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abdanken

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 14 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

abdanken

abdanken

Dank m. ‘Gefühl der Verpflichtung, Erkenntlichkeit’, ahd. thanc (8. Jh.), mhd. danc, asächs. thank, mnd. dank, mnl. danc, nl. dank, afries. thonc, thanc, aengl. þanc, engl. thanks (Plur.), anord. þǫkk, got. þagks (germ. *þanka-). Die Substantive sind Verbalnomina zu dem unter denken (s. d.) behandelten Verb. Das ahd. Substantiv ist sowohl in den Bedeutungen ‘Gedanke’ und ‘Wille, Absicht’ wie auch in der im Nhd. überwiegenden Anwendung ‘dankbare Gesinnung, Erkenntlichkeit’ bezeugt. Ausgangspunkt für diese in der Gegenwart allein herrschende Bedeutung ist das Denken an eine empfangene Wohltat. – dank Präp. ‘infolge, wegen’ (Ende 19. Jh.); voraus gehen Verbindungen des Substantivs mit Dativobjekten, Dank (sei) jmdm., einer Sache, die seit dem 18. Jh. ihren parenthetischen Charakter verlieren und zunehmend kausal verwendet werden. danken Vb. ‘Dank aussprechen’, ahd. thankōn (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. danken, asächs. thankon, afries. thonkia, aengl. þancian, engl. to thank, anord. þakka, abgeleitet vom Substantiv. Seit dem Ahd. geläufig in der Verbindung jmdm. (mit Worten) danken, wobei das, wofür gedankt wird, ursprünglich im Genitiv steht. In der Konstruktion jmdm. (einer Sache, einem Umstand) etw. danken (seit etwa 1200) nimmt danken die Bedeutung ‘verdanken’ an. dankbar Adj. ‘von Dank erfüllt, erkenntlich’, auch ‘angenehm, lohnend, zufriedenstellend’, mhd. dancbære ‘Geneigtheit hervorbringend, angenehm, von Dank erfüllt’; vgl. ahd. thancbāri ‘begünstigt’ (10. Jh.), dagegen unthancbāri ‘undankbar’ (9. Jh.). abdanken Vb. ‘von einem Amt zurücktreten’ (16. Jh.); ebenso alt ist der heute verblassende transitive Gebrauch ‘den Abschied geben, entlassen’. Abdankung f. ‘Entlassung’ (16. Jh.), ‘Rücktritt’ (17. Jh.); ‘Trauerfeier’ (17. Jh.; noch schweiz.).
1776 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Abdanken

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Abdanken , verb. reg. 1. Activum, der bisherigen Dienste entlassen. Seine Bedienten abdanken. Soldaten abdanken. Ein abg…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    abdanken

    Goethe-Wörterbuch

    abdanken 1 a von einem Amt zurücktreten, einen Dienst quittieren [ Margarete: ] Es ist so schön zu herrschen! — Und abzu…

  3. modern
    Dialekt
    abdanken

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    abdanken Band 3, Spalte 3,1176f.

  4. Sprichwörter
    Abdanken

    Wander (Sprichwörter)

    Abdanken Er hat abgedankt wie der ulmer Kuhhirt. ( Rottenburg. ) Der seinen Dienst kündigte, als er vernahm, dass man ih…

  5. Spezial
    abdanken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ab|dan|ken vb.intr. (von einem Amt zurücktreten) se retrá, lascé na inciaria, demiscioné (-nëia), abdiché (-chëia), dé l…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit abdanken

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