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Aureole

mhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Aureole

Bd. 1, Sp. 1091
Aureole  die gewünschte Erklärung zweyer Ausdrücke1) .. welche, seltner vorkommend, allerdings einiger Auslegung bedürfen .. .. A. ist ein im Französischen gebräuchliches Wort, welches den Heiligenschein um die Häupter göttlicher oder vergötterter Personen andeutet. Dieser kommt ringförmig schon auf alten pompejanischen Gemählden um die göttlichen Häupter vor. In den Gräbern der alten Christen fehlen sie nicht; auch Kaiser Constantin und seine Mutter erinnere ich mich so abgebildet gesehen zu haben. Hiedurch wird auf alle Fälle eine höhere geistige Kraft, aus dem Haupte gleichsam emanirend und sichtbar werdend, angedeutet; wie denn auch geniale und hoffnungsvolle Kinder durch solche Flammen merkwürdig geworden. Und so heißt es auch in Helena [bei Euphorions Geburt]: Denn wie leuchtet’s ihm zu Haupten? Was erglänzt ist schwer zu sagen, | Ist es Goldschmuck, ist es Flamme übermächtiger Geisteskraft [Faust II 9623f]. Und so kehrt denn diese Geistesflamme, bey seinem Scheiden, wieder in die höhern Regionen zurück GWBB43,85,1 Iken 27.9.27  [Euphor:] Gönnt mir den Flug! (Er wirft sich in die Lüfte .. sein Haupt strahlt, ein Lichtschweif zieht nach .. Ein schöner Jüngling stürzt zu der Eltern Füßen .. das Körperliche verschwindet sogleich, die A. steigt wie ein Komet zum Himmel auf) GWBFaust II Regiebem nach 9902  vgl GWBAura GWBGeistesflamme GWBGlorie GWBHeiligenschein Nimbus Strahlenkrone 1) vgl Iken an G 25.8.27: “zu den Räthseln gehört .. die ‘Aureole’ .. Vermuthlich ist dieser Ausdruck aus den nekromantischen und thaumaturgischen Büchern des Mittelalters entnommen und deutet wohl den Nimbus oder Heiligenschein an, der mit der Seele zum Himmel aufsteigt” (JbGG21,181) Manfred GräfeM. G.
1698 Zeichen · 29 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    aureoleswF.

    Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

    aureole swF. ‘Gloriole’ (übertr. auch himmlischer Lohn): wan das die predier und die bihter also betwungen sint von irme…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    AUREOLEf.

    Grimm Neubearbeitung (1965–)

    AUREOLE f. mhd. aureolâ. aus mlat. aureola f. ‘gnadenhafte auszeichnung heiligenschein ’, zu lat. aureolus adj. ‘schön g…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Aureole

    Goethe-Wörterbuch

    Aureole die gewünschte Erklärung zweyer Ausdrücke 1) .. welche, seltner vorkommend, allerdings einiger Auslegung bedürfe…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aureole

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Aureole (frz. Oreol), Strahlenkranz, Heiligenschein, Ruhm.

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Cotta, M. (2026). „aureole". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aureole/gwb
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Cotta, Marcel. „aureole". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aureole/gwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „aureole". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aureole/gwb.
BibTeX
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