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Beitel

mnd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Beitel m.

Bd. 1, Sp. 577
Beitel m. ⟨Der phonetische Wert der im gesamten Gebiet vorkommenden laienschriftl. Belege mit „ei“, „ai“ ist nicht immer klar; in einigen Maa. ist der Diphthong wohl als hd. anzusehen, in anderen entspricht er ma. ›ei‹. Diese Belege sind daher nur selten angeführt. — Vielleicht mit ›ē²‹ „-ē-“ [die laienschriftl. Angaben für Kr. LingenLin können im Rückmonophthongierungsgebiet manchmal wohl auch ›ei‹ wiedergeben] (Kr. LingenLin Kr. Lingen@AhldeAl Kr. Lingen@AndervenneAv) Kr. Lingen@BeestenBe (Kr. Lingen@BramscheBs El Kr. Lingen@FrerenFr Kr. Lingen@HolthausenHh Kr. Lingen@LaxtenLx Kr. Lingen@MessingenMe Kr. Lingen@MundersumMu Kr. Lingen@SchapenSc Kr. Lingen@SetlageSl Kr. Lingen@SteideSt Kr. Lingen@SuttrupSu Kr. Lingen@SchwartenpohlSw Kr. Lingen@ThuineTh, Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BevergernBe, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@NienborgNb); mit ›ē²ª‹ -ē- Kr. Nienburg (Weser)Nie Kr. Nienburg (Weser)@DiepenauDi, (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa Kr. Minden@MaaslingenMa), (viell. hd) -ai- Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@RöckinghausenRö, Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@KollerbeckKb, (dazu laienschr. Angaben mit „-ei-“, „-ai-“ im Gebiet mit ē²ª> ai); wohl mit ›ē²ᵇ‹ (laienschriftl. meist „-äi-“, „-ëi-“, „-ēi-“ o. ä.) (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@BreddenbergBb Kr. Aschendorf-Hümmling@BörgerBö Kr. Aschendorf-Hümmling@BörgerwaldBw (ē) Es Ha) La (Le Ln Ni Rd Sö Vr Wa We Wl Ws), Kr. CloppenburgKlo Bk (Kr. Cloppenburg@ThüleTü, Kr. MeppenMep Kr. Meppen@DankernDk Kr. Meppen@EmmelnEm Kr. Meppen@Groß FullenGf Kr. Meppen@Groß HesepeGh Kr. Meppen@HarenHa (ē) Hl Ho Lä Sd Sf Te, Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@AdorfAd (kath.), Kr. LingenLin Kr. Lingen@BieneBi Kr. Lingen@BawinkelBw Kr. Lingen@DropeDp Kr. Lingen@GerstenGe Kr. Lingen@LangenLa), Kr. BersenbrückBbr Kr. Bersenbrück@GrotheGr (Kr. Bersenbrück@NortrupNo Kr. Bersenbrück@VoltlageVo) Kr. Bersenbrück@WulftenWu, (Kr. VechtaVch Kr. Vechta@BakumBa Kr. Vechta@RechterfeldRf Kr. Vechta@VisbekVb), ferner Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@RhodenRo; im Spaltungsgebiet von ē² gewöhnlich mit ›ei‹ = ›ē²ᵇ‹ (laienschriftl. meist „ëi“) (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@HambürenHb Kr. Tecklenburg@LengerichLe) Kr. Tecklenburg@MettingenMe (Kr. Tecklenburg@ReckeRe (ē), Kr. OsnabrückOsn (häufig ē), Kr. MelleMel Kr. Melle@GesmoldGe (ē) Wh Ns, Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi (oü) Bk (oë) Dr (uei) He (ǫi)) Hi (Go (oei) Ob (eu) St (oä) Wa (åi), Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh (oe), Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@BrackwedeBw (äi), Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@AsendorfAd (eu) Ld (öi, eu) Lü (öi) Ör (eu)), Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü (Kr. Wiedenbrück@WiedenbrückWb (äi), Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@BrokhausenBh (u) Hd (eu) Hk (öi)) Hn (Ho (ö) Is (eu, oi) Lt (eu) Va (öi), Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@OstenlandOl (ei), (hierher wohl nichtphonetische Belege (mit „ei“ oder auch „ai“). Mit ›ē²ª‹, ›ei‹ und häufig (wohl hd.) ai Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa. Unklar: „Bādel“ (Kr. MelleMel Kr. Melle@GerdenGd), „Bädel“ (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@AhleAl). Im übrigen Ma.-Gebiet — soweit erkennbar — wohl allgemein mit den ma. Entsprechungen von ›ei‹. — Besonders nordostwestf. häufig auch -d-; sonst Einzelbelege: (Kr. Aschendorf-HümmlingAsd Kr. Aschendorf-Hümmling@HerbrumHb Kr. Aschendorf-Hümmling@LeheLe Kr. Aschendorf-Hümmling@NiederlangenNi Kr. Aschendorf-Hümmling@RastdorfRd Kr. Aschendorf-Hümmling@RhedeRh Kr. Aschendorf-Hümmling@SteinbildSt Kr. Aschendorf-Hümmling@WahnWa), Kr. CloppenburgKlo Bk, (Kr. MeppenMep Kr. Meppen@BokelohBo Kr. Meppen@DankernDk Kr. Meppen@EmmelnEm Kr. Meppen@Groß HesepeGh Kr. Meppen@HarenHa Kr. Meppen@LahreLa Kr. Meppen@SchöningsdorfSd, Kr. VechtaVch Kr. Vechta@BakumBa Kr. Vechta@VisbekVb, Kr. Grafschaft BentheimBen Kr. Grafschaft Bentheim@DrievordenDr Kr. Grafschaft Bentheim@EngdenEn Kr. Grafschaft Bentheim@Holt und HaarHh Kr. Grafschaft Bentheim@SchüttorfSc Kr. Grafschaft Bentheim@WietmarschenWt, Kr. LingenLin (häufig)), Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa, (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt, Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@BevergernBe Kr. Tecklenburg@HambürenHb) Kr. Tecklenburg@MettingenMe (Kr. Tecklenburg@ReckeRe, Kr. OsnabrückOsn häufig, Kr. MelleMel Kr. Melle@GerdenGd Kr. Melle@GesmoldGe Kr. Melle@St. AnnenSa, Kr. HerfordHfd verbr., Kr. LemgoLem Kr. Lemgo@LüdenhausenLd Kr. Lemgo@OerlinghausenÖr, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@NienborgNb) Kr. Ahaus@VredenVr, (Kr. MünsterMün Kr. Münster@HiltrupHi, Kr. HalleHal Bb Kr. Halle@BrockhagenBh Kr. Halle@SteinhagenSt, Kr. BielefeldBie Kr. Bielefeld@BrackwedeBw Kr. Bielefeld@GellershagenGh Kr. Bielefeld@DeppendorfNd, Kr. MünsterMün Kr. Münster@HiltrupHi, Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeiligenkirchenHk Kr. Detmold@PottenhausenPo) Kr. Detmold@HeidenHn, (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@EnnigerEn WWB-Source:212:NordhNordh) Vh, (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@OstenlandOl, Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@ResseBu, die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@GelsenkirchenGk, Kr. SoestSos Kr. Soest@NatelnNa Kr. Soest@SchonebergSb); Ausfall des Dentals Baiel (Kr. SoestSos Kr. Soest@HöingenHö, Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AlmeckeAm Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@PlettenbergPl), „Ba/il“ (Kr. SoestSos Kr. Soest@ScheidingenSc), „Bul’l“ (Kr. DetmoldDet Bh)⟩ Meißel (allg.). 1. Werkzeug. Gewöhnlich handelt es sich um das zimmermannssprachlich häufig als „Stemmeisen“ bezeichnete Werkzeug. Zahlreiche laienschriftliche Belege sind daher auch Antworten auf die Frage nach dem „Meißel“ als Handwerkszeug zur Holzbearbeitung, „unten mit stählerner Schneide; auf das obere Ende schlägt man mit dem Hammer, um etwa Löcher aus dem Holz auszustemmen“ (Frgb.). — Weitere Angaben: Meißel mit und ohne Holzgriff (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@WiemeringhausenWh), mit Holzschaft zum Aushöhlen von Ständerlöchern (Kr. OsnabrückOsn WWB-Source:145:KlönKlön Kl), 2 cm breites Stemmeisen (Bētel) (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa), Stemmeisen, Eisenkeil, Meißel (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:153:KöppenKöppen), Art kurzstieliger Hammer mit Schneide (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — Werkzeug des Holzschuhmachers: Aushöhlbeitel (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). — Werkzeug des Schmiedes (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenbergeAb Kr. Steinfurt@NordwaldeNw, Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe, Kr. OsnabrückOsn Kr. Osnabrück@WellingenWe, Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@HiddingselHi, Kr. BürenBür Kr. Büren@AttelnAt), Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RhonardRo; „Werkzeug für Eisen“ (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Na). — 2. Knüppel. „Häi schleoch ’n mit ’n Baidel (Bādel) aowern Kopp“ (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — 3. Im Kinderspiel: früher (um 1840) „spielten die Kinder, wenn sie sich auf dem Rasen tummelten, die bezeichnenden Donnerspiele Bockriet und Hamer de Beitel de Bock“ (Heckscher I 273). → Brē²dbeitel, Dop~, Fǖr~, Gütse~, Hē²t~, Hol~, Holt~, Kant~, Kåld~, Kisten~, Krǖts~, Lok~, Masken~, Plat~, Schråd~, Schrit~, Spits~, Steªke~, Stemme~, Stē²n~, Warm~; vgl. auch Gütse, Meißel, Kimīsern, Steªkeīsern, Stemmeīsern. ¶ mnd. mnl. beitel und bêtel (zu as. bîtan ’beißen’). Das Wort ist zu trennen von → Bo²tel (vgl. germ. baut ’stoßen, schlagen’) (anders WWB-Source:148:KlugeKluge ²¹1975, 72); doch haben sich beide Wörter z. T. wohl gemischt; vgl. dazu Saß § 60. Daher wohl die oben angeführte Bed. ’Knüppel’ (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). (Vom Lautlichen her könnten in bestimmten Maa. einige der vorliegenden Belege ebensogut zu Bo²tel gestellt werden).
3932 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    beitelM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    beitel , M. Vw.: s. bētel (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Beitel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Beitel , S. 4 Beutel.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beitel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Beitel , dem Stemmeisen ähnliche, einseitig zugeschliffene Meißel zur Bearbeitung des Holzes (Stech-, Loch-, Kantbeitel)…

