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bekömmlich

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

bekömmlich

bekömmlich

bekommen Vb. ‘erhalten, in den Besitz einer Sache gelangen’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. zuträglich sein’, ahd. biqueman ‘(heran)kommen, begegnen, passen, nützen’ (8. Jh.), mhd. bekomen ‘kommen, begegnen, wachsen, erhalten’. Die zum Verb kommen (s. d.) gehörende, in den meisten germ. Sprachen vorhandene Präfixbildung (vgl. auch als außergerm. Parallele lat. convenīre ‘zusammenkommen, eintreffen, übereinstimmen, passen’) bedeutet ursprünglich ‘hinzu-, herbeikommen’, unterliegt aber in den einzelnen germ. Sprachen einer starken Bedeutungsdifferenzierung, z. B. got. biqiman ‘überfallen’, asächs. bikuman ‘kommen’, aengl. becuman ‘sich ereignen, eintreffen, gelangen’, engl. to become ‘werden, sich ziemen’, nl. bekomen ‘erhalten, zuträglich sein’. Im Dt. wird räumliche Annäherung (frühnhd. vor allem ‘begegnen, treffen’) noch bis ins 17. Jh. ausgedrückt, daneben entwickeln sich seit dem Ahd. die Bedeutungen ‘erhalten’ (zunächst intransitiv mit Genitiv, so ahd. bei Otfrid und häufig im Mhd.) und ‘hervorkommen, wachsen, gedeihen’ (bis Anfang des 19. Jhs.) sowie, an die letztere anschließend, der unpersönliche Gebrauch ‘gedeihlich, zuträglich sein’ (‘etw. einbringen, zu etw. gereichen’ bereits im Freisinger Paternoster, 9. Jh.). Zu bekommen mit dem Sinn ‘erhalten, kriegen’ entstehen in jüngerer Zeit Zusammensetzungen wie abbekommen (Anfang 19. Jh.), freibekommen (Ende 19. Jh.), herausbekommen (18. Jh.). – bekömmlich Adj. ‘zuträglich’, zu bekommen ‘zuträglich sein’ gehörend, wird in der 2. Hälfte des 19. Jhs. üblich; dagegen ist spätmhd. bekemelich, frühnhd. bekommlich, bekömmlich (vereinzelt bis ins 17. Jh.) bedeutungsgleich mit ahd. biquāmi, mhd. bequæme ‘angemessen, passend, tauglich’ (s. bequem). Bekömmlichkeit f. ‘Zuträglichkeit’, junge Ableitung von bekömmlich ‘zuträglich’ (Anfang 20. Jh.), die nicht frühnhd. Bekommlichkeit, Bekömmlichkeit ‘Angemessenheit, Tauglichkeit’ (15./16. Jh.; s. Bequemlichkeit) fortsetzt.
1946 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bekömmlich

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer) · +1 Parallelbeleg

    bekommen Vb. ‘erhalten, in den Besitz einer Sache gelangen’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. zuträglich sein’, ahd. biq…

  2. modern
    Dialekt
    bekömmlichAdj.

    Pfälzisches Wb.

    be-kömmlich Adj. : wie schd., bekemmlich [städt.].

  3. Spezial
    bekömmlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|kömm|lich adj. 1 (gesund, wohltuend) sann (sagns, sana), che fej bun 2 (leicht, verdaulich) lisier (-s, -a), saurí da…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bekoemmlich

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von bekoemmlich 3 Analysen

be- + koemmlich

bekoemmlich leitet sich vom Lemma koemmlich ab mit Präfix be-.

Alternativen: bekoemmern+-lich be-+kommern+-lich

bekoemmlich‑ als Erstglied (1 von 1)

bekömmlichkeit

DWB

bekoemmlich·keit

bekömmlichkeit , f. aptitudo, commoditas: seins rauchloches, lichtes und luftes bekömlichkeit. Garg. 64 a ; vom willigmutigen stifthaus, sei…

Ableitungen von bekoemmlich (1 von 1)

unbekömmlich

DWB

unbekömmlich , adj. adv. der neuesten sprache, gegentheil des ebenso neuen bekömmlich, in der bedeudeutung, die th. 1, 1425, 2 entwickelt un…