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zigeuner

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zigeuner m.

Bd. 31, Sp. 1257
zigeuner, m. 11) name und geschichte: als im jahre 1417 ein trupp Zigeuner zum ersten mal deutschen boden betrat und die städte Magdeburg, Hamburg, Lübeck, Wismar, Rostock berührte, nannten sie sich angeblich de Secanen, mit einem namen, welcher dem tschech. cikán und im abstande dem ungar. tzigany, rumän. igan, poln., russ. cygan entspricht, einer namenreihe, in der sich der weg des östlichen wandervolkes abzeichnet. belege: to der sulven tiid (im jahre 1417) wanderde dorch de land en vromet hupe volkes, desse quemen uthe Tartarien (de orientalibus partibus Korner cronica novella 127 Schwalm), se weren swart unde eyslik unde hadden myt sik wive unde kyndere. se toghen dorch de stede unde leghen in deme velde. wente me wolde se in den steden nicht liden umme dat se sere stelen; erer was by 400 unde nomeden sik de Secanen (Sechanos se nuncupantes Korner cronica novella, fassung A, 127 Schwalm; Secanos, fassung D, 409 Schwalm) (Lübeck) chron. d. dt. st. 28, 108; cum igitur ageretur a Christo annus decimus septimus post mille quadringentos, primum apparuere his nostris maritimis locis ad mare Germanicum homines nigredine informes, excocti sole, immundi veste, et usu rerum omnium foedi, furtis imprimis acres, pręsertim foeminę eius gentis: nam viris ex furto foeminarum victus est. Tartaros vulgus appellat; in Italia vocant Cianos Albert Krantz Saxonia (1520) K 5a; als man zalt von Christ geburt 1417, hatt man zum ersten in Teutschland gesehen die Züginer S. Münster cosmogr. (1550) 300. gleichzeitig oder wenig später kam in Magdeburg die namensform Zigüner vor: dar na in dem sulven jare (1417) quemen hir to Magdeborch de Thateren, de Zeguner genant, swarte eislike lude chron. d. dt. st. 7, 345. sie hielt sich nicht, wohl aber setzte sich die erstgenannte, indem ihr nach dem muster heimischer stammesnamen, wie Märker, Mecklenburger, die bildungssilbe -er angefügt wurde, was bei Zeguner bereits fertig überliefert wird, in der form Zigäner fest; diese verbreitete sich von hier strahlenförmig: tsijǟnər Mittel- und Neumark; Ziegener (Mecklenburg 1755) Bärensprung meckl. grundgesetz (1778) 154; schwed. Zigenare; Zigêner Frischbier 2, 493a; Zijǟnder Damköhler Nordharz. wb. 231a; Hentrich Eichsfeld 9; spurenweise nach Westfalen (ssigäner Woeste-N. 236b; 330a; Zijēnər Heinzerling-Reuter Siegerl. wb. 340a) und gar ins schwäb. gebiet verschlagen: Zygener 16. jahrh., Zügäner Ulm 1613 H. Fischer 6, 1, 1196. jenseit des Rheins begegnet 1527 im Hochwald ein umlautloses Zeganer weisth. 2, 90, das auf das franz. tsigane hinweist. umlautlosigkeit ist an der erweiterten form sonst ungewöhnlich: rheinfränk. Zygoner (1460) minnerede 927 mscr. germ. d. wiss. öff. bibl. Berlin 40 719 fol. 85a; schles. Ziganer K. Rother schl. sprichw. 79a neben Zegeinar 155b. die kurzform Cigaenos gebraucht Aventin bair. chron. 3, 518 Lexer. im deutschen sprachraum kommt sie nicht auf; wo sie im osten nach ausweis der mundartlichen wörterbücher unverändert als Zi-, Zegân und mit geringer abwandlung als Zi-, Zegn und Zigûn auftritt (s. Frischbier 2, 493a; Schröer d. laute d. mdaa. d. ungr. bergl. 256; Kisch Nösn. wb. 162; Haltrich siebenb.-sächs. 131; Frommann dt. mdaa. 5, 507), ist sie der sprache der völkischen nachbarschaft entlehnt; der pl. lautet Ziganen, Zigunen; hierfür ein früher beleg: Zieganen (um 1500) S. Grunau preusz. chron. (1875) 2, 461. der boden, auf dem das kurzlebige magdeburgische Zigüner gedieh, ist das bairische sprachgebiet, ohne dasz dessen zuführung von der Mittelelbe in betracht gezogen werden müszte. nach der landschaftlichen sprechweise erleidet sein tonvokal diphthongierung, so dasz die lautgestalt des künftigen schriftsprachlichen wortes hier von anfang an gilt: eine Münchener stadtkammerrechnung von 1418 über bewirtung eines Zigeunertrupps bei Schmeller-Fr. 2, 1094 hat bereits die heutige namenform Zigeuner. damit stimmt überein die lautumschrift Cigäwnär des Andreas v. Regensburg 318; 482 Leidinger. in der Schweiz belegt man die ersten horden mit namen, deren ursprung in der Romania liegt: zum jahre 1418 vermerkt eine Basler chronik: als die heiden, genant Sarraciner, dez ersten in dis lant kement 5, 180, und schon 1414 macht der Basler rat geschenke an heiden ebda fuszn. 