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basalt

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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Basalt

Bd. 2, Sp. 73
BasaltRund 200 Belege. G-s Interesse an der Gesteinsart steht fast immer iZshg mit den in der vulkanist-neptunist Auseinandersetzung aufgeworfenen Fragestellungen. Das Problem der Basaltgenese, der Ursprung des Basalts als Eruptiv- od Sedimentgestein, hatte sich in der zweiten Hälfte des 18. Jh zum zentralen Streitpunkt der beiden konkurrierenden Erdbildungstheorien entwickelt.1) G-s Aufmerksamkeit auf Lagerungsverhältnisse, Absonderungsformen, Strukturphänomene des Basalts ist deutl motiviert von den Argumentationszusammenhängen dieser Kontroverse. Früheste Erwähnungen des Gesteinsnamens um 1780 überwiegend iZshg mit Voigts geognost Geländeaufnahmen, beeinflußt von dessen vulkanist Basaltdeutung. Erste (unpublizierte) theoret Stellungnahme 1789, ‘Vergleichsvorschläge’, in denen die Basalte für Ausscheidungsprodukte eines vulkan Meeres erklärt werden ( GWBN9,304ff). Im gleichen Jahr Begegnung mit Werner, der seine neptunist Position erläutert. 1790 Besuch oberital u schles Basaltvorkommen, Deutung zT im Sinne der neuaufgenommenen Lehre. Intensivere Beschäftigung [] mit der Gesteinsart erst anläßl der böhm Reisen seit 1806: genaue Untersuchung u Beschreibung westböhm Basaltvorkommen, zB am Kammerberg bei Eger, in deren Einschätzung G mehrf schwankt (s basaltähnlich u Basaltfels), am Hornberg u Kobeshügel bei Karlsbad, rege Sammlungstätigkeit, gesteigertes Interesse an der theoret Auseinandersetzung. Weiterer Beschäftigungsschwerpunkt um 1820 anläßl der nach Werners Tod sich verschärfenden Theoriediskussion, Äußerungen bekenntnishaften od polem Charakters, indirekte Stellungnahmen, Rezensionen, kommentierte Teilabdrucke (zB aus Noses ‘Histor Symbola die Basalt-Genese betreffend’, durch die sich G in seiner neptunist Auffassung bestätigt fühlt). Durch die neueren Forschungen bes AHumboldts gewinnt die vulkanist Theorie für G erneut an Überzeugungskraft, ohne daß er sich von seiner neptunist Grundanschauung geol Phänomene hätte lösen können. Zeugnisse fortdauernden Interesses an dem Problemkreis u eine extensive poet Symbolinterpretation reichen bis ins hohe Alter  1 dunkles, feinkristallines, in charakterist Absonderungsformen auftretendes Gestein versch Zusammensetzung u Textur2), unterschiedl bewertet als Eruptiv- od Sedimentgestein; Pl (vereinzelt auch Sg) als Sammelbezeichnung versch Basaltarten od Erscheinungsformen des Basalts   a als konkr Gesteinsvorkommen (häufig dokumentiert in Sammlungsstücken)3), Gesteinsformation (auch in kartograph Darstellung)  [aus Kaltennordheim, vermutl mBez auf Basaltvorkommen der Rhön] Von Gesteinen ist sehr viel gesammelt worden und über den B. der hiesigen Gegend hat der Dekanus von hier einen kühnen Einfall gehabt GWBB4,293,13 ChStein 14.