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Brustwehr

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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8 in 7 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Brustwehr

Bd. 3, Sp. 514
Brustwehr, eine Erdanschüttung, die der Mannschaft Deckung gewähren und den Gebrauch ihrer Waffen begünstigen soll. Bei der B. der Schützen richtet sich die Höhe der B. nach der Anschlagshöhe (im Liegen, Knien oder Stehen), bei Deckungen für Feldgeschütze nach der Feuerhöhe. Letzteres gilt auch, wo in Befestigungen Geschütze über Bank feuern. In Festungswerken, Angriffsbatterien etc. feuern die Geschütze über die hohe B. fort, die erforderlichenfalls Muldenscharten erhält. Hinter der B. des Hauptwalles (s. Figur) liegt eine durchlaufende Geschützbank c d, hinter dieser der Wallgang a b, dicht an der B. eine schmale Erdanschüttung e f. Auftritt (Bankett) für Schützen. Die innere Böschung f g der B., sehr steil gehalten, damit der Verteidiger möglichst dicht an die Feuerlinie herankann, wird durch Bekleidungsstoffe gefestigt. Der äußern, dem feindlichen Feuer am meisten ausgesetzten Böschung h i gibt man mehr als ganze Anlage und bekleidet sie mit Rasen; im Felde läßt man der Erde natürlichen Fall und klopft sie fest. Die Oberfläche der Krone ist nach außen so abgedacht (Kronenfall), daß ihre Verlängerung (Rasante) den äußern Grabenrand trifft, um bis dahin den Feind beschießen zu können. Bei Schützengräben erhält die innere Brustwehrböschung, einen Fuß unter der Feuerlinie, einen fußbreiten Absatz (Berme) zum Aufstützen der Arme, Bereitlegen der Patronen etc. – Die Stärke der B. wird nach dem zu erwartenden Feuer, im Feld auch danach bemessen, ob eine hartnäckige Verteidigung geplant ist; in letzterm Falle kommt der verstärkte Schützengraben in Anwendung. Gegen Gewehrfeuer muß die B. von sandiger Erde 0,75 m, gegen Sprengstücken, Schrapnellkugeln 0,4–1 m, gegen Feldgranaten 3–4 m stark sein. Der B. in Festungen gibt man eine Stärke von 5–7 m, in Küstenbefestigungen von 10–12 m, um gegen schwere Granaten zu sichern.
1853 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BrustwehrDie

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Die Brustwehr , Mz. die — en, in der Befestigungskunst, der oberste Theil einer Mauer, eines Walles, eines Bollwerks, we…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brustwehr

    Goethe-Wörterbuch

    Brustwehr milit: Schutzwall, innere Grabenböschung in etwa Brusthöhe (Anschlaghöhe) als Deckung für den kämpfenden Solda…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brustwehr

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Brustwehr (Parapet), ein mehr oder weniger hoher Aufwurf, mit der Bestimmung, die dahinter aufgestellten Truppen vor dem…

  4. modern
    Dialekt
    Brustwehrf.

    Pfälzisches Wb.

    Brust-wehr f. : wie schd., -wähʳ [ LU-Opp ]; vgl. Brustmauer . Südhess. I 1183 ; Bad. I 351 . —

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brustwehr

4 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von brustwehr 2 Komponenten

brust+wehr

brustwehr setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brustwehr‑ als Erstglied (3 von 3)

Brustwehrmonitor

Meyers

brustwehr·monitor

Brustwehrmonitor , verbesserter Monitor (s. d.) mit stark gepanzerter Brüstung für den untern Teil der Drehtürme, wie die englischen Panzers…

brustwehrschenkel

DWB

brustwehr·schenkel

brustwehrschenkel , pl. die brust des kindes schützende schenkel: zwischen den brustwehrschenkeln seines vaters. J. P. unsichtb. loge 3, 126…

Ableitungen von brustwehr (1 von 1)

Brustwehre

Adelung

Die Brustwehre , plur. die -n, in der Kriegsbaukunst, der oberste Theil eines Walles, einer Mauer, oder einer Batterie, welcher der Besatzun…