3. die Schweiz gehört somit zu einem gebiet, in welchem die Zigeuner den Sarazenen gleichgesetzt wurden; von diesem kündet heute noch die reihe venez., friaul. sarazin, kors. saradzinu, frz. sarrasin, lothr. sarzẽ bei Meyer-Lübke rom. et. wb.3 629b. von der doppelbenennung ist der name Sarraciner aufgegeben worden (s. u.), aber heiden hat sich aus seiner einengung auf die Sarazenen, die seit den kreuzzügen üblich geworden war, in der Schweiz und längs seinem nördlichen hauptverkehrswege, dem Rheintal bis zu den Niederlanden, als name für die Zigeuner ausgebreitet, literarisch später meist mit dem zusatz Zigeuner, in der mda. und umgangssprache jedoch für sich: die Zyginger oder heyden (1528) Basler chron. 1, 61; Zigeuner, auch heiden genannt Martin-L. 2, 894b; ein zigeiner oder ein heid, wie man sie dan nent Pauli schimpf u. ernst 232 Öst.; fastnachtsp. 823 Keller (zit. unt. 3 c); was ein Zingyner oder heid, der ein warsager waz usz der hándt Joh. Adelphus Keisersbergs passion (1514) 57b; die Ziginer oder heiden Heyden Plinius (1565) 354; die heiden oder Zeganer (1527 Tholey, Hochwald) weisth. 2, 90; Egiptenaers of Heylieden (1420) kroniek van Lier bei Verwijs-Verdam 3, 256; heyd-lieden Kilian 224a Hass.; ndl. heiden, f. heidin; haide, pl. haiden Woeste-N. 89a. 1452 ändert ein bearbeiter den namen Sarraciner in der ob. erwähnten Basler chronik in Ziginer ab, und dieser name bleibt nun von bestand: in diesem 1418. jar kamen erstlich die Zyginer, so nennet man die heiden in Helvetien, gen Zürych und andere ort Stumpf schweizerchron. (1606) 731a. der sprachgeschichtliche vorgang in der Schweiz enthält die überschichtung mit dem obd. *Zigüner als der vorstufe des bair. Zigeuner, wobei nur heiden sein dasein rettet, und die entrundung des -ü- zu -i- in den beiden alten entrundungsgebieten des alem. sprachraums, welcher das -i- in dem ersten namen Sarraciner vorschub leistet, zumal der wortausgang -iner an den heimischen namen von talbewohnerschaften, wie Engadiner und Veltliner, eine stütze hat; sie wird schriftgemäsz. nicht entrundende mundarten zeigen noch heute -ü-: Zigüner Hunziker Aargauer wb. 309; Zigüünere Friedli Bärndütsch 6, 370. auszerhalb der Schweiz kommt für Ziginer eigenlandschaftliche entrundung in frage; noch nicht von ihr betroffen sind Ziguner (neben Zeginer und Ziegeiner) 1466 in Frankfurt bei K. Bücher d. berufe d. st. Frankfurt a. M. 140b und ein modernes westthür. Zùnýner Hertel Thür. 265. für Ziginer seien folgende belege mitgeteilt: Ziginer G. R. Rebmann naturae magnalia (Bern 1620) 390; Zaginer Tschudi chron. Helv. (1734) 2, 116; Ziginer Pestalozzi w. 4, 370; Ziginer fastnachtssp. 823 Keller; Ziginer Heyden Plinius (1565) 354; Suyginer Arnold v. Harff pilgerfahrt (1496-99) 67 Groote; Zeginer C. Löw meer- od. seehavenbuch (Köln 1598) 17. lautschriftliche wiedergabe weist in der Schweiz und im Elsasz auffälliges -kk-, -k- auf: tsikknər Clausz Uri 105; tsiknər, tsəknər Martin-L. 2, 894b; sonst gilt -g-: tsəginnər Berger St. Gallen 90; rechtsrhein. niederalem. Ziginer H. Fischer 6, 1, 1196; dsigínər Follmann lothr. wb. 558a; westthür. Zaijiner Hertel Thür. 265. Schwaben diphthongiert zu Zigeiner, lautlich tsigãenər, und im bair. sprachraum erwächst Zigeiner aus späterer entrundung. sonderbildungen verzeichnet H. Fischer 6, 1, 1196: Cziganiter 1446 Tübingen sowie aus modernen mundarten Zigeteuner und Zigeser; der schriftsprachlichen lautform haben raum gewährt u. a. die nachstehend verzeichneten mundarten: tsigöünər Leihener Cronenberg. wb. 125b; wb. d. Elberfeld. mda. 178a; Zijinər Heinzerling-Reuter Siegerländ. wb. 340a; sigeuner Schmidt-Petersen nordfries. 112 (neben tātər); tsigoindər Block idiot. v. Eilsdorf 102b; im übrigen herrscht weithin aie entrundete wortform: tsiΧainər Lenz Handschuhsheim 79; tsikainər Meisinger wb. d. Rappenauer mda. 212a; tsiXainər Müller-Fr. 2, 705b. der tonvokal der urform Zigüner ist unerklärt. im 16. jahrh. taucht im Elsasz und in Bayern eine lautform auf, die -n- in der ersten silbe enthält: Zingyner Joh. Adelphus Keisersbergs passion (1514) 57b; Aventin 4, 1, 142 Lexer; es sind ausläufer einer reihe, die mit türk. çingene beginnt, sich im ngriech. τσίγγανος, τσιγγᾶνος (neben ἀτσίγγανος, ἀθίγγανος) sowie im balkanslaw. acinganinъ und cinganin ъ (neben acigani) fortsetzt und im ital. zingano, zingaro sowie im tschech. cinkán, woneben cikán häufiger ist, mündet; vgl. Miklosich in sitz.