[9.80]  gehe nun heute .. wieder ab [von Dresden], um über die Stolpischen B-e [Basaltvorkommen bei Stolpen] nach Schlesien zu eilen GWBB9,218,4 Herder u Fr 30.7.90  ein sehr schlimmer Waldweg über den ablaufenden Rücken [des Podhora] .. doch wurden wir dadurch belohnt, daß wir unvermuthet B. fanden GWBTgb 21.8.21  [Vorschläge zur Farbgebung der geognost Deutschlandkarte] Das auffallende Schwarz des B-es läßt sich, in Betracht der Bedeutsamkeit dieser Formation, gar wohl vergeben GWBN9,219,4 Rez:Keferstein im Hinblick auf die Fundort- u Lagerungsverhältnisse (im Bereich nachweisbarer Krater, an, auf Granit, auf Sedimentgesteinen, als Bestandteil der Flözschichtfolge)4)  Wir haben ganz unstreitige Vulkans entdeckt, einen ungeheuern Krater, Asche, Schörlkrystallen drinne, Lavaglas, Lava, Tarassteine, und alle Sorten von B., nicht etwa zusammengesucht .. und erkümmerlicht, sondern Alles in einem Bezirke von wenigen Stunden und mit Händen greifbar GWBB4,312,8 Merck 11.10.80  An dem linken Ufer der Eger gegen Fischern findet sich der B. unmittelbar an dem Granit GWBN9,28,27 JMüllerSammlg [1807]  [Gesteinssuite des Leitmeritzer Kreises] Flötzgebirgsarten .. 9. Flötztrapp .. b) B. auf Sandstein oder Flötzkalkstein gelagert .. c) Basaltischer .. Mandelstein, unter, auf und neben B. gelagert. d) Wacke, auf und neben B. gelagert GWBN10,102,3u9u11 GebirgsartenBöhm  Wahrscheinlich ist die Kuppe des Berges [Podhora] .. gleichfalls B., und wir finden also diese merkwürdige Formation auf einem der höchsten Puncte in Böhmen GWBN9,64,2 Marienbad Tgb 13.7.12 GWBN13,385,4 MinGeol Plp [1790] im Hinblick auf die spezif Absonderungsformen des Basalts (Säulen, Kugeln, Platten, Schalen)5)  [aus dem Notizbuch der schles Reise 1790] B-e von Stolpen sind die regelmäsigsten, weniger regelmäsige Säulen Granite in Säulen lagen am Wege von Stolpen nach Schmiedefeld .. Granite Kugelförmig, mit Schalen von aussen wie der Kugel Basalt GWBN13,368,9  Liebenstein [nordwestl von Eger] .. Basalt .. Merkwürdig sind auf größeren und kleineren Klumpen desselben Trennungen der Oberfläche, wie eines beym Trocknen reißenden Thonkuchens. Sie gehen nicht tief hinein, zeigen jedoch die Tendenz solcher Massen, sich durch und durch zu trennen und Säulen zu bilden GWBN13,360,6  er [der Gipfel des Hornbergs bei Karlsbad] sei B., so wie die von der Fläche seines Fußes gewonnenen Steine .. daß sie sämmtlich .. eine entschiedene Gestalt haben .. Ein Modell in diesem Sinne verfertigt zeigt einen regelmäßigen Krystall, welcher nur selten in der Wirklichkeit erscheint; der aber, sobald man .. diese Grundintention der Natur einmal anerkannt hat .. auch in den unförmlichsten Individuen wieder zu finden ist GWBN9,98,6 Horn GWBN13,373,22 MinGeol Plp GWBB37,186,3 Nees 22.8.23 im Hinblick auf Gefügemerkmale, Struktur u Textur, typ Begleitmineralien, Einsprenglinge, Kristalleinschlüsse6), Übergänge u Kontaktphänomene, zT in Erwägung versch Zuordnungsmöglichkeiten  [Sammlung vom Monte Berico 1790] B. von einem Hügel in der Gegend der halben Scalinata mit Körnern .. Dichter B. ohne Körner GWBN13,385,12u18  [Sammlung von der Reise nach Teplitz 1813] B. mit Zeolith und Olivin GWBN10,252  [Sammlung aus der Gegend von