Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
bâbes
Notkers Boethius 6, 13; darnach meist mit ausl.
-t in den Gl. des 12.–14. Jh.s:
‚Papst, papa, apo-. Im literarischen Mhd. begegnen neben
stolicus‘
bâbes und bâb(e)st auch Varianten mit anl. p-,
die sich – auch schon mit inl. -p- – frühnhd.
und nhd., wohl unter gelehrtem Einfluß, durch-
zusetzen beginnen. Luther schwankt noch zwi-
schen Babst und Bapst, Adelung (1774–86) ent-
scheidet sich für Papst. Nur in PN erhält sich
vielfach die ältere Schreibung Pabst (s. Bach,
Dt. Namenkunde I, 1 § 14). – Trotz der darauf-
folgenden Kons.verbindung -pst hielt sich die
Länge des Stammvokals, wohl dank dem Ne-
beneinander von zwei- und einsilbigen Varian-
ten (s. Wilmanns, Dt. Gr. I § 249, 2).