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Aufwallen

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Aufwallen v., ntr.

Bd. 1, Sp. 273a
Aufwallen, v. ntr. mit sein, in die Höhe wallen, in eine heftige Bewegung gerathen, die sich durch Ausdehnung, durch Steigen in die Höhe äußert; besonders von flüssigen Körpern, vorzüglich wenn sie durch Hitze ins Sieden gebracht werden. Die Milch, das Öl wallet auf. So auch auf ähnliche Art, das Blut wallet auf, bei einer Erhitzung. I gemeinen Leben wird aufwallen (verbildet in aufwellen) auch bloß für gelinde aufsieden gebraucht. I der höhern dichterischen Schreibart wird immer der Begriff einer heftigen Bewegung damit verbunden. »Wie ganz verändert der zerrissene Strom am Felsen zum (zu) Schaum aufwallt.« Meißner. — — Wie der Ozean aufwallt, Wenn auf ihm im Sturme daher die Stimme des Herrn geht. Klopstock. — und taucht in des Meeres aufwallende Wogen. Voß. Dann auch von andern Körpern. Dunst — aufwallend wie ein dicker Nebel. H. Sachs. R. — — wie unter des Wanderers Fuße Niedriger Staub, von Gewürme bewohnt, aufwallet und hinsinkt. Klopstock. Dann in weiterer Bedeutung, in einer wallenden Bewegung sein. Doch, wie den Leib sie berührte, der stumm aufwallet und blutlos. Voß. Ferner, von allen heftigen Gemüthsbewegungen, durch die das Blut in Wallung geräth, die aber bald wieder vergehen. Er gerieth in aufwallende Hitze. »Ungestümer von stürmischer Freude wallt nicht das Herz des Missethäters auf.« Dusch. So auch, »er fühlte Bitterkeit bei sich aufwallen.« Lafontaine. — I der Thierarzneikunde versteht man unter Aufwallen des Geblütes eine Krankheit der Pferde, wo bei einem gelinden Fieber auf der Haut kleine Blattern zum Vorschein kommen. Das Aufwallen. Die Aufwallung. S. d.
1604 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aufwallen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Aufwallen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort seyn erfordert, in die Höhe wallen, in eine heftige innere Bewegung …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufwallen

    Goethe-Wörterbuch

    aufwallen a emporwallen, -sieden Sie [ die Feuerquelle ] siedet auf vom tiefsten Schlund, | Dann sinkt sie wieder hinab …

  3. Spezial
    aufwallen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    auf|wal|len vb.tr. 1 bolí (bol) 2 (überschäumen) jí porsura 3 (in Wallung geraten) ‹pop› mëte man da cöje, mëte man da f…

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Wortbildung

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Zerlegung von aufwallen 2 Komponenten

auf+wallen

aufwallen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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Cotta, M. (2026). „aufwallen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufwallen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „aufwallen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufwallen/campe. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „aufwallen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufwallen/campe.
BibTeX
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