Karlsbad] B. bey Losau stark mit Hornblende vermischt GWBN13,309,32  Jene Chalcedon Druse im B. höchst merckwürdig GWBB26,96,11 CarlAug 8.10.15  Dort [auf der Insel Graziosa] wechselt .. der dichte B. mit porösem und mit Mergel. Der in Mandelstein übergehende poröse B. hat längliche Höhlungen GWBN9,193,2u4 [Nose]  [in der Nähe von Schleiz] Urgrünstein Säulen. Durch die Haupt- und Nebenklüfte des B-es zieht sich Asbest, der in Amiant übergeht. Der B. geht unmittelbar in den Thonschiefer über und der Asbest setzt durch die Klüfte des Thonschiefers fort7) GWBTgb 9.9.07  des durch Naturgluthen so merkwürdig veränderten Sandsteins .. ein paar Exemplare .. auch von dem begleitenden B. und wo möglich an der Stelle der Berührung8) GWBB42,55,5 Leonhard 13.2.27 GWBN13,275,9 JMüllerSammlg [1806] GWBB23,372,11u14 Stolz 28.6.13 als originäres, ‘archetypisches’ Gestein, Basisgestein pseudovulkan Produkte  An und auf dem Wolfsberge haben wir außer dem Thonschiefer als archetypisch annehmen müssen: B. und ein an Hornblende-Krystallen sehr reiches Urgestein GWBN9,121,21 NaturfeuerGlutspuren  Vorkommnisse des Wolfsbergs .. 9) ursprünglicher B. GWBN9,114,2 Wolfsbg  [Gesteinssuite des Leitmeritzer Kreises] Durch Erdbrände veränderter Flötztrapp und gebranntes aufgeschwemmtes Land. a) Erdschlacken aus B., Mandelstein, Schiefer-, Lehmthon GWBN10,102,27 GebirgsartenBöhm   b als Gegenstand theoret Reflexion (häufig im Fremdzit u Referat kontroverser Meinungen): im Hinblick auf die Entstehung als Eruptiv- od Sedimentgestein (unter Berücksichtigung der Lagerungsverhältnisse, Absonderungsformen, Übergänge, Gefügemerkmale) od (nur 1789) als Ausscheidung eines ‘vulkanischen Meeres’; in Wiedergabe von Noses Basalttheorie als archetyp Gestein prinzipiell unerforschbaren Ursprungs9)  Die Ähnlichkeit der B-e und Laven sowohl in ihren Bestandtheilen als ihrem äußern Ansehn, die Nähe beider Steinarten in den Gebirgen, die Übergänge beider in einander haben [bei zeitgenöss Geologen] den Gedanken .. befestigt, [] daß die B-e vulkanisch seien GWBN9,304,4u8 VergleichsvorschlägeEntstehgBasalt [1789]  man fand eine große Verwandtschaft des B-s mit andern unstreitigen Wasserproducten, man fand, daß sie sich bald der Grundgebirgs- bald der Flötzgebirgsart näherten, und wie man vor einiger Zeit zu viel dem Feuer zuschrieb, wollte man nun auch wieder dem Wasser alles vindiziren GWBN9,304,13 ebd  [eigene Hypothese zur Basaltgenese] Das große, die Erde überdeckende Meer hatte aus seiner Masse schon die sogenannten Grundgebirge abgesetzt, als es in einen siedenden Zustand gerieth .. in dieser heißen Epoche setzten sich die B-e nieder .. B-e waren also Ausgeburten eines allgemeinen vulkanischen Meeres .. ein großer, heißer, ausgebrannter Niederschlag GWBN9,305,11u15 ebd  Alles eilt, wieder zu den Fahnen des Vulkanismus zu schwören, und weil einmal eine Lava sich säulenförmig gebildet hat, sollen alle B-e Laven seyn, als wenn nicht alles Aufgelöste, durch wässerige, feuerige, geistige, luftige oder irgends eindringende Mittel in Freiheit gesetzt, sich so