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bähen

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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31
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18

Eintrag · Rheinisches Wb.

bähen

Bd. 1, Sp. 395
bähen Rhfrk bēən; OMosfrk bE·ə.n [bE:jə Kobl-SSebastian; bE:(n) Siegld]; WMosfrk innerhalb des Winkels Malm-Zell-Trier bī·ə.n [bə·i.ən, biχt, jəbiχt neben bī:dən Prüm-Ihren, Malm-Amel; bī:gən Bitb-Dudeld, Trier-Heidenbg; bē:kən Bernk-Winterich Neumag; bā:jən Bitb-Speicher, Trier]; LRip bis Eusk, s. Zülp, Gemünd, Schleid, s. Monsch bE·ə.n; dann bī·ə. von Zülp über Dür, Aach-Eschw, Jül-Aldenhv, Geilk-Hünshv; nw. dieser Linie bī:nə; in der Aach, Erk Gegend bī·ə.nə [Bergh-Blatzh bijə]; RRip im Kr. Sieg bE:nə; OBerg, NBerg durchweg bE·ə.(n) [Wippf-Biesf bE:jən]; SNfrk bis einschl. Birgelen Fronderath Myhl KlGladb Gerderhahn Grambusch Örath Granterath Kalzem Holzw (dann ein kleiner Sreifen um Wanlo mit Schwanken zwischen bī·ə. u. bī·ə.nə) Schaan Kamphsn Dürselen Waat Wallr Damm Grefr Neusserweyhe bī·ə.; n. davon bī·ə.nə(n) bis einschl. Geld-NDorf usf. (s. baden) [w. Kemp-Born Kaldenk bīən; innerh. Mörs-Friemersh usf. (s. baden) bī·ə.n]; n. im Klevld bęə, bEə, bai()ə schw.: 1. zum Schutze gegen Fäulnis, Schimmel mit heissem Wasser oder durch Hitze, Dampf abbrühen. a. Geschirre b., durch heisses Wasser oder Sodalauge ausbrühen oder sie nach dem Spülen auf den Ofen legen. RA.: Dat Mädche es esu feng (fein), dat seck (seicht) blos en e gebiht Milchbüttche Bergh-Hüchelhv. — b. grünes Holz leicht anbrennen, damit es schwitzt, die Rinde sich löst, so dass es zu Stielen, Gabelstöcken, Spazierstöcken udgl. leicht gebogen werden kann, ohne zu brechen; man hält es über glühende Kohlen u. dreht es stets herum, bis die Rinde aufspringt; auch legt man es in den nachheizenden Backofen. Baumpfähle werden gebäht, indem sie an der Spitze leicht angebrannt werden, damit sie im Boden leichter der Fäulnis widerstehn. — Bretter b., über Feuer halten u. dann biegen, die zum Bau von Holzschiffen dienen Saar, Trier (Schöffsbajer). Ein geschlachtetes Schwein b., damit die Borsten leichter abgeschabt werden können Wippf-Herschd. RA.: Sich der Küll (Stock mit keulenförmigem Ende) biəhne hinterm Ofen sitzen, sich wärmen u. sich einen guten Tag antun, eine Beschäftigung treiben, die keine Anstrengung kostet Aach, Eup. Auch e biəhnt se sech Aach-Merkst. — c. Heu oder Grummet b., zum Futtern mit heissem Wasser begiessen Prüm-Ihren. — Gebäck b., rösten Saarbr; Brot ist nur gebäht, wenn es nicht ausgebacken ist Wend-OReidenb. Speisen b., nur halbgar kochen (im Ärger gesagt) MüEif. — d. übertr. auf Menschen; sich b., sich hinterm Ofen wärmen Allg. Ein starker, zäher Mensch es en gebähte Jong Neuw-Datzeroth. — 2.a. kranke, geschwollene, schwärende Glieder b., durch Auflegen von heissen oder feuchtwarmen Tüchern oder durch Baden in heissem Wasser oder Kräuteraufgüssen Allg. — An einem b., einen Kranken päppeln, pflegen Dür, Aach. RA.: Dat biht der de Boəsch (Brust) dies Mittel tut dir gut Eusk-Dirmerzh. Enem et Röüsch (de Boəsch) b. den Podex verhauen ebd. Kning (Kanin) b. coire Köln. — Den Fuss b., baden ohne dass eine Geschwulst vorliegt, gründlich reinigen Rip, Nfrk. — b. übertr. α. se enem b., einen verprügeln Dür; einen beiə schlagen Ruhr-Werden. — β. Obst b., mit Knütteln herunterwerfen Sieg-Siegbg Mond; stehlen Bo-Endenich, Sieg-Oberlahr, Köln-Meschenich. — Die MA. von Prüm-Ihren unterscheidet bī:dən = b. 1 a von bə·i.ən = b. 1 c. Abl.: die Bäherei, dat Gebähs, sech zerb.
3351 Zeichen · 90 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bæhenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    bæhen , bæn swv. BMZ prät. bæte ( unverkürzte formen bæhen, bæhete sind nicht zu belegen ) bähen, durch überschläge erwä…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bähen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Bähen , verb. reg. act. welches in seiner allgemeinsten Bedeutung erwärmen bedeutet, aber in den verschiedenen Fällen, i…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bähen

    Goethe-Wörterbuch

    bähen onomatopoet: vom Blöken des Schafes [ während G-s Kuraufenthalt in Bad Tennstedt ] dagegen alles Thierische was si…

  4. modern
    Dialekt
    bähentr. v.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    bähen [bǽən Bo. Ltf. Si. u. s.; bêïe Ri. ] tr. v. 1. rösten (Brot, Kartoffelscheibchen an der heißen Ofenplatte oder in …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit baehen

2 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von baehen 2 Komponenten

bae+hen

baehen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

baehen als Zweitglied (1 von 1)

Abbähen

Adelung

abba·ehen

Abbähen , verb. reg. act. gehörig bähen. Brot und Semmel abbähen.

Ableitungen von baehen (1 von 1)

verbähen

PfWB

ver-bähen schw. : ' verweichlichen '; vgl. bähen 2, verbrühen 2 b. Du vebähscht ganz, wann de dich immer so eiⁿwickelscht [ LA-Ilbh ]. Rhein…