’, gebräuchlich vom 16. bis 19. Jh. Bubikopf m. ‘kurze Damenfrisur’ (nach Art eines Jungenhaarschnitts), zu der seit Anfang 19. Jh. gebräuchlichen Koseform Bubi nach 1920 gebildet. bübisch Adj. ‘verschmitzt, schelmisch, schurkisch’, spätmhd. büebisch. Lausbub, Lausebub m. ‘ungezogener, kecker Junge’ (Anfang 19. Jh.), auch für ‘schäbiger Mensch’, s. das ältere Lauser. Spitzbube m. ‘Betrüger, Gauner’ (16. Jh.), zunächst auch ‘Falschspieler’, zu spitz ‘schlau, gerissen’. spitzbübisch Adj. ‘schurkisch’, seit Anfang 16. Jh.; jetzt nur noch im Sinne ‘verschmitzt’.
2151 Zeichen · 80 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bubi

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    Bube, Bub m. ‘Junge, Knabe, Schuft’. Ahd. nur als Männername Buobo (ebenso asächs. Bōƀo, aengl. Bōba, Bōfa), mhd. buobe …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bubi

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bubi (engl. Booby ), kleine unbewohnte Insel am äußersten Westende der Torresstraße (s. d.) unter 10°35' südl. Br., die …

  3. modern
    Dialekt
    Bubi

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Bubi Band 3, Spalte 3,619–622

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bubi

12 Bildungen · 11 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

bubi‑ als Erstglied (11 von 11)

Bubikopf

SHW

Bubi-kopf Band 1, Spalte 1189-1190

bubicium

MLW

* bubicium v. * bombycium . Erb

Bubies

Meyers

bub·ies

Bubies , Volksstamm, s. Fernando Po .

Bubikopf

Pfeifer_etym

bubi·kopf

Bube, Bub m. ‘Junge, Knabe, Schuft’. Ahd. nur als Männername Buobo (ebenso asächs. Bōƀo, aengl. Bōba, Bōfa), mhd. buobe (md. auch buofe, buf…

Bubikopp

MeckWB

bubi·kopp

Bubikopp m. Haarschnitt junger Mädchen nach Jungenart: De Dierns hebben all 'n Bubikopp Wo. V. 4, 650; S. 264.

bubilia

MLW

bubi·lia

* bubilia (-bal-) , -ae f. (orig. inc.) vincapervinca — Immergrün (Vinca minor L., cf. Fischer, Pflanzenkunde. p. 288): Gloss. III 551,30 St…

bubilo

MLW

bub·ilo

bubilo (-bul-) , -are bubilare . ululare — rufen : Gerhoh. psalm. 37,4 p. 609,6 (vs.) bubulat ut bubo. Carm. Bur. B 132,2 b ,1 bubo -at bubi…

bubi als Zweitglied (1 von 1)

Milchbubi

RDWB1

Milchbubi m abwertend молокосос презр. ; молоко на губах не обсохло идиом. , пренебр. ; щенок перен. , груб. ; зелёный юнец идиом. ; желторо…