-ber. d. ak. Wien 90, 3, 6; ebda 5 wird für 1386 ein feudum Acinganorum auf Korfu und für 1398 Acingani in Nauplion erwähnt. der name der Zigeuner stammt vielleicht aus griech. Ἀθίγγανοι 'name einer den rechtgläubigen verhaszten sekte in Phrygien und Lykaonien, von denen der name, dessen ursprung für griech. gilt, auf die ebenso verabscheuten Zigeuner übertragen sein mag, etwa wie man sie in Europa als heiden bezeichnet hat' (W. Schulze in einem ungedruckten vortrag). ihre sprache aber gehört nach dem bündigen nachweis von Miklosich in denkschr. d. ak. Wien 23 (1874) 1 dem arisch-indischen an und zwar nach Miklosich und W. Schulze dem nordwestindischen. sie selbst gebrauchen den namen Zigeuner von sich nicht, sondern nennen sich rom mensch, mann, romñi weib, romani tschawe kinder der menschen, manusch mensch oder sinte genossen und kale oder melle schwarze. Niederdeutschland und im gefolge davon die skandinavischen länder haben der eigenwilligen fehlbenennung Tater, geboren aus dem flüchtigen eindruck äuszerer körperähnlichkeit mit den seit jahrhunderten bekannten mongolischen Tartaren, dauer verliehen; Luther gebraucht sie, und sie wird noch von Damköhler Nordharz. wb. 192a, Schambach 224b, Leithäuser 156 und Rovenhagen wb. d. Aach. mda. 145a vermerkt. nicht haftet auf deutschem boden eine benennung nach dem lande Böhmen, aus dem die ersten Zigeunerhorden kamen; eine solche ist in Frankreich mit bohémien und in Dänemark mit Bøhmer in gebrauch gekommen. auch an der weit verbreiteten bezeichnung Ägypter, welche der eigenen angabe der Zigeuner, dasz sie aus Klein-Ägypten (Nikomedien?) stammten, entnommen ist, hat die deutsche sprache keinen anteil; sie lebt im griech. gyphtoi (gifti), alban. evgit, ungar. Pharao nepe, ndl. Egyptiers, Egyptenaaren, Giptenaers, engl. gipsies, span. Gitanos. 22) äuszerungen zum namen Zigeuner. a) in vocabularien und wörterbüchern tritt der name Zigeuner bisweilen latinisiert auf als Zigeuni Reyher thesaur. (1668) 2326; Kirsch germ.-lat. (1718) 366; Aler (1727) 2, 2249; Steinbach (1734) 2, 1090; Hederich prompt. (1753) 2728; Kirsch cornu copiae (1775) 919; die meisten nennen sie nach ihrer angeblichen herkunft aus Klein-Ägypten Aegyptii, so Adam Siber gemma (1579), s. Ludin 26; Schönsleder prompt. (1618) Qq 6b; Stoer dict. nov. (1662) 2, 633; Widerhold (1669) 435b; Stieler 2631; Aler (1727) 2, 2249; Egyptien: se disans Egyptiens Hulsius-Ravellus (1616) 430b; Egyptien Duez nomencl. (1652) 158; dict. allem.-franç. (1762) 1129; an egyptian or gipsy Ludwig teutsch-engl. (1716) 2594; und Bohémien: Egyptiens ou Boemiens Stoer (1662) 2, 633; Widerhold (1669) 435b; bohémien Frisch dt.-franz. (1752) 730; bohémien, égyptien dict. allem.-franç. (1762) 1129; Mozin dt.-franz. (1856) 4, 1293; einige haben Cingarus, so Schönsleder prompt. (1618) Qq 6b; Dentzler clav. germ.-lat. (1686) 360; Weissmann lex. germ.-lat. (1698) 462; Aler (1727) 2, 2249; Hederich prompt. (1753) 2728; andere Ceretanus: Er. Alberus (1540) b 2a; Kirsch (1718) 366; Steinbach (1734) 2, 1090; ausführlich Adelung 5 (1786) 395; Campe 5, 867b; Weigand 2, 1326. b) das unstete umherziehen der Zigeuner regt an, ihren namen vom deutschen verbum ziehen herzuleiten: was der herr von den Zigeunern oder Ziehe einher schreibet Widmann Fausts leb. 240 Kell.; man möchte schier denken, dasz dieser name (Sigynä) sei unser Ziehegan, mit welchem namen unsere vorfahren die landfahrer, die für und für umbherzogen, nenneten, zuvor ehe die egyptischen umbläufer bekand worden Rätel J. Curäi chron. (1607) 297; Zigeuni, alias Cingari, quasi zieh einher Faber thes. (1710) 2647; nostrati Germani eos adpellitant Zigeuner, quasi dicas zig oder ziehe einher, h. e. vagantes et vagabundos Ahasv. Fritsch diatribe histor.-polit. de Zygenor. origine (1660) bei Avé-Lallemant gaunerth. 