schnell als möglich zu gestalten suchte. Wenn ich Zeit finde, so setze ich hierüber mein Glaubensbekenntniß auf GWBB31,52,20 Leonhard 8.1.19 K  [Auszug aus Noses ‘Histor Symbola’, 1820] Wenn .. auch der B., als solcher und als Reihenführer gewisser Formationen, ebenfalls für eine ursprüngliche Gebirgsart anerkannt wird, entstanden, gleich jeder andern, durch eine allgemeine Primordial-Ursache, — die immerhin für uns unergründlich sein und bleiben möge .. dann kann es nicht fehlen, man muß dabei sicherer fußen, wie bei jedem Gegentheil GWBN9,189,28 [Nose]  Nach diesem Lebens- und Untersuchungsgange, wo nur Beständiges zu meinem Anschauen gekommen, da denn selbst der problematische B. als geregelt und in der Folge nothwendig erscheinen mußte, kann ich denn meine Sinnesweise nicht ändern, zu Lieb’ einer Lehre, die von einer entgegengesetzten Anschauung ausgeht, wo von gar nichts Festem und Regelmäßigem mehr die Rede ist, sondern von zufälligen unzusammenhängenden Ereignissen .. GWBN9,264,21 VerschBekenntn [1823] GWBN9,278,17 BildgErde im Hinblick auf die Entstehungszeit, das (relative) Alter des Basalts  Werner, in Sachsen, Schlesien, Böhmen, hauptsächlich nur auf Granit und Gneis den B. aufgesetzt findend, mußte ihn zu den Urgebirgsarten zählen. Im Verfolg der Zeit jedoch fand man ihn gelagert auf und in einer Menge Gebirgsarten von den verschiedensten Altern, bis zu den jüngsten hinab; dieß deutete auf ein spätestes Naturerzeugniß GWBN9,184,25 Nose [1820]  Es ergab sich ferner, daß die meisten gleichnamigen .. Hauptgebirgsstämme .. zu ungleicher Zeit entstanden sind .. Warum sollte man denn dem B., wie er auch entstanden sein möge, ungleiche Zeitepochen seiner Bildung abläugnen? GWBN9,185,14 ebd  späterhin bis auf den heutigen Tag gewann die Vorstellung, der B. sei in einer sehr neuen Zeit gebildet, mächtig die Oberhand. Überhaupt .. überzeugt man sich gern, daß der B., in Bezug auf sein zeitliches Eintreten, auf sein relatives Alter, mit anderen Gebirgsarten sich .. combiniren lasse GWBN9,185,22u25 ebd  Wie wir Menschen in allem Praktischen auf ein gewisses Mittlere gewiesen sind, so ist es auch im Erkennen .. Ebendieß gilt von der Geognosie: das mittlere Wirken der Welt-Genese sehen wir leidlich klar .. Anfang und Ende dagegen, jenen in den Granit, dieses in den B. gesetzt, werden uns ewig problematisch bleiben GWBN9,224,23 Rez:d’Aubuisson N(SchrGG21,317) MinGeol Plp   c in Symbolopposition zu Granit, prägnant: als ‘spätestes Naturerzeugnis’ polare Entsprechung des uranfängl Granits, in übergreifender Geschichts- und Gesellschaftssymbolik Verkörperung des im Vulkanismus u in der vulkanist Theorie sich manifestierenden chaot-revolutionären Prinzips, allg als Symptom problematischer Entwicklungen u Tendenzen; in den säulenförmigen Absonderungen Bestandteil einer ambivalent als Natur- u Menschenwerk deutbaren (geheimnisvoll-labyrinth) Architektur10)  Wie man die Könige verletzt, | Wird der Granit [in den neuesten vulkanist Theorien] auch abgesetzt; | .. Pluto’s Gabel drohet schon | Dem Urgrund Revolution; | B., der