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Beck

ahd. bis sprichw. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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27 in 21 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Beck

Bd. 2, Sp. 533
Beck, 1) Christian Daniel, Philolog, geb. 22. Jan. 1757 in Leipzig, gest. daselbst 13. Dez. 1832, studierte in Leipzig und wurde 1779 daselbst Privatdozent, 1782 außerordentlicher, 1785 ordentlicher Professor der griechischen und lateinischen Literatur. 1784 begründete er die societas philologica, die 1809 in ein philologisches Seminar überging. Kritik und Grammatik traten bei ihm, im Gegensatze zu G. Hermann, hinter historischem Wissen zurück; Philologie ist bei ihm noch Polyhistorie. Von seinen mehr als 200 Schriften nennen wir die Ausgaben des Aristophanes, Pindar, Euripides, Apollonius Rhodius, Platon und Cicero; ferner »Anleitung zur Kenntnis der allgemeinen Welt- und Völkergeschichte« (Leipz. 1787–1807, 4 Bde.; Bd. 1, 2. Aufl. 1813); »Commentarii historici decretorum religionis christianae et formulae Lutheranae« (das. 1801). Von Adelung übernahm er 1781 das »Verzeichnis neuer Bücher« und redigierte seit 1789 die »Neuen gelehrten Leipziger Anzeigen«, die später zur »Leipziger Literaturzeitung« und 1819 zum »Allgemeinen Repertorium der neuesten in- und ausländischen Literatur« umgestaltet wurden. Vgl. Nobbe, Vita Chr. D. Beckii (Leipz. 1837). 2) Heinrich, Schauspieler und Dramatiker, geb. 1760 in Gotha, gest. 6. Mai 1803 in Mannheim, begann seine theatralische Laufbahn an der Hofbühne in Gotha und ging nach deren Auflösung (1779) mit dem besten Teil des Theaterpersonals nach Mannheim, wo B. bei den ersten Aufführungen der »Räuber« (Kosinsky) und des »Fiesco« (Bourgognino) mitwirkte. 1799 berief ihn der Kurfürst von Bayern als Regisseur nach München, von wo er 1801 als Theaterdirektor nach Mannheim zurückkehrte. B. vereinigte mit musterhaftem Spiel eine gute Stimme und bewegte sich mit gleicher Gewandtheit im Luft- und Trauerspiel wie im Singspiel. Unter seinen Stücken hatten die Lustspiele: »Die Schachmaschine« (Berl. 1798), »Die Quälgeister« (Frankf. 1802) und »Das Kamäleon« (das. 1803) den meisten Beifall. Sein »Theater« erschien Frankfurt 1802 f., 3 Bde. – Becks erste Gattin, Karoline, geborne Ziegler, geb. 3. Jan. 1766 in Mannheim, betrat 1781 daselbst die Bühne, starb aber schon 24. Juli 1784. Schiller, dem sie als Darstellerin seiner Luise vorgeschwebt hatte, bewies ihr besondere Zuneigung. 3) Joh. Tobias, prot. Theolog, geb. 22. Febr. 1804 zu Balingen in Württemberg, gest. 28. Dez. 1878 in Tübingen, ward 1827 Pfarrer in Waldthann, 1829 Stadtpfarrer in Mergentheim, 1836 außerordentlicher Professor zu Basel, 1843 ordentlicher Professor in Tübingen, wo er im Gegensatze zur kritisch-spekulativen Schule Baurs eine biblisch-theosophische Richtung begründete. Von seinen Schriften sind zu nennen: »Einleitung in das System der christlichen Lehre« (2. Aufl., Stuttg. 1870); »Die christliche Lehrwissenschaft nach den biblischen Urkunden« (2. Aufl. 1874); »Umriß der biblischen Seelenlehre« (3. Aufl. 1873); »Christliche Reden« (1834–70,6 Sammlungen); »Leitfaden der christlichen Glaubenslehre« (2. Aufl. 1869), mit der Fortsetzung »Christliche Liebeslehre« (1872–74). Aus seinem Nachlaß erschienen mehrere exegetische Schriften, außerdem »Vorlesungen über christliche Ethik« (Gütersl. 1882–83, 3 Bde.) u. »über christliche Glaubenslehre« (das. 1886–87, 2 Bde.). Sein Leben schrieb Riggenbach (Basel 1888). 