1, 11; Zigeuner ... erraticus a ziehen proficisci, vagari Stieler 2631; denn das wandern ist den Zigeunern als gottes fluch auferlegt, und so gab er dem volke den namen Zigeuner, indem er zu ihm sprach: zieh einher! W. H. Riehl durch tausend jahre 3, 238 Hendel; mit dem lat. bringt es Frisch zusammen: scheint vom lateinischen circulari und cingulum, umzingeln, herzukommen, weil dieses lumpengesind und landstreicher immer im land von einem ort zum andern herumlaufft (1741) 2, 477c. 33) abfällige bemerkungen, welche a) eben dies rastlose wandern von ort zu ort feststellen; in den wörterbüchern kehren solche ständig wieder, wie erro ..., verlorn volck das umbher zeugt, die leute zu betrigen Adam Siber gemma (1579), s. Ludin 26; landleuffer Alberus (1540) b 2a; circulatores Schönsleder (1618) Qq 6b; Aler (1727) 2, 2249; qui courent le pais Hulsius-Ravellus teutsch-frz.-it. (1616) 430; Duez (1664) 2, 714; errones Faber thes. (1710) 2647; einen Zigeuner abgeben nomadicam vitam agere Kirsch germ.-lat. (1718) 366; genus vagabundum Wachter (1737) 1969; das unnütz bubenvolck, so bey unsern tagen herumzeucht Frisch (1741) 2, 477c. auch das übrige schrifttum richtet sein augenmerk vornehmlich auf die nomadische lebensweise: das sie als die zegeiner umbziehen musten Steinhöwel chron. (1531) H 1b; Zigeuner leben greiner leben S. Franck sprichw. (1541) 2, 84b; und in was land ziehen nicht die Zigeiner, kauffleut, studenten, becken, kAemetfeger Fischart Garg. 32 ndr.; es zeucht hin und wider im landt ein geschlecht der landtbetrieger umb, schwarz, heszlich und ungestalt, in frembter kleidung, welche die jetzigen Griechen Attinganos, wir Teutschen Ziegeuner nennen Nigrinus von zäuberern, hexen (1592) 52; sie ... ziehen wie Zigeyner oder Tattern Reutter v. Speir kriegsordnung (1594) 31; sahe ich von weitem einen groszen hauffen lumpen-gesindel gegen mir avanzirn, welches ich im ersten anblick vor Zigeiner erkennete Grimmelshausen Simplic. 2, 31 Keller; Zgeiner. die zerlumpte, unbestAendige, betrgerische, verlogne, buntbekleidte ... wetterfarbe, abgebrAeunte, nirgend wohnhaffte rott, der bauren last, die sich Egypter rhmen, do sie nie sind gewesen Harsdörffer poet. trichter 3 (1653) 501; mit den Zigeunern herumlauffen vagare, correre con i zingari Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1465a; er spricht: 'es kommen die vagabunde, Zigeuner, Polacken und lumpenhunde' Heine w. 2, 217 Elster; wenn wir alles hergelaufene volk ins dorf kriegen, so haben wir nächstens auch die Zigeuner hier Fontane ges. w. (1905) I 6, 329; sie (mittellose auswanderer) lagerten sich inzwischen wie die Zigeuner unter freyem himmel Archenholz England u. Italien (1785) 1, 54. b) man fürchtet und haszt sie als diebe und gar als räuber: furtis et latrociniis ... intolerabiles Faber thes. (1710) 2647; latro et fur vagabundus, cingarus Frisch (1741) 2, 477c; qui se mêlent de voler dict. allem.-franç. (1762) 1129; wa sy ain rOemischen gawckler kramer ersahent, verstricktennt sy den seckell alls vor ainem schampperen diebischen Zygeynner Phil. Regius v. lutherischen wunderzaychenn (1524) B 2a; nuhn sollen warlich unser Zigeuner semptlich alle mit einander diesen rhum und das lob haben, das sie redliche leute sein, und niemals unehrliches gehandelt, da sichs in warheit doch viel anders befindet, denn sie nicht allein als stratioten umbher schwermen, und des gartens und bettelns sich behelffen, sonder auch als trotzige buben den leuten gewalt thun, und das ihre stelen und rauben, wo sie inen nicht das leben dazu nemen und sie umb alle ihr wolfart bringen Pape bettel- u. garteteuffel (1586) Z 4b; es ist ein stehlen gewesen, als wan lauter Zigeuner da weren gewesen, sye haben uns unsere seszel, die wir in unseren cellen gehabt, auch genommen (1691) Alemannia 10, 215; das sind einmal, man weisz nicht von wo überall her, eingewanderte Zigeuner, die ... vom mausen und allerlei bösen künsten leben Görres ges. br. (1858) 1, 308; Zigeuner sieben von reitern gebracht, gerichtet, verurtheilt in einer nacht (wegen diebstahls) A. v. Arnim ges. w. (1853) 13, 22; raub von kindern wird ihnen nachgesagt: des pfarrers tochter von Bollenbach, die die Zigeuner gestohlen ... haben sollen maler Müller w. (1811) 1, 294; eine bande Zigeuner, die in der nähe der stadt erschien, gab