Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
bacca
Gl. 3, 593, 52 des Codex Pragensis VII G 25 aus
dem 13. Jh., und zwar als Glosse zu der Über-
schrift De cestron (griech. für lat. betonia) von
Kap. XI des Macer Floridus (1. Hälfte 11. Jh.),
De viribus herbarum (ed. L. Choulant) 46. Mit
Recht wird wohl Ahd. Wb. I, 783 vermutet, daß
es sich bei bacca nicht um ein selbständiges
Wort, sondern um eine Verstümmelung des
Namens der Betonie (Betonica officinalis L.)
handelt, von der in Kap. XI ausführlich die
Rede ist und die als Heilmittel einst eine große
Rolle spielte, → betonia (mit Lit.).