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befremdlich

nhd. bis GWB · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

befremdlich

befremdlich

fremd Adj. ‘von auswärts stammend, nicht heimisch, nicht zugehörig, unbekannt’. Das gemeingerm. Adjektiv ahd. fremidi (8. Jh.), mhd. vremede, vremde, vröm(e)de, asächs. fremiði, mnd. vrȫmede, mnl. vreemde, vremde, vreemt, nl. vreemd, aengl. frem(e)de, got. framaþeis ist mit dem (Bindevokal aufweisenden) Suffix germ. -iþja- / -iðja- (ie. -ti̯o-) gebildet zu (im Nhd. untergegangenem) germ. *fram, belegt in ahd. fram Adv. (8. Jh.), mhd. fram Adv. ‘vorwärts, fort, weiter, sogleich’, Präp. ‘fort von, von … her’, asächs. fram Adv. ‘hervor, weg, heraus’, aengl. fram, from Adv. ‘fort, vorwärts, weg’, Präp. ‘weg von, von … her’, anord. fram Adv. ‘vorwärts’, got. fram Adv. ‘weiter’, Präp. ‘von … her’, so daß eine Grundbedeutung ‘entfernt, fern’ angenommen werden kann. Germ. *fram ist wie anord. framr ‘tapfer, vorzüglich’, aengl. fram ‘stark, tüchtig, tapfer’ mit griech. prómos (πρόμος) ‘Vorderster, Vorkämpfer, Führer, Fürst’, umbr. promom ‘zuerst, anfangs’ eine m-Ableitung (s. auch verwandtes fromm) von ie. *prō̌, einer der Varianten von ie. *per ‘das Hinausführen über’, womit vornehmlich Adverbien und Präpositionen gebildet werden (s. z. B. für, vor, ver-). Aus dem Adjektiv substantiviert Fremder m. ‘Auswärtiger, Gast’, mhd. vremder. Dafür auch Fremdling m., mhd. vremdelinc. Fremde f. ‘Ort, wo man nicht heimisch ist’, mhd. vrem(e)de ‘Entfernung’. befremden Vb. ‘unangenehm berühren, fremdartig anmuten’ (15. Jh.); vgl. ahd. irfremiden ‘ausschließen, verstoßen’ (?; 8. Jh.), gifremiden ‘jmdm. etw. entziehen, sich von jmdm. abwenden’ (9. Jh.), mhd. vremeden ‘abfallen, meiden’; befremdlich Adj. ‘verwunderlich, unerfreulich’ (16. Jh.). entfremden Vb. ‘fremd machen, entziehen’, mhd. enphremden, entvremden; Entfremdung f. ‘Abkühlung, Lösung (einer Beziehung), Entfernung’ (15. Jh.). Fremdsprache f. (19. Jh.). Fremdwort n. (19. Jh.), älter dafür fremdes Wort (16. Jh.). Verfremdung f. Stilmittel des epischen Theaters (20. Jh., Brecht); dazu in entsprechendem Sinne verfremden Vb., zuvor ‘fremd machen, entfremden, enteignen’ (15. Jh.).
2048 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Befrêmdlich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Befrêmdlich , -er, -ste, adj. et adv. was da befremdet, fremd scheinet. Das kommt mir sehr befremdlich vor. Das Befremdl…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    befremdlich

    Goethe-Wörterbuch

    befremdlich a zu befremden a b. mußte es mir daher seyn .. in meinem Hauße von Geschwornen Handwercks Leuten behelligt z…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit befremdlich

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Ableitung von befremdlich 3 Analysen

be- + fremdlich

befremdlich leitet sich vom Lemma fremdlich ab mit Präfix be-.

Alternativen: befremden+-lich be-+fremd+-lich

befremdlich‑ als Erstglied (1 von 1)

befremdlichkeit

DWB

befremdlich·keit

befremdlichkeit , f. wir ( Deutschen ) am wenigsten treten zurück vor den befremdlichkeiten, womit jene heroen andern den zutritt erschweren…