schwarze Teufels-Mohr, | Aus tiefster Hölle bricht hervor, | Zerspaltet Fels, Gestein und Erden, | Omega muß zum Alpha werden GWB3,358 ZXen VI 1700  Eines verjährten Neptunisten Schlußbekenntniß .. Nord Amerikaner glücklich keine B-e zu haben. Keine Ahnen und keinen klassischen Boden GWBN13,314,6 [1819]11)  Amerika, du hast es besser | Als unser Continent, das alte, | Hast keine verfallene Schlösser | Und keine B-e. | Dich stört nicht .. vergeblicher Streit GWB51,137 ZXenNachl 745 = GWBB42,378,16 Zelter [Ende Jun 27]  [Schema zu Wj I 4] Riesenschloß B. auf Granit [Granit, B. GWB252,217,14B-e auf Granit GWB252,217,2; in den versch Textversionen: ‘schwarze Säulen’, ‘Wände von Säulen’, ‘natürlicher Säulenpalast’]12) Troglodyten Leben GWB252,216,12 ~ 252,217,7 GWB51,228 Xen 162 personifiziert  [Inhaltswiedergabe des geol Lehrged ‘King Coal’s Levee’ von John Scafe] Nun kommt, zwar etwas spät, Baron Basalt mit kühnem Auftreten, von Lady Grünstein und Page [Korr nach Hs] Zeolith begleitet13) .. da er keine Säulen sieht, findet er den Saal unwürdig .. man muß ihm das nicht übel nehmen, da er als vollkommener Architekt berühmt war GWBN10,50,16 KingCoal   d in versch Nutzungen: als Material des Bildhauers, als Bau- u Pflasterungsmaterial, ‘verwitterter Basalt’ als landwirtschaftl nutzbarer Boden  Den Göttern | Aller Völker der Welt bietet ihr [Römer] Wohnungen an, | Habe sie schwarz und streng aus altem B. [Granit eigenh R u Erstdr Horen 1795; ‘Basalt’ erstmals in ‘Neue Schriften’ 1792—1800]14) der Ägypter, | Oder ein Grieche sie weiß, reizend, aus Marmor geformt GWB1,237 RömEleg IV 65  Was die antike Rustica betrifft, darf ich .. den viereckten Thurm auf der Festung zu Eger, anführen. Hier ist nun diese Art, vier Seiten des Steins zu behauen, recht am Platze .. Bey einem äußerst festen Gestein, einem lavaähnlichen B., gab sich die Sache ganz natürlich GWBB41,178,15 Schultz 28.9.26  Die Höhe, die sich von Bockenheim [bei Frankf] .. bis gegen die Friedberger Warte erstreckt, besteht ganz aus B., wie überhaupt die ganze Cultur dieser Seite auf verwittertem und geschlemmtem B. zu beruhen scheint. In Bockenheim hat man ihn seit langen Zeiten .. zu Grenz- und Ecksteinen und zu Pfeilern verschiedner Art bearbeitet, auch die kleinern Stücke zu Pflastersteinen gebraucht GWB342,76,11u13 ReiseSchweiz 1797 Fasz 1 GWBN13,379,1 MinGeol Plp GWB32,438,11 ItR Plp   2 metonym, im verkürzten Titelzit  beschäftigte mich mit Nosens B-en [‘Histor Symbola die Basalt-Genese betreffend’, 1820] Tgb 25.7.20   GWBKugelbasalt Platten- GWBSäulen- GWBTafel- 1) Darstellung des wissenschaftsgesch Hintergrundes zB bei HHölder, Geologie u Paläontologie, 1960,127ff, OWagenbreth, Werner u der Höhepunkt des Neptunistenstreits um 1790, [] in: Freibg Forschungsh Reihe D 11, 1955,183ff sowie bei MSemper, Die geol Studien G-s, 1914,79ff 2) Der Mineralbestand des Basalts ist zur G-Zeit noch nicht erforscht, hervorgehoben werden in der Regel nur einzelne größer entwickelte Kristalle, Einsprenglinge, Kristalleinschlüsse, die als Beweis der neptun