Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Altertum
Altertum
Alter n. ‘Lebenszeit, Lebensabend’, ahd. altar (um 800). mhd. alter, asächs. aldar, mnd. ōlder, mnl. ouder, aengl. ealdor, anord. aldr, schwed. ålder führen auf germ. *aldra-, ie. *altro-, zur Wurzel ie. *al- ‘wachsen, nähren’, die auch dem Adjektiv alt (s. d.) zugrunde liegt. In Zusammensetzungen hat Alter auch die Bedeutung ‘Zeit, langer Zeitabschnitt’ wie in Welt-, Zeitalter. – altern Vb. ‘alt werden’ (seit 15. Jh.); bis ins 17. Jh. hinein konkurriert altern mit älterem, untergegangenem alten (ahd. altēn); eine Nebenform ältern bleibt auf das 17. und 18. Jh. beschränkt. Altertum n. ‘hohes Alter, das Altsein’ (vom 16. bis ins 19. Jh.), ‘alte Zeit der Geschichte’ (um 1500). Dazu Altertümer Plur. ‘aus dem Altertum stammende Gegenstände und Aufzeichnungen’ (1. Hälfte 18. Jh.); altertümlich Adj. (Ende 18. Jh.); altertümeln Vb. ‘Gepflogenheiten der Vergangenheit aufnehmen, nachahmen’ (Anfang 19. Jh.).