anlasz zu neuen untersuchungen (nach der herkunft eines findelkindes) G. Keller ges. w. (1889) 3, 178; waren das etwa Zigeuner? ängstlich sah sie auf ihre blondköpfe — Zigeuner sollen doch kinder stehlen Cl. Viebig d. schlafende heer (1904) 1, 15. c) weniger einhellig ist das urteil über ihre wahrsagekunst, da sich manch einer die zukunft von ihnen verkünden liesz: faisans estat de predire aux gens leur adventure Hulsius-Ravellus (1616) 430; qui ... font profession de predire aux gens leur bonne et mauvaise avanture Duez (1664) 2, 714; chiromanticis magicisque artibus ... intolerabiles Faber thes. (1710) 2647; diseur, diseuse de bonne aventure Mozin dt.-frz. (1886) 4, 1243; o heid, o Ziginer, ee loss, lieber miner, kanst echt etwasz, so seg mir war, dan ich bin trum kummen har allein von mins glück wegen fastnachtssp. 823 Keller; ich main, dast ein Zygeuner seist, weil all mein haimligkeyt du weist Hans Sachs 5, 11 Keller; der künig ... sprach zuo dem Zigeiner, der kunt warsagen Pauli schimpf u. ernst 232 lit. ver.; hört ihr? sein kein Ziegeiner hinnen? dieselben biszweilen war sagen können, wen sie es offt ungefehr errahten J. Ayrer dramen 3, 1829 Keller; kein zauberer, kein heyd, kein Zgeiner Paracelsus opera büch. u. schr. 2, 337 Huser; er (ein arzt) konnte aus dem uringlase besser wahrsagen, als ein Zigeuner aus der hand J. J. Schwabe belustig. (1741) 4, 110; gräfinnen und fürstinnen haben sich von den Zigeunern wahrsagen lassen; deswegen bleiben diese leute immer betrüger Gellert 3 (1784) 400; ein witziges wortspiel des 16. jahrh. nennt den lügner einen schlechten Zigeuner, da er nicht wahr sagen d. h. die wahrheit sagen könne: du gebest eynen bosen Zygeüner, du kanst nicht warsagen Agricola sprichw. (1534) C 1a; er ist ein bös Zigeyner, er kOende nit warsagen S. Franck sprichw. (1541) 2, 11a; Joh. Nas antipapist. 2 (1570) E 4b; mit losen fabeln thut sich flicken (der lügner), behilfft sich nur mit falschen dcken, von solchen gsellen man auch spricht, er geb keinen Zigeyner nicht, dieweil er nit warsagen kan, wie die Zigeyner weib und man Eyering proverb. copia (1601) 2, 233; du gibst einen schlechten Zigeuner: du kanst nicht wahrsagen tu faresti molto male il Zingaro, tu non sai indovinare, ne dire la verità Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 1465a; lgner sind schlechte Zigeuner, weil sie nicht wahr sagen können Hoffmann polit. Jesus Syrach (1740) 56; kürzer im selben sinne: er gibt einen guten Zigeuner ab raro a mendacio sibi temperat; homo vanus est et futilis, sollenne illi est architectari mendacia Aler (1727) 2, 2249; es schlieszt sich an: und als diss (die unzucht des Sokrates) seine discipul hörten, lachten sie, als wann diser ein Zigeiner wäre, und het nit die warheit gesagt Martin Digasser predigten (1605) in Alemannia 10, 215; noch in der mda: ein lügner gäbe 'n schlechten Zigeiner ab, er könnte nit wahrsagen H. Fischer 6, 1, 1196; ich trau dir wie m besten Zigeiner ebda. d) bisweilen werden sie der schwarzen kunst verdächtigt oder doch mit zauberern und hexen zusammen genannt: ein Zigeuner het einem weyb haimlich etwas ein graben Nürnb. meisterl. 23 (hs. d. Berl. staatsbibl.); ich hab gar vil zu den selben Zygeinern gefrǎgt, auch die weisesten und pesten frawen und man wol erkündet, ob sy doch ettwas in der kunst kündt hetten, aber in wǎrhait ich hab noch nye kain kunst in den sachen bey in funden, denn das alles ir sach allain ist, das sy die lewt umb gelt pringent Hartlieb buch all. verbot. kunst (1455) bei Mone anz. 7, 316; nitt wie die propheten weyssagen, sondern durch schwartze kunst, wie die Thattern odder Tzygeuner pflegen Luther 10, 1, 1, 559 W.; was die alte bettler und bettlerinnen, item die Ziegeuner vor künste treiben und andere lehren, sey bekand Grimmelshausen 2, 698 Keller; er musz auch zu zeiten zu alten weyberen, Zigeyners, schwartzkünstlern ... in die schul gehen Paracelsus opera büch. u. schr. (1616) 2, 299c Huser; auch unsere leut, manchmal unhold, hexen und hexenmeister, ... Ziegeuner ... zu raht ziehen Dannhawer catech.