Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Bleistift
Bleistift
1Blei n. weiches, an frischen Schnittflächen bläulich-weiß glänzendes Schwermetall. Ahd. blīo (um 800; Genitiv blīwes), mhd. asächs. (auch ‘Farbe’), mnd. blī, mnl. bli, anord. blȳ, schwed. bly ‘Blei’ läßt sich mit aengl. blēo ‘Farbe, Erscheinung, Form’ und dem Adjektiv ahd. blīdi, mhd. blīde ‘heiter, freundlich’, ahd. auch ‘glänzend’ (und seinen germ. Entsprechungen) über die unter bleich (s. d.) genannte Erweiterung ie. *bhlē̌i-, *bhlī̌- an die Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ anschließen; dann wäre das Metall nach seiner (bläulich) glänzenden Farbe benannt. – bleiern Adj. ‘aus Blei, bleischwer’ (16. Jh.), älter bleien, das sich vereinzelt bis ins 19. Jh. hält, ahd. blī(w)īn (10. Jh.), mhd. blījīn, blīgin, blīen, mnd. blīen (s. auch blechern). Bleistift m. ‘in Holz gefaßter Graphitstab zum Schreiben und Zeichnen’; zuerst 1653 in Nürnberg Bleystefft, gekürzt aus Bleyweißstefft, zu schwarzes Bleiweiß, auch Wasserblei (16. Jh.), Schreibblei (17. Jh.), später Graphit (s. d.) genannt. Bleiweiß n. ‘haltbare weiße, Blei enthaltende Malerfarbe’, auch ‘weißes oder farbloses Bleierz’, mhd. blīwīʒ, mnd. blīwit.