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brunken

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
12
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11

Eintrag · Rheinisches Wb.

brunken

Bd. 1, Sp. 1049
brunken -o- schw.: 1. mit einem festlichen Zuge gehen. a. mit der Prozession gehen; br. gohn Monsch, Aach, Jül, Köln. — b. bei der Trauung u. ersten Kommunion begleiten Bergh, Dür, Aach-Merkst, Eup, Köln. — c. im allg. Sinne, feierlich herankommen, einherziehen, langsam gehen Aach. Do koəm leis e Pärche agebronkt; der koəm us jen Kerch no heəm gebronkt; um jet heröm br. wie die Katze um den heissen Brei gehen; feierlich zur Kirche gehen. — 2.a. vom Wetter, drohen mit unbestimmtem Ausgang; et bronkt esuə wenn die Regenwolken sich immer wieder verziehen, also beständig Regen droht u. er doch nicht eintritt; nu bronkt et Wer doch at esu eng Wech lang; över dem Bösch brongk et at de ganze Dag; de Woləke br. Rheinb, Bo, Dür, Monsch, Eup, Aach, Jül, Geilk. Grevbr, MGladb u. im Moselfrk in Saarl, Merz, Trier, Bitb, Birkf. — b. auf Angriff lauern, wie das Feder- u. Hornvieh beim Kampf. De Koh bronk macht Anzeichen zum Stossen, sie beugt den Kopf u. brummt Monsch-Witzerath. Dür-Pier, Heinsb-Karken. — c. aus übler Stimmung nichts sagen, (schärfer wie ‘schmollen’). unfreundlich sein; im verschlossenen Ärger einhergehen, böses Gesicht machen, weil man sich beleidigt fühlt Aach-Walh, Heinsb-HeinsbKarken, Kirchhv-Oberbr, Mörs-Friemersh Neuk; auch Mosfrk in Merz-Saarhölzb Bergen, Bitb-Wiersd Geichl. RA.: Bronkt de Bruck (Glucke, Mutter), krit de Katt de Küke so missraten die Kinder Heinsb. — Still u. schweigend am Ofen sitzen Grevbr-Wickr, Mörs-Friemersh; summen Grevbr-Wickr. — d. dumpfe Schmerzen in den Zähnen haben Bitb-Wiersd. — 3. sich rühmen, prahlen, sich wichtig machen Aach-Merkst Aach, Geld-Straelen u. Rhfrk; pr- Jül-Linnich, Mörs-Rheinbg, Emmerich; auch sonst bekannt, aber dann meist nach dem Nhd. pr-. RA.: Wenn se met der Oss br., weəd heə bou geschlacht Aach.
1829 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    brunkensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    brunken , sw. V. nhd. „prunken“, zeigen, zur Schau stellen Hw.: vgl. mnd. prunken Q.: PfzdHech (2. Hälfte 14. Jh.) E.: s…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    brunken

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    brunken , gloriari, prunken, s. das in brunkel angeführte verbrunken.

  3. modern
    Dialekt
    Brunkenm.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Brunken [brunkən Ha. ; brokən Si. ; brok Mw. ] m. u. f. Morast, Sumpf, lockere schlüpfrige Stelle im Feld. — els. 2, 1…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brunken

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von brunken 2 Komponenten

brun+ken

brunken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

brunken‑ als Erstglied (1 von 1)

Brunken II

RhWB

Brunken II -o- Koch-Leienk m.: schlechter Mensch.

brunken als Zweitglied (1 von 1)

verbrunken

Lexer

verb·runken

verbrunken swv. des glanzes berauben, auslöschen. er dâcht gar leschin und vorbrunkin des geloubin vunkin Jer. 7408.

Ableitungen von brunken (1 von 1)

verbrunken

Lexer

verbrunken swv. des glanzes berauben, auslöschen. er dâcht gar leschin und vorbrunkin des geloubin vunkin Jer. 7408.