Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
bieza
‚Mangold, Runkelrübe,(Beta vulgaris L.) 〈Var.: pieza,
Be(e)te, beta‘
bioza (
‚umgekehrte Schreibung‘, da io <
germ. eu vor a und ia < germ. ē2 in spätahd.
S25bieza – bîfang 26
ie zusammenfielen), dazu noch bizza mit -i-
unbestimmter Quantität; außerdem aber peiza,
beiza mit ihrem im 11. Jh. nicht aus -î- diph-
thongierten und darum noch immer ungeklär-
ten -ei- (s. E. Karg-Gasterstädt, PBB 62
[1938], 159 f. [unentschieden] und [ohne
überzeugende Lösung] Th. Baader, PBB 63
[1939], 117 ff.); zum Problem des -ei- schon
Franck, Afrk. Gr.2 § 42, 2 sowie Braune, Ahd.
Gr.14 § 36 Anm. 3 und Rauch, OHG Diph-
thongization 68 f.〉. – Mhd. bieze f., frühnhd.
biese (Vocabularius 1482). In der Hochsprache
der Gegenwart gilt das aus dem Ndd. über-
nommene (unverschobene) Be(e)te, meist im
Sinne von
‚rote Rübe‘; zu mdartl. Formen s. u.