Entstehung des Basalts gelten 3) vgl auch ital ‘basalte’ GWB342,166,26 VorbereitgItal 1795/96 4) Der Nachweis von Kratern u die Nähe eindeutiger Schmelzungsprodukte spielt in der vulkanist Argumentation naturgemäß die entscheidende Rolle. Die Lagerung des Basalts auf sog Urgebirgsarten (Granit, Gneis ua) veranlaßte Werner, das Gestein zu den frühen neptun Ausscheidungsprodukten zu rechnen. Später fand er Basalt auch auf nichtkristallinen Sedimenten (Ton- u Sandschichten), als Bestandteil der sog Trappformation, die mehrere ineinander übergehende, dunkle Gesteinsarten umfaßte, häufig als Bergkuppe, was ihn bewog, eine kurzfristige Wiederkehr der urozean Kristallisationsbedingungen in erdgeschichtl neuerer Zeit anzunehmen 5) gemäß neptunist Auffassung als Kristallisationsformen gedeutet 6) s Anm 2 7) G entscheidet sich, die hier u GWBN9,50,12f wechselnd als ‘Urgrünstein’ (= Diabas od Diorit) u ‘Basalt’ bezeichnete Gesteinsart nach einem Gutachten von Lenz (vgl GWBB20,165,16ff) dem sog ‘Urtrapp’ zuzurechnen ( GWBN9,213,5ff), der nach Werners Einteilung wesentl aus ‘(Ur)Grünstein’ besteht; Tonschiefer gehört nach G-s Auffassung ebenfalls zu den Urgebirgsarten (vgl GWBN10,101,13) 8) vgl Leonhard an G 2.12.26: “Der Basalt hat hier [bei Büdingen am Fuße des Vogelsberges] große Sandsteinmassen eingeschlossen und auf sehr denkwürdige Weise umgewandelt .. rother Sandstein, durch vulkanische Gewalten umgebildet” (ed Bratranek 1,299) 9) zum naturphilos Hintergrund dieses Ansatzes vgl MSemper, aaO, S178 u HHölder in CA20,1040f 10) ausführl Symbolinterpretation unter Berücksichtigung der einschlägigen Faust-Partien, in denen der Gesteinsname nicht fällt, bei WEmrich, Die Symbolik von Faust II, 21957,373ff; vgl ferner AGilg, Wilh Meisters Wanderjahre u ihre Symbole, 1954,35ff; WEmrich, Symbolinterpretation u Mythenforschung, in: Protest u Verheißung, 31968,75f; Ders, Gesch u Mythologie bei G, in: Wissen aus Erfahrungen, Festschr Herman Meyer, 1976,301ff; PEichhorn, Idee u Erfahrung im Spätwerk G-s, Symposion 35, 1971,123ff 11) vgl Übrigens ist jener Welttheil glücklich zu preisen, daß er vulkanischer Wirkungen entbehrt, wodurch denn die Geologie der neuen Welt einen weit festern Charakter zeigt [Notiz zu Struves ‘Beitr zur Mineralogie u Geologie des nördl Amerikas’ 1822] GWBN10,273 12) vgl Die Kinder blieben überzeugt, daß hier ein Werk von Menschenhänden stehe; Wilhelm sah wohl, daß es ein Werk der Natur war GWB252,16f Wj [nur 1821]; weitere Beispiele des mehrf bei G wiederkehrenden Motivs zB GWB18,369,11ff u 377,24ff u 378,10ff ReiseMegapr 13) Grünstein u Zeolith treten wie Basalt als Bestandteile der sog Trappformation auf, Zeolith häufig als Hohlraumausfüllung des Basalts 14) Die Identifizierung der dunklen Gesteinsarten, aus denen zahlreiche ägypt Skulpturen gearbeitet sind, ist zur G-Zeit sehr umstritten. Eine ausführl Darstellung dieser Kontroverse bei ChKeferstein, Beitr zur Gesch u Kenntnis des Basaltes, 1819Gertrude Harlass G. Ha.
18225 Zeichen · 184 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Basált

