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abstumpfen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

abstumpfen

abstumpfen

stumpf Adj. ‘ohne Spitze, nicht scharf’, ahd. stumph (Hs. 12. Jh.), mhd. stumpf, (md.) stump ‘verstümmelt, gestutzt, unvollkommen, übel’, mnd. stump, mnl. nl. stomp. Das nur im Dt. und Nl. heimische Adjektiv (westgerm. *stumpa-) stellt sich mit Stumpf, Stümper und (ablautend) Stempel (s. d.) sowie lit. stùmbas ‘Strunk, Stamm’, stimburỹs ‘Schwanzstumpf, Stummel’ zu der unter stampfen (s. d.) angegebenen Variante ie. *stemb- der unter Stab (s. d.) genannten Wurzel. Die älteste Bedeutung ist ‘verstümmelt, verkürzt’. In der Mathematik stumpfer Winkel (um 1400), d. h. ‘nicht spitzer, sondern breiter, weiter Winkel’ (wohl Übersetzung von lat. angulus obtūsus). – stumpfen Vb. ‘stutzen, beschneiden, stumpf machen’, mhd. stumpfen. abstumpfen Vb. ‘stutzen, stumpf machen bzw. werden’ (16. Jh.), übertragen ‘abschwächen, unempfindlich, gefühllos machen bzw. werden’ (Ende 18. Jh.). Stumpfheit f. ‘Zustand des Stumpfseins’, spätmhd. stump-, stumpfheit; überwiegend übertragen (seit Ende 18. Jh.) auf die körperliche und geistige menschliche Haltung der ‘Unempfindlichkeit, Trägheit, mangelnden Reaktionsfähigkeit’. stumpfsinnig Adj. ‘geistesschwach, dumm’ (15. Jh.; vgl. mhd. stumpfer sin), ‘geistig uninteressiert und träge, gefühllos’ (18. Jh.); daraus rückgebildet Stumpfsinn m. ‘Geistesschwäche’ (Ende 18. Jh.), dann besonders ‘geistige Trägheit, Teilnahmslosigkeit’, auch ‘Langweiligkeit, Monotonie’.
1403 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    abstumpfen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    abstumpfen , verb. reg. act. 1)* Stumpf machen. Das Beil, den Degen abstümpfen; im Hochdeutschen ungewöhnlich. Besonders…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    abstumpfen

    Goethe-Wörterbuch

    abstumpfen ‘abstümpfen’ T1,151,10 v 3.8.86 u entsprechend im Erstdruck ItR 30,287 Var, im Erstdruck des Märchens 18,423 …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Abstumpfen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Abstumpfen , in der Chemie, s. Neutralisieren .

  4. modern
    Dialekt
    abstumpfen

    Schweizerisches Idiotikon · +1 Parallelbeleg

    abstumpfen Band 11, Spalte 465 abstumpfen 11,465

  5. Spezial
    abstumpfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ab|stump|fen I vb.tr. 1 (abrunden) smozé (-za) 2 (ein Messer) desguzé (desgüza), tó le tai 3 ‹fig› (gefühllos machen) fá…

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Cotta, M. (2026). „abstumpfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/abstumpfen/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „abstumpfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/abstumpfen/pfeifer_etym. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „abstumpfen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/abstumpfen/pfeifer_etym.
BibTeX
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