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besoffen

mhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

besoffen

besoffen

saufen Vb. ‘trinken’ (vom Vieh), ‘unmäßig trinken, Alkohol zu sich nehmen’ (derb), ahd. sūfan (9. Jh.), mhd. sūfen ‘schlürfen, trinken’, mnd. mnl. sūpen, nl. zuipen, aengl. sūpan, engl. to sup, anord. sūpa, schwed. supa (germ. *sūpan). Herkunft ungesichert. Das Verb kann mit den unter Suppe und seufzen (s. d.) genannten Formen sowie mit aind. sū́paḥ ‘Brühe, Suppe’ und aslaw. sъsati, russ. sosát’ (сосать) ‘saugen’ an eine mit Labial erweiterte (ie. *seub-, *sūb- bzw. *seup-, *sūp-) lautmalende Wurzel ie. *seu-, *seu̯ə-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ angeschlossen werden (wozu auch mit Guttural erweitertes saugen, s. d.). Die alte Bedeutung ‘schlürfen’ (vgl. noch engl. to sup ‘schlürfen, in kleinen Schlucken trinken, nippen’) entwickelt sich im 16. Jh. zu ‘hastig und viel, maßlos trinken’ (besonders Alkohol). Als Intensivum abgeleitet supfen Vb. ‘schlürfend trinken’ (15. Jh.), süpfeln Vb. (16. Jh.). Säufer m. ‘wer sich (regelmäßig) betrinkt’ (16. Jh.). Sauferei f. ‘Trinkgelage’ (15. Jh.). Saufaus m. ‘Trunkenbold’, imperativischer Satzname (Hans Sauffauß, 1595), nd. Sūpūt. besaufen Vb. (reflexiv) ‘sich betrinken’, dazu besoffen Part.adj. ‘betrunken’ (16. Jh.). versaufen Vb. ‘versinken, ertrinken’, mhd. versūfen; dagegen ahd. firsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.); dann ‘mit Trinken durchbringen’ (15. Jh.), dazu versoffen Part.adj. ‘durch Saufen heruntergekommen, dem Alkohol ergeben’ (16. Jh.). ersaufen Vb. ‘in der Flut umkommen, ertrinken’ (16. Jh.); vgl. mhd. ersoffen ‘betrunken’, ahd. irsūfan ‘(gierig) hinunterschlürfen’ (8. Jh.). Dazu im 16. Jh. das umgelautete Kausativum ersäufen Vb. ‘versenken, ertränken’, mhd. ersoufen; dafür ahd. bisoufen (um 800). Suff m. (mit der Nebenform Soff, s. Gesöff) ‘Trunksucht, Alkoholrausch, Betrunkenheit’ (17. Jh.). süffig Adj. ‘angenehm, leicht zu trinken, wohlschmeckend’ (19. Jh.), älter ‘trunkliebend, dem Trinken ergeben’ (16. Jh.). süffeln Vb. ‘mit Genuß trinken’ (19. Jh.).
1962 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    besoffen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    be-soffen part. s. besûfen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    besoffen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    besoffen , bene potus, ebrius, part. praet. von besaufen, unedler als berauscht oder betrunken: er ist ganz besoffen; be…

  3. modern
    Dialekt
    besoffen

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    b e soffe n [psòfə Gebw. Co. ] Adj. präd. 1. betrunken. ‘Um e Besoffene soll e Hauwaue uswiche’ Dehli. JB. XI 54. 2. auf…

  4. Sprichwörter
    Besoffen

    Wander (Sprichwörter)

    Besoffen 1. Besoffen wie eine (Wachholder-) Drossel (Krammetsvogel). Diese Redensart hat ihre Heimat an der provenzalisc…

  5. Spezial
    besoffen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    be|sof|fen adj. 1 cioch (cioc, cioca), storno (-ni, -na) 2 ‹pop› trat (trac, -a), tule (tuli, tula).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit besoffen

4 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von besoffen 2 Komponenten

bes+offen

besoffen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

besoffen‑ als Erstglied (2 von 2)

Besoffener

Wander

Besoffener 1. Einem Besoffenen und einem Narren muss man mit einem Fuder Heu aus dem Wege fahren. – Kirchhofer, 172. 2. Em Besuoppenen mott …

besoffen als Zweitglied (1 von 1)

stockbesoffen

RDWB1

stock·besoffen

stockbesoffen пьяный в стельку идиом. , разг. , пьяный в дугу идиом. , разг. , пьяный в дым идиом. , разг. , пьяный в дымину идиом. , сниж.-…

Ableitungen von besoffen (1 von 1)

unbesoffen

DWB

unbesoffen Weckherlin 1, 503, 38 . —