4) Karl, Dichter, geb. 1. Mai 1817 in dem ungar. Marktflecken Baja, gest. 10. April 1879 in Wien, stammte von jüdischen Eltern und trat später zur evangelischen Kirche über. Er lebte in Berlin, Pest und am längsten in Wien. Durch G. Kühne, damaligen Redakteur der »Zeitung für die elegante Welt«, zuerst in die literarische Welt eingeführt, veröffentlichte B. die Sammlung »Nächte, gepanzerte Lieder« (Leipz. 1838), die großen Beifall fand. »Der fahrende Poet« (Leipz. 1838), in vier Gesängen (Ungarn, Wien, Weimar, die Wartburg), enthält die schönsten Partien im ersten Gesang, wie denn überhaupt Becks Schilderungen der ungarischen Natur und Sitten allein von dauerndem Wert sind. Das zeigt insbes. sein bestes Werk, der Roman in Versen: »Janko, der ungarische Roßhirt« (Leipz. 1842, 3. Aufl. 1870). Ferner erschienen von ihm: »Stille Lieder« (Leipz. 1839); »Gesammelte Gedichte« (Berl. 1844, 3. Aufl. 1870); »Lieder vom armen Mann« (das. 1847); »Monatsrosen« (das. 1848); »Gepanzerte Lieder« (das. 1848); »An Franz Joseph« (Wien 1849); »Aus der Heimat« (2. Aufl., Dresd. 1852); »Mater dolorosa«, ein Roman (Berl. 1854); »Jadwiga«, eine Erzählung in Versen (Leipz. 1863), und »Still und bewegt«, eine zweite Sammlung von Gedichten (Berl. 1870). Becks Dichtungen spiegeln die Natur des ungarischen Volkes und Landes ab. Von Mitleid für die Armen und Unterdrückten erfüllt, ist er ein Sänger des Proletariats sowie des Judentums; doch gelingt es ihm nicht immer, die Tendenz poetisch zu verklären. 5) Bernhard Oktav von, Chirurg, geb. 27. Okt. 1821 zu Freiburg i. Br., gest. daselbst 10. Sept. 1894, studierte in Freiburg und in Heidelberg, habilitierte sich 1845 in Freiburg, machte die Feldzüge in Baden, Holstein und Italien mit und erwarb sich auch als Hospital- und Truppenarzt in Rastatt und Freiburg große Verdienste um das Militärsanitätswesen. Im Kriege von 1866 war er Leiter des chirurgischen Sanitätsdienstes und 1870/71 Feldlazarettdirektor und konsultierender Chirurg bei der badischen Division. Später wurde er Generalarzt des 14. Armeekorps und 1884 geadelt. 1888 siedelte er nach Freiburg über. Er schrieb: »Kriegschirurgische Erfahrungen während des Feldzuges 1866« (Freiburg 1867); »Chirurgie der Schußverletzungen« (das. 1872); »Über die Wirkung moderner Gewehrprojektile« (Leipz. 1885). 6) Johann Nepomuk, Opernsänger (Bariton), geb. 5. Mai 1828 in Pest, gest. im September 1893 in chllen, debütierte 1816 in Wien, hatte dann zunächst kürzere Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen (Hamburg, Bremen, Köln u. a., 1851 in Frankfurt a. M.) und gehörte dann von 1853 bis zu seiner Pensionierung der Wiener Hofoper als eine ihrer Hauptzierden an. – S (in Sohn Joseph, ebenfalls Baritonist, geb. 11. Juli 1850 in Mainz, begann seine Künstlerlaufbahn in Olmütz, kam von da nach Preßburg, Salzburg, Graz, Prag, 1876 an das Berliner Hoftheater und gehört seit 1880 dem Stadttheater in Frankfurt a. M. an. 7) Friedrich, Freiherr von, Chef des Generalstabs der österreichisch-ungar. Armee, geb. 21. März 1830 zu Freiburg i. Br., trat 1846 als Kadett in die österreichische Armee, machte die Feldzüge von 1848, 1849 und 1859 mit. Von 1859–61 führte B. das Protokoll bei der Bundesmilitärkommission in Frankfurt a. M., 1861 wurde er Major und Flügeladjutant des Feldmarschalls Heß. 1867 wurde er Vorstand der Militärkanzlei des Kaisers, 1873 Generalmajor, 1874 Generaladjutant des Kaisers, 1878 Feldmarschallleutnant und hierauf in den Freiherrenstand erhoben. 1881 erfolgte seine Ernennung zum Chef des Generalstabs, 1889 zum Feldzeugmeister. B. ist seit 1883 Inhaber des 47. Infanterieregiments und seit 1888 lebenslängliches Herrenhausmitglied.
6932 Zeichen · 147 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    beck