  4. modern
    Dialekt
    Beitelm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Beitel m. Meißel, Stemmeisen der Tischler, Maurer und Schmiede: Kolz 110; Ro Mür ; im Amtssiegel der Tischler Gem. Aufs.…

Verweisungsnetz

33 Knoten, 23 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beitel

9 Bildungen · 7 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von beitel

be- + itel

beitel leitet sich vom Lemma itel ab mit Präfix be-.

Zerlegung von beitel 2 Komponenten

bei+tel

beitel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

beitel‑ als Erstglied (7 von 7)

bê(i)telê(i)m

MNWB

beite·leim

° bê(i)telê(i)m = bê(i)tekalk ? (Ub. Hildesh . 6, 645). lê(i)mberê(i)der, ~dobbe, ~vār, ~vö̂rere, ~grôve, ~hûs, ~-kāre, ~kāte, ~klûte, ~kûle…

beitelen

WWB

beit·elen

beitelen ⟨ bäiteln ( Ben Hi ), bai- ( Rek Bo Ha ), „ beideln “ (WMünsterl BüldB), bEdln Lin Pl = Berger 25; mit › ei ‹ = › e²ᵇ ‹ „ boädeln “…

Beitel-Faki

Herder

Beit-el-Faki , Stadt in Südarabien, in der Landschaft Yemen, mit 5000 E. und starkem Kaffeehandel.

Beit el Fakih

Meyers

Beit el Fakih (»Haus der Gelehrten«), Stadt in Jemen, 50 km südöstlich von Hodeida, einer der heißesten Orte Arabiens, mit einer Zitadelle u…

bê(i)telkalk

MNWB

beitel·kalk

bêⁱtekalk , bê(i)telkalk , m. , Ätzkalk, gebrannter , ungelöschter Steinkalk (1. auf dem Bauhof, 2. zum Abbeizen der Haare, Gerber); s. bê(i…

beitel als Zweitglied (2 von 2)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „beitel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/beitel/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „beitel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/beitel/wwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „beitel". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/beitel/wwb.
BibTeX
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