-milch (1657) 1, 186. e) sie sind als aufdringliche bettler gefürchtet: unter allen bettler zunfften sind vornehmlich bekandt ... die Zigeuner grillenvertreiber (1670) 3, 9; anhalten wie e Ziginer zudringlich bitten Martin-L. 2, 894b. f) was ihnen sonst vorgeworfen wird: die Ziginer oder heiden sollen die ael den rossen durch den affteren hinein lassen, damit sie von solchen auffgeblasen dester feister ... und also theurer verkaufft werden Heyden Plinius (1565) 354; wenn mir yemand solche bucher ... brecht, ... so dechte ich gewislich, es hette sie ein Zygeuner odder loser bube gemacht Luther 23, 166 W.; darnach alles stelen, was sie konnen, und davon lauffen und handeln mit der ehe wie die Thattern odder Zigeuner, welche imerdar hochzeit und tauffe halten, wo sie hin komen 30, 3, 227 W.; denn keyn kind ist ynn deutscher sprache, wenn yemand fur yhm von eyner frawen redet also, der fraw ist schon, das man ist frum, es wrde lachen und sagen: du bist eyn Tatter odder Zygeuner 18, 153 W. 44) die anfängliche duldsamkeit gegen die Zigeunerhorden wich bald der abweisung; eine anzahl belege aus dem 17. und folgenden jahrh. seien als zeugnis behördlicher masznahmen gegen sie angeführt: weilen auch die Zigeüner nichts anders als lauter ungelegenheiten verursachen, sich blosz allein mit stellen unter denen unterthanen erhalten, ist ihnen also die herrschaft verbotten (17. jahrh. Eisenburger comitat) österr. weist. 7, 1024; da Zigeiner, es sei manns- oder weibspersonen, in das gericht komben, soll ihnen nit underschlaipf gegeben, sonder solches alsbalt bei obrigkeit angezaigt, damit sie mit ehistem wider ausz dem gericht gebracht werden mügen, dem ungehorsamben bei der straf (1671 Raschenberg, Bayern) weisth. 6, 159; das die Zigeiner nit zu gedulten. demnach vermüg des h. romischen reichs abschieden die Zigeiner kain sicher glait nit hoben österr. weist. 1, 136; das derlei menschen ... mit gwolt abtriben, auch alles dosz, so bei inen gfunden wird, ab und zu gericht genommen werden sol (17. jahrh. Salzburg) 1, 137; anbefolen dasz, gleich wie (es) nicht nur allein (bei) deren in den land hin und wider straifenden Ziggeinern mit selbig zusamben rotirten dieb-, raub- und mördergesindl halber aufgesetzten leib- und lebensstraff allerdings sein verbleiben habe (1724 Niederösterr.) 7, 209; ferner: ists mOeglich dasz dich noch ein weiser staat erduldet? Zigeuner jagt man fort: du hast noch mehr verschuldet! Gottsched dt. schaubühne (1740) 6, 558. 55) sie werden mit anderen miszachteten menschenklassen zusammengenannt und -gestellt: item (leute welche) mit kAeuffen und verkAeuffen listig den armen vervortheilten, wucherten, also dasz etliche Aerger dann Zygeuner und jden gewest Lorichius pädag. principum (1595) 124; daube, unsinnige, wetterleünige leüt, kerchelzieher, ... besemstieler, schlegelflicker, steinpicker, Ziegeiner Fischart praktik 8 ndr.; weg redner und sophist, bartscheerer, segensprecher, Zigeuner, gäuckeler, gifftschmierer, zähnebrecher Rachel (1664) satyr. ged. 24 ndr.; wenn streifungen auf raub- oder wildpretschüzen, Zigeuner oder dergleichen ... zu thun sind Heppe aufr. lehrprinz (1751) 135; und wenn er gewuszt hätte, dasz ein Zigeuner ein paar thaler zu verleihen gehabt, so hätten sie herbey gemuszt Löwen schr. (1765) 4, 305; wider alle menschliche und göttliche gesetze hält sie es mit juden und Zigeunern, mit wilddieben Raupach dram. w. kom. gattung (1829) 2, 14; s ist ein schönes paar leute, treu wie der jude und Zigeiner H. Fischer 6, 1, 1196. 66) aufzug und aussehen werden beschrieben, namentlich aber zum vergleich herangezogen; redensarten übertragen einzelzüge auf menschen und zustände im eigenen volk: ring in den oren als die zyginer tragen Keisersberg brösaml. 1, 95b; das ebenbild eines ... verwildeten Zgeuners Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. (1641) 1, B 8a; ein bunter maulthierzug! ich sah auf ihrem haupt die weisz und rothe feder! voran ein brausend paar von zeltern, deren jeder ein schwärzlich mädchen trug. Zigeuner waren es! — geklirr von tambourinen! Freiligrath ges. dicht. (1871) 1, 108; hier konnte man nun sehen, wie die Zigeuner gehen; halb barfusz und zerrissen Ditfurth hist. volksl. d. pr. heeres (1869) 71; Zigeuner ... männer und weiber so schwarz wie der mohrenkönig auf alten bildern der heiligen drei könige Stifter ges. w. 5, 587 inselverlag; die leute in dem eroberten land seien nicht viel mehr als Zigeuner, wie man sie früher auf den landstraszen gesehen hätte A. Seghers d. toten bleiben jung (1950) 486; da ist ein blutjunges bürschlein ..., wie ein Zigeuner zerzaust Raabe hungerpastor (1864) 2, 51; schwarz wie e Zigeiner H. Fischer 6, 1, 1196; Zigeuner, schwarzer Zigeuner scheltname für eine person mit auffallend dunkler gesichtsfarbe Spiesz Henneberg 290; jelb wie 'n Zijeiner Brendicke Berlin 195b; redensarten spielen z. b. auf niedrige, uneheliche oder unehrliche geburt an: die Zigeuna hon n aus da hucke valorn K. Rother schles. sprichw. 