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    beck- = bekk-.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    beckM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    beck , M. Vw.: s. bek

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BeckDer

    Campe (1807–1813) · +5 Parallelbelege

    † Der Beck oder

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beck

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +4 Parallelbelege

    Beck , Gewicht, s. Herder Peck .

  5. modern
    Dialekt
    Beck

    Bayerisches Wörterbuch · +9 Parallelbelege

    Beck Band 2, Spalte 2,21f.

  6. Sprichwörter
    Beck

    Wander (Sprichwörter)

    Beck De Beck 1 steit er recht na't Flimstriken 2 un Munjeproten 3 . – Frommann, III, 432, 272. 1 ) Schnabel, Mund. 2 ) F…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beck

487 Bildungen · 303 Erstglied · 180 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von beck

be- + ck

beck leitet sich vom Lemma ck ab mit Präfix be-.

beck‑ als Erstglied (30 von 303)

beckbēre

KöblerMnd

beckbēre , F. nhd. Bickbeere, Heidelbeere Hw.: s. bikbēre E.: s. beck, bēre (4) L.: Lü 28b (beckbere)

Becke(n)brief

Idiotikon

Becke(n)brief Band 5, Spalte 470 Becke(n)brief 5,470

Becke(n)brōt

Idiotikon

Becke(n)brōt Band 5, Spalte 974 Becke(n)brōt 5,974

Becke(n)bueb

Idiotikon

Becke(n)bueb Band 4, Spalte 937 Becke(n)bueb 4,937

Becke(n)chnëcht

Idiotikon

Becke(n)chnëcht Band 3, Spalte 727 Becke(n)chnëcht 3,727

Becke(n)hūben

Idiotikon

Becke(n)hūben Band 2, Spalte 953 Becke(n)hūben 2,953

Becke(n)muelt(eⁿ)

Idiotikon

Becke(n)muelt(eⁿ) Band 4, Spalte 216 Becke(n)muelt(eⁿ) 4,216 o.

Becke(n)männli

Idiotikon

Becke(n)männli Band 4, Spalte 271 Becke(n)männli 4,271

Becke(n)mël(w)

Idiotikon

Becke(n)mël(w) Band 4, Spalte 220 Becke(n)mël(w) 4,220 o.

Becke(n)stübli

Idiotikon

Becke(n)stübli Band 10, Spalte 1148 Becke(n)stübli 10,1148

Becke(n)teig

Idiotikon

Becke(n)teig Band 12, Spalte 1113 Becke(n)teig 12,1113

Becke(n)trog

Idiotikon

Becke(n)trog Band 14, Spalte 645 Becke(n)trog 14,645

becke(n)warm

Idiotikon

becke(n)warm Band 16, Spalte 1496 becke(n)warm 16,1496

becke, becken

MWB

becke, becken stN. auch beck. 1 ‘Becken, Schale’ 2 ‘Musikinstrument’ (vgl. Eitschberger, Musikinstr., S. 174ff.)    1 ‘Becken, Schale’ der k…

Beckebert

RhWB

beck·ebert

Beck-ebert bękEəwərt Kemp-SHubert m.: Spottn. für einen, der viel schwätzt.

