Hauptquelle · Althochdeutsches Wörterbuch
biliden sw. v.
biliden sw. v. — Graff III, 99 f. s. v. biladôn. Das Nebeneinander von biliden und bilidôn ist nicht, wie Schatz, Germ. 369 meint, geographisch, sondern bedeutungsmäßig bedingt. Das lassen die lat. Lemmata der ältesten Belege deutlich erkennen. biliden heißt: einer Sache eine Gestalt geben, etw. bilden, formen, gestalten ; bilidôn : eine vorgebildete Gestalt nachbilden, etw. abbilden, nachahmen, etw. anderem angleichen. biliden wird früh von bilidôn verdrängt, offenbar zuerst im Fränkischen. Späte Formen, die keinem der beiden Verben sicher zugeordnet werden konnten. sind deshalb unter bilidôn…