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Basált , des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, eine thonartige, schwere, harte, glänzende Bergart, welche sich i…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Basalt

    Goethe-Wörterbuch

    Basalt Rund 200 Belege. — G-s Interesse an der Gesteinsart steht fast immer iZshg mit den in der vulkanist-neptunist Aus…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Basalt

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Basalt , eine Felsart aus der Abtheilung der krystallinischen Gesteine, welche aus einem innigen Gemenge von Labrador, A…

  4. modern
    Dialekt
    Basalt

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    Basalt Band 1, Spalte 1,1237

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit basalt

51 Bildungen · 44 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von basalt 2 Komponenten

bas+alt

basalt setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

basalt‑ als Erstglied (30 von 44)

Basaltkopf

SHW

Basalt-kopf Band 1, Spalte 595-596

basaltähnlich

GWB

basalt·aehnlich

basaltähnlich a attr: mBez auf die Gesteinsbeschaffenheit; bes in Fällen unsicherer Zuordnung; in der Frühzeit auch von vulkan Produkten 2) …

Basaltart

GWB

basalt·art

* Basaltart Basaltvarietät Nachgewiesen .. sind bereits Laven aus Ilyn .. aus mehrern Basalt-, Porphyr- und Schieferarten GWB N9,192,11 [Nos…

Basaltberg

GWB

basalt·berg

Basaltberg iZshg mit Voigts geognost Geländeaufnahmen (in vulkanist Deutung) u im Hinblick auf Strukturmerkmale noch etwas Weniges über die …

Basaltbildung

GWB

basalt·bildung

* Basaltbildung mBez auf den mehrere typ Absonderungsformen des Basalts vereinigenden Rückersberg bei Oberkassel Diese [ Nöggeraths ] Beschr…

Basaltbrekzie

GWB

Basaltbrekzie als sekundär entstandenes Trümmergestein 1) Flötzgebirgsarten .. 11. Gemeinste und einfache Fossilien [ Gesteine ], im secundä…

basaltbruch

DWB

basalt·bruch

basaltbruch , m. ich besuchte die basaltbrüche von Dransfeld. Göthe 31, 113 .

Basaltellipsoid

GWB

basalt·ellipsoid

* Basaltellipsoid mBez auf den konzentr strukturierten Rückersberg bei Oberkassel ergänzt sich uns .. das Bild des großen Basalt-Ellipsoids …

Basált-Fels

Adelung

basalt·fels

Der Basált-Fels , des -en, plur. die -en, ein Fels, welcher aus Basalt mit vielen groben Einmischungen bestehet, dergleichen Basalt man Fels…

Basaltfels(en)

GWB

basalt·felsen

Basaltfels(en) 7 von 11 Belegen Pl u somit keiner der beiden Formen eindeutig zuzuordnen; im Sg Kurzform ‘-fels’ je einmal im Nom u im Akk b…

Basaltform

GWB

basalt·form

Basaltform für kugelig-mehrflächige Absonderungsform des Basalts Der Horn, Basalt-Kuppe mit breiter Basis, wie hereingeschneit auf granitisc…

Basaltformation

GWB

basalt·formation

Basaltformation homogene, genetisch zusammengehörige basalt Gesteinsmasse 1) [ auf der Fahrt von Eger nach Markt-Redwitz ] eine weit ausgebr…

Basaltgebirge

GWB

basalt·gebirge

Basaltgebirge mBez auf den Hornberg bei Karlsbad, auch als ‘Gebirgsrücken’ od ‘Berg’ bezeichnet Der Horn, B. vor Karlsbad N(LA I 8,71) NatH …