beckede

KöblerMnd

beckede , N. Vw.: s. backede*

Beckedorff

Meyers

Beckedorff , Georg Philipp Ludwig von, Schriftsteller, geb. 1777 in Hannover, gest. 27. Febr. 1858 zu Grünhof in Pommern, wurde 1821 Ministe…

beckeleⁿ

Idiotikon

beckeleⁿ Band 4, Spalte 1113 beckeleⁿ 4,1113

beckelhaube

DWB

beckelhaube , f. galea militum, bei Stieler 206. 792 böckelhaube, pickelhaube: es wird das leben kosten denselbigen die da sterben und alsda…

beckelhûbe

Lexer

beckel-hûbe , becken-hûbe swf. s. bickelhûbe.

beckelhuot

KöblerMhd

beckelhuot , st. M. nhd. Beckenhelm, Eisenhaube ÜG.: lat. bickelhuot Q.: HTrist (1285-1290) E.: s. becke (1), huot W.: s. nhd. (ält.) Pickel…

beckelhūbe

KöblerMhd

beckelhūbe , sw. F. nhd. Beckenhelm, Pickelhaube, Eisenhaube Hw.: s. pechelhūbe Q.: Ot (FB beckelhûbe), GTroj (FB beggelhûbe), JTit, KgvOden…

Beckelhūben

Idiotikon

Beckelhūben Band 2, Spalte 953 Beckelhūben 2,953

Beckelibüezer

Idiotikon

Beckelibüezer Band 4, Spalte 2034 Beckelibüezer 4,2034

beck als Zweitglied (30 von 180)

Aplerbeck

Meyers

Aplerbeck , Dorf im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Hörde, an der Staatsbahnlinie Ruhrort-Holzwickede, hat eine evangelische und eine kath. K…

Asbeck

RhWB

Asbeck asbęk, Pl. -kə, –kskəs MGladb m.: Kornschnaps; nach dem Namen des Herstellers Asbeck in Rheydt vor 25 Jahren.

Beberbeck

Herder

beber·beck

Beberbeck , kurf. hess. Hauptgestüt im Amte Sababurg, seit 1846 zugleich mit landwirthschaftlicher Lehranstalt.

Billerbeck

Meyers

biller·beck

Billerbeck , Stadt im preuß. Regbez. Münster, Kreis Koesfeld, an der Berkel, hat 2 kath. Kirchen, ein Benediktinerkloster, Weberei, Kalk- un…

Blasbeck

RhWB

blas·beck

Blas-beck Eup m.: 1. –balg. Et bettste done wie der aut Bl. was man kann. — 2. scherzh. Lunge.

Bombeck

WWB

bom·beck

Bombeck Bauerschaft bei Billerbeck, Krs. Münster. Im Ortsspott aus Kr. Coesfeld Kos Bb: „ Baombiecksken Bracken, hebbt en Pott up’n Nacken, …

Brochterbeck

WWB

Brochterbeck ON (= Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklenburg@Brochterbeck Bb ) ⟨ Brǫchterbiᵉke Kr. Tecklenburg Tek Kr. Tecklenburg@Ladbergen Lb ( …

Casbeck

Herder

Casbeck , Casbechi, Kasbecki, Kupfermünze in Persien = 2 1 / 2 Pf. = 1 kr. C.-M.

Dambeck

MeckWB

dam·beck

Wossidia Dambeck Name verschiedener Ortschaften; in einem Tanzreim: hest du Thrindurick ut Dambeck nich seihn?

Dickbeck

RhWB

dick·beck

Dick-beck RhWBN Mettm-Cronenbg m.: Taubenart mit dickem Schnabel.

Diepenbeck

Herder

diep·en·beck

Diepenbeck , Abraham van, niederländ. Maler, geb. 1607 zu Herzogenbusch, übte zuerst die Glasmalerei, worin er als der erste Künstler seiner…

Dimbeck

RhWBN

dim·beck

Dimbeck Ortsteil von MülhRuhr : in der RA.: Mit üm geiht et nor D. zum Friedhof, er ist dem Tode nahe.

Ableitungen von beck (4 von 4)

becke

DWB

becke , f. pistrix, ahd. pecchâ, könnte sich vorfinden, obschon kein beleg zur hand ist. s. DWB beckin .

gebëcke

BMZ

gebëcke swv. steche zu wiederholten malen. mit dem swerte gebecter unde gesluoc den vîent Trist. 9204.

gebecken

Lexer

ge-becken swv. BMZ wiederholt stechen Trist.