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zuschrift

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zuschrift f.

Bd. 32, Sp. 813
zuschrift, f. 11) zunächst 'hinzugeschriebenes', zusatz: wie wol dis büchlin fast wirdig wäre, on meinen namen und einige z. auszugehen Luther 30, 2, 60 W. vereinzelte nebenform zugeschrift, f.: dise zuogeschrifft mügen ir zuoschicken eurn frainden Eberlin v. Günzburg 3, 72 ndr. seit dem 17. jh. ist z. die auf den titel folgende an den empfänger gerichtete, persönliche darlegung, die von dem darauf folgenden sachlichen vorwort unterschieden wird. vgl. o. zuschreiben I, 2, besonders den beleg aus Logau. das wort ist mit der bucheinrichtung des höfischen barockstils eng verbunden, s. die anfänge der fünf bände der gesprächspiele Harsdörfers, wo es z. b. im 2. bande über den text gesetzt ist, während es im text übereignungsschrift heiszt. so erläutert es auch Sperander 181b durch zueignungsschrift. mit der änderung der literarischen gebräuche tritt es gegenüber widmung und zueignung zurück: z. Jesu Christo A. Silesius heil. seelenlust 3 ndr.; z. an die oberalten der hochlöblichen stadt Hamburg B. Schupp schr. (1663) 310; nach einer ausführlichen und schönen z. an der kaiserin königin majestät Gottsched neueste 3, 406; nebst 1 bogen z. und vorrede allg. dtsche bibl. 1, 1, 240; der gönner huld, nach der die zuschrift strebt, macht kleine grosz und dunkle namen heiter Hagedorn (1764) 1, 58; seinem (Otfrids) werke sind zuschriften in deutschen reimen an Ludwig den Deutschen und an den bischof Salomon ... vorausgeschickt Uhland z. gesch. d. dicht. u. sage 2, 5. 22) von da aus wird z. im 18. jh. zu einem wort für ein an eine person gerichtetes schreiben überhaupt, um seinen förmlichen klang in vermeidung von brief auszudrücken: und ich bin ... so unerkenntlich, dasz ich auf drey zuschriften kaum einmal antworte Lessing 18, 331 M.; hier find ich nun deine lieben zuschriften und sendungen Göthe IV 35, 119 W.; alle personen, die sich in bevorzugter lebensstellung befinden, erhalten solche zuschriften (bettelbriefe) Ebner-Eschenbach ges. schr. 4, 316; von der kaiserin Augusta habe ich sehr selten zuschriften erhalten Bismarck ged. u. er. 2, 331 volksausg. selten über diese grenze hinaus, für ein vertrauliches schreiben: die ersten schriften des christenthums waren also briefe ..., brüderliche oder väterliche zuschriften Herder 19, 382 S. namenlose briefe: wieder eine z., die mich laut vor Golo warnt. woher die briefe alle kommen? maler Müller 3, 153. wie epigramm, grabschrift: was fehlt diesen zuschriften an kürze, würde und ... einfalt? Herder 15, 351 S.
2506 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zuschrift

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Zuschrift , plur. die -en, von zuschreiben, doch nur in den beyden ersten Bedeutungen desselben. I. Ein Brief, in de…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zuschrift

    Goethe-Wörterbuch

    Zuschrift [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Zuschrift

    Rheinisches Wb.

    Zu-schrift: nach dem Nhd.

  4. Spezial
    Zuschrift

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zu|schrift f. (-,-en) lëtra (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zuschrift

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

zuschrift‑ als Erstglied (5 von 5)

zuschriftlich

DWB

zuschrift·lich

zuschriftlich , adj. : zuschriftliche vorrede Neumark fortgepflanzte mus.-poet. lustw. (1657) vorr. 1 a . —

zuschriftsverbeugung

DWB

zuschrift·s·verbeugung

zuschriftsverbeugung , f. : unerachtet aller heg- und pflegung der zuschriftsverbeugungen, knechtlichkeiten und kriechereien, der sich etwa …

zuschriftsziel

DWB

zuschrift·s·ziel

zuschriftsziel , n. : so stehet sie mit so überhohem zuschriftsziele nicht unbillich an Butschky Pathmos einf. 5 a .