Basaltgenese

GWB

basalt·genese

Basaltgenese Entstehung des Basalts als zentrales Thema in der geol Kontroverse zw vulkanist u neptunist Anschauungen Die Mittheilungen über…

Basaltgeschiebe

GWB

basalt·geschiebe

Basaltgeschiebe vom Ursprungsort verlagertes basalt Geröll 1) [ Gesteinssammlung von der ersten ital Reise ] 23. Basalt als Kiesel .. 24. Gr…

Basaltgrube

GWB

basalt·grube

Basaltgrube mBez auf die Basaltbrüche von Bockenheim bei Frankf Früh nach Bockenheim, die B-n zu besehen GWB Tgb 20.8.97 vgl GWB Basaltbruch…

Basalthistorie

GWB

basalt·historie

* Basalthistorie Geschichte der (mineralog) Beschäftigung mit dem Basalt ob der Hitze oder Nässe, manche Erscheinung an den Basalten zuzusch…

basaltisch

GWB

basalt·isch

basaltisch -ss- GWB N13,280,21 Schreiberhand 1 als Substanz- od Stoffbezeichnung Auf der nordöstlichen Seite des Thüringerwaldes .. findet s…

Basaltit

Herder

Basaltit , dem Basalt ähnliches Mineral, zur Porphyrformation gehörig.

Basaltjaspis

Meyers

basalt·jaspis

Basaltjaspis , durch Einwirkung glutflüssigen Basaltes gefritteter und verglaster toniger Sandstein ( Buchit ), Ton oder Mergel, grau, bläul…

Basaltkeil

GWB

basalt·keil

Basaltkeil basalt Pflasterstein Man ist beschäftigt, das schöne, aus kleinen, viereckig zugehauenen, ziemlich gleichen Basaltstücken zusamme…

Basaltklumpen

GWB

basalt·klumpen

Basaltklumpen Wer zwischen dem Stifte Tepel und Marienbad reist, kommt über den Abhang dieses Berges [ Podhora ] und findet einen bis jetzt …

Basált-Kugel

Adelung

basalt·kugel

Die Basált-Kugel , plur. die -n, eine Art eyförmiger Steine von Basalt-Masse, von verschiedener Größe, welche im gemeinen Leben wegen einige…

Basaltkuppchen

GWB

Basaltkuppchen basalt Bergkuppe, versch gedeutete charakterist Erscheinungsform des Basalts [ in R unterdrückte Kritik des 2. Bandes von vHo…

Basaltkuppe

GWB

basalt·kuppe

Basaltkuppe s Basaltkuppchen GWB N10,276 MinGeol Plp [ Zit s v Basaltform ] Gertrude Harlass G. Ha.

basalt als Zweitglied (6 von 6)

Kugelbasalt

GWB

kugel·basalt

Kugelbasalt einmal Getrenntschr für kugelähnlich geformten (aus konzentrischen Schalen bestehenden) Basalt, Basaltkugel; einmal im Vergl Bas…

*Plattenbasalt

GWB

platten·basalt

*Plattenbasalt Bindestrichschr geol, plattenförmige Ausprägungsform von Basalt, auch Tafelbasalt 1) Der Basalt vom Rückersberge [ bei Oberka…

Säulenbasalt

GWB

saeulen·basalt

Säulenbasalt Bindestrichschr geol: säulenförmige Absonderungsform des Basalts Der Basalt vom Rückersberge bildet also gewissermaßen einen Üb…

strahlbasalt

DWB

strahl·basalt

strahlbasalt , m. , entspr. strahl 8 a Jacobsson 7, 468 a ; Krünitz 175, 173 ; vgl. strahlgips u. s. w. —

Ableitungen von basalt (1 von 1)

Basalte

Meyers

Basalte , vulkanische Gesteine der Tertiär-, Diluvial- und Alluvialperiode, im wesentlichen aus einem Feldspat oder feldspatähnlichen Minera…