343b; auf aussehen und hautfarbe: a is a Zegeinarn drvone geluffa 155b; man meint, der komme von den Zigeinern her H. Fischer 6, 1, 1196; auf eigenschaften: der hase und der Zigeuner — das sind zwei helden Düringsfeld sprichw. (1875) 1, 77b; treu und auffrichtig wie ein Zigeuner fedele e leale, come un Zingano Castelli tedesc.-ital. (1709) 1604; der raucht wie e Zigeiner so stark und wahllos H. Fischer 6, 1, 1196; nachbarneckerei: bei euch fahren die Zigeiner im galopp durch! verspottet ein dorf das andere ebda; spöttisch: herr, sieh dein volk an, s sind lauter Zigeiner ebda; seltsam: er het Ziginer im kopf ist betrunken Martin-L. 2, 894b. 77) in romantischer sicht erscheint ihre ungebundene lebensweise, ihre malerische kleidung, ihr musizieren nachahmenswert oder wenigstens unterhaltsam; ein frühes beispiel dieser Zigeunerromantik ist Lenaus gedicht die drei Zigeuner von 1838: der eine fiedelt, der andere raucht, der dritte schläft; andere zeugnisse: ich ... musz ... mit den Zigeunern mich ergötzen am Mainufer Bettine Günderode 1, 160; unten in der schloszherberg lungern Zigeuner, ein lustig gesindel graf Pocci lustiges komödienbüchl. (1859) 79; Bella nach art der Zigeuner in eine blaue leinwand statt des hemdes gewickelt, die von einem goldenen gürtel festgehalten wurde Arnim s. w. (1839) 1, 19. für das ungezwungene leben in künstler-, besonders malerkolonien indessen wäre der ausdruck Zigeuner zu krasz und zu plump, wohl aber zeigt sich das franz. bohémien in wendungen wie das leben eines bohemiens führen, wie ein bohemien leben als geeignet; älter ist das grundwort die boheme im sinne von künstlerleben und künstlerschaft, aus franz. la bohème; s. H. Schulz dt. fremdwb. 1, 90. 88) als appellativ wird der name Zigeuner gebraucht, wenn damit solche personen wegen ihrer lebensart bezeichnet werden, die nach ihrer abstammung nicht zu den Zigeunern gehören: wenn ein so starcker betteln will, so gibt man im gewisz nicht vil. man heist in ein schliffl und streiner, ein bettelhund und zigeuner Ayrer dramen 2920 Keller; pannosum et erronem appellamus einen Zigeuner, der lumpicht aufzieht, sive im lande herumzieht Stieler (1691) 2632; so ist doch nicht leicht einer, der nicht was dran wendete, um sich von so einem moralischen Zigeuner (einem physiognomisten) die gute wahrheit sagen zu lassen Göthe I 37, 332 W.; in gesellschaft von Zigeunern (reisenden schauspielern) I 23, 24 W.; ich bin ein halber Zigeuner, kann ein bissel hexen Holtei erz. schr. (1861) 10, 35; Zigeiner spitzname der bewohner gewisser dörfer H. Fischer 6, 1, 1196; spottname der ungarischen husaren bei anderen truppen Th. Imme soldatensprache (1917) 30; diese vagabunden (in Graubünden) werden Zigeuner genannt, wenn sie auch gleich aus ächtem teutschen oder schweizerischen blut entsprossen sind C. Meiners briefe üb. d. Schweiz (1790) 3, 181; vielfach als schimpfwort zu hören, s. Pansner schimpfwb. (1839) 80b; für Wahle (t. 13, 548): da (in das Fichtelgebirge) kommen vil Ziginer hin, die dieses berges kündig sin, zgraben metall und edelgstein Rebmann naturae magnalia (1620) 390; übertragen als sachname: afgəhaŋən tsigû aufgehängte, geräucherte speckseite (da braun wie ein Zigeuner) Kisch Nösner w. 162. 99) als name für pilze: hexen-röhrling, boletus luridus im Böhmerwald Marzell wb. d. dt. pflanzennamen 1, 616, auch zigeunerpilz (s. u.); rozites caperata Warburg pflanzenwelt 1 (1913) 169; Michael-Hennig führer für pilzfreunde 1 (1939) 143.
29521 Zeichen · 504 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    zigeunerst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    zigeuner , st. M. Vw.: s. zigīnære*

