Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
beschleichen
beschleichen , obrepere alicui, gilt von allem was heimlich, plötzlich, unvermerkt naht, vgl. anschleichen . 1 1) der teufel, der tod beschleichen: so bistu doch teglich unter des teufels reich, der weder tag noch nacht ruget dich zu beschleichen. Luther 4, 394 b ; indem des todes gefühl ihm jede nerve beschleicht. Klopstock Mess. 6, 2 . 2 2) alter, krankheit, gefahr, angst, schlaf, vergessenheit, ahnung beschleichen den menschen: nachdem ihn beschlichen das alter. Voss Od. 24, 390 ; es lacht die ganze smaragdene flur, in deren arme so oft, bei frischer bäche geschwätze, der schlaf mein willig…