Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zweideutig adj. und adv.
zweideutig , adj. und adv. , seit der mitte des 17. jh. als verdeutschung von lat. aequivocus bezeugt. 1 1) zunächst von wörtern und sinnzusammenhängen gebraucht, die eine doppelte auslegung zulassen: Mercurius aber gebraucht sich zweydeutiger wörter ( aequivocorum ) Harsdörffer gesprächsp. (1641) 1 , l 3 a ; dieses wort ( wohlbedächtig ) ist etwas zweideutig, denn wohlbedächtig und klüglich oder löblich sind nicht allezeit synonyma Chr. Thomasius ernsth. ged. u. erinng. (1720) 2, 81 ; das wort gemeinschaft ist in unserer sprache zweideutig und kann so viel als communio aber auch als commerciu…