Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
belauern
belauern
lauern Vb. ‘auf jmdn. in feindlicher Absicht warten’, spätmhd. mnd. lūren ‘im Hinterhalt liegen, aus der Deckung heraus beobachten’ (14. Jh.), nl. loeren ‘lauern’, auch ‘schielen, finster blicken’, engl. to lour ‘düster, mürrisch blicken’. Die Herkunft ist unbekannt. Zieht man unter Annahme affektisch bedingter Lautvarianten vergleichend semantisch nahestehendes anord. lymskr ‘schlau, niederträchtig’, schwed. lömsk ‘(heim)tückisch, hinterhältig’, nl. loens ‘schielend, scheel’, luipen ‘schief ansehen, finster blicken’, nd. lūnen ‘sauer, mürrisch aussehen’ heran, so läßt sich eine Ausgangsbedeutung ‘mit halbgeschlossenen Augen blicken’ erschließen. – 1Lauer f. ‘Hinterhalt’, mhd. lūre, lūr (14. Jh.); geläufig in Verbindungen wie auf der Lauer liegen. auflauern Vb. (16. Jh.). belauern Vb. (18. Jh.).