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zigeuner

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Der Zigeuner , des -s, plur. ut nom. sing. Fäm. die -inn, der Nahme eines herum streifenden ausländischen Gesindels, wel…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zigeuner

    Goethe-Wörterbuch

    Zigeuner [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zigeuner

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Zigeuner , ital. zingari , span. gitanos , engl. gipsys d.h. Aegypter, französ. bohémiens, Wandervolk, das sich im 14. J…

  5. modern
    Dialekt
    Zigeuner

    Schweizerisches Idiotikon · +5 Parallelbelege

    Zigeuner Band 17, Spalte 441 Zigeuner 17,441

  6. Sprichwörter
    Zigeuner

    Wander (Sprichwörter)

    Zigeuner 1. Den Zigeuner betrügt der Jude, den Juden der Grieche und den Griechen der Teufel. Böhm. : Cikána ošidí Žid, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zigeuner

137 Bildungen · 137 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von zigeuner

zigeunern + -er

zigeuner leitet sich vom Lemma zigeunern ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

zigeuner‑ als Erstglied (30 von 137)

Zigeunerapfel

Campe

zigeuner·apfel

Der Zigeunerapfel , — s, Mz. — äpfel , eine Sorte kleiner schwarzer, ziemlich schlechter Äpfel (Malum pellicula nigra Rupp .).

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „zigeuner". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/zigeuner/dwb?formid=Z06369
MLA
Cotta, Marcel. „zigeuner". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/zigeuner/dwb?formid=Z06369. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „zigeuner". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/zigeuner/dwb?formid=Z06369.
BibTeX
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