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Allegorīe

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Allegorīe

Bd. 1, Sp. 342
Allegorīe (griech.), in der Kunst und Poesie sinnliche Belebung und Darstellung eines abstrakten Begriffs oder eines verwickeltern abstrakten Denkaktes. Die A. entsteht durch die. beseelende oder personifizierende Apperzeption (s. Ästhetische Apperzeptionsformen). Während das Symbol ein andeutender Ersatz für einen oft halb verschlossenen, geheimnisvoll in die Ferne deutenden Vorstellungskomplex ist, ein in verjüngtem Maßstab ausgeführtes Bild für einen halb erkannten, halb geahnten weiten psychischen Inhalt, besteht die A. allein darin, daß das Abstrakte anthropomorphisch beseelt und denkend, redend, handelnd, auch leidend vorgeführt wird. Je mehr konkretes Leben der A. verliehen ist, um so künstlerischer wirkt sie; bleibt sie der sinnlichen Fülle bar, so ist sie frostig, kalt. Durch die Verkoppelung des Abstrakten und Konkreten ist die A. der Fabel und der Parabel vergleichbar, doch sind diese lehrhaft, was die A. in der Regel nicht ist. Als Beispiele der A. mögen angeführt werden: Schillers »Mädchen aus der Fremde«, das die Poesie vergegenwärtigen soll, oder die Darstellung der Gerechtigkeit durch eine Frauengestalt mit Schwert und Wage. Erst seit Lessings »Laokoon«, der das Unkünstlerische dieser Darstellungsart nachwies, trat die A. zurück, ist aber bis auf die Gegenwart für die Kunst, insbes. die plastische, unentbehrlich geblieben, namentlich bei Denkmälern und bei Ausschmückung öffentlicher Gebäude, deren Bestimmung zumeist durch allegorische Figuren kenntlich gemacht wird. Vgl. Winckelmann, Versuch einer A. (1766; hrsg. von Dressel, Leipz. 1866); Blümner, Über den Gebrauch der A. in den bildenden Künsten (»Laokoon-Studien«, Heft 1, Freib. i. Br. 1881); Frank, Darstellung und Deutung der Allegorien (für Kunsthandwerker etc., Hamb. 1880); Bornemann, Die A. in Kunst, Wissenschaft und Kirche (Freib. i. Br. 1899); »Allegorien und Embleme« (Entwürfe moderner Künstler, Nachbildungen etc., hrsg. von Gerlach, Text von Ilg, Wien 1883–84; neue Folge 1896–1900).
1998 Zeichen · 35 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Allegorīe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Allegorīe , (viersylbig,) plur. die -n, (fünfsylbig,) aus dem Griech. und Lat. Allegoria, die anschauliche Darstellu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Allegorie

    Goethe-Wörterbuch

    Allegorie Die geringe Belegzahl (70, davon 17 in der Übs Staël,Dichtgn) entspricht der Einschätzung des Wortes als Kateg…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Allegorie

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Allegorie ist die bildliche Ausführung eines Begriffs oder entwickelten Gedankens, die weiter ausgeführte Metapher. Die …

  4. Spezial
    Allegorie (pl Allegorien)f

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Allegorie , f (pl Allegorien) аллегория , ж → FiloSlov Sinnbild, n

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