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aufquellen

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DWB
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9 in 8 Wb.
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9

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

aufquellen

Bd. 1, Sp. 702
aufquellen , scaturire, tumere, 11) hervorspringen, sprudeln: hier quillt kühles wasser in menge auf; ihre thräne quoll auf; also fest in das auge den glühenden pfahl ihm haltend dreheten wir, dasz blut siedheisz um den laufenden aufquoll. Voss Od. 9, 388; eine zeit locales, lebendiges wesens und wirkens, von der man wenn sie vorüber ist, nur hoffen kann, dasz sie nach geraumen jahren an fremden orten wieder aufquellen werde. Göthe 6, 40; nicht das, was er für mich gethan hat, erschüttert meine mannheit, die verbindung unserer jugend quillt hier auf. Klinger 2, 18; was kann ich dafür, dasz mirs immer noch so bitter aufquillt. Klingers th. 2, 277; dann quollen alle mit alten thränen vollgegossenen tiefen seiner seele auf. J. Paul Hesp. 3, 87; sein jammer regte sich gewaltsam, quoll auf, überströmte den erdrückten groll und das bild des jugendfreundes stand auf. 4, 153; für eine so hoch aufquellende masse finde ich keinen poetischen reif, der sie zusammen hält. Schiller an Göthe 327. 22) schwellen, anwachsen: mitten unter waffen, auf der woge des lebens, ruht ich leicht athmend, wie ein aufquellender knabe, in deinen (des schlafes) armen. Göthe 8, 274; eilig kamen bediente mit lichtern gesprungen und das herz der guten wanderer quoll über diesen aussichten auf. 18, 253; so quoll mein manuscript täglich um so mehr auf. 24, 225; wenn ich in ihrer atmosphäre erst aufquelle, so will alsdann meine seele nicht mehr in das enge masz der geschäftlichkeit passen. an fr. von Stein 2, 50; mein principal mit festem anstande, in embonpoint und aufquellende muskeln gedrückt. J. Paul uns. loge 1, 107; auf einmal quoll ihre bangigkeit von der mittleren stufe zur höchsten auf. 2, 86. in diesem sinn sagt man aufquellendes brot, aufgequollner kuchen, aufquellendes polster, der hirse quillt im kochen auf, das getraide ist von der nässe aufgequollen.
1871 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aufquèllen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Aufquèllen , ein Verbum, welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Neutrum mit irregulärer Conjugation und dem…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufquellen

    Goethe-Wörterbuch

    aufquellen 1 intrans a (aus der Tiefe) heraufquellen und hervordringen [ betr Unfälle im Bergw Ilmenau ] Die beyden Vorf…

  3. modern
    Dialekt
    aufquellenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    auf-quellen st. : 1. 'durch Einwirkung von Wasser anschwellen machen', von Erbsen, Bohnen u. dgl., ufquelle [verbr.]. Da…

  4. Spezial
    aufquellen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    auf|quel|len vb.intr. (aufschwellen) se slunfé, se mené sö.

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Wortbildung

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Zerlegung von aufquellen 2 Komponenten

auf+quellen

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APA
Cotta, M. (2026). „aufquellen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/aufquellen/dwb?formid=A06749
MLA
Cotta, Marcel. „aufquellen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/aufquellen/dwb?formid=A06749. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „aufquellen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/aufquellen/dwb?formid=A06749.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-15},
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