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zicklein

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

zicklein n.

Bd. 31, Sp. 883
zicklein, n., mhd. zickelîn, die vorstufe des vorigen, das gängige literaturwort, das daher auf das ganze deutsche sprachgebiet übergreift; fränk. für kitzelîn des originals: hie sint ouch rinder unde swîn und manec feistez zickelîn Reinhart Fuchs 924; hessisch: do si geopferten ein zickelîn Hermann v. Fritzlar in myst. 1, 138 Pf.; elsässisch: bringe mir ein fehe von den zickelîn historienbib. 1, 662 M.; Lexer 3, 1100; mittelfränkisch: lilie 30, 9 Wüst; die älteste (nordbairische) bib. hat bis 1475 zicklin, zicklein, zyckelein für späteres kitzlin, kitzlen, kitzleyn 1. Mos. 12, 5; 27, 9; 37, 1; 2. Mos. 12, 5; richt. 6, 19; 15, 1; Luk. 15, 29; zucklein sprüche 27, 27; die böhmische Wenzelbibel bietet 1. Mos. 27, 16 czicklein, der cod. teplens. Luk. 15, 29 ziclin; zu derselben stelle eine nd. übersetzung bei Schiller-L. 4, 203b czickelen; vgl. zickelin zu 1. Mos. 27, 9 Twinger v. Königshofen chron. 254 (Straszb.); tzickelin Sachsensp. landr. 3, 51, 1; 6 lemer und zicklin neben gaiszhasselbom (1481 Neuenbürg, schwäb.) G. Franz bauernkr. 2, 11; die zicklin oder kytzlin v. Eppendorf Plin. 8, 84; kitz, kitzlein oder ziegenbOecklein und zickle hoedus Wirsung artzneyb. reg.; diese adler nahmen viel schafe und z. weg Valvasor herzogth. Crain 1, 444; Gaudy s. w. 6, 10; Rosegger schr. 8, 98; G. Keller ges. w. 5, 72; 10, 230; Uhland ged. 1, 298; Scheffel ges. w. 1, 164; Jean Paul 45/47, 178 H.; kind.- u. hausmärch. 2, 295; Brentano ges. schr. 1, 500; die lAemmelein blAekkern, die ziggelein mAekkern A. Silesius seelenlust 167 ndr.; G. Freytag ges. w. 3, 117; W. v. Polenz Grabenhäg. 1, 382; Rückert w. 6, 12; 8, 311; Coler hausb. 326; lämmer und zicklein drängeten sich in den ställen J. H. Vosz Odyssee 158 B.; O. Ludwig ges. schr. 2, 512; eine heerde wilder ziegen ... mit ihren z. Immermann 2, 67 B.; Chamisso w. 3, 214; geh du mit deiner heerde von widdern und mutterschafen nach osten, und ich will mit den böcklein und z. nach westen gehen Spielhagen 1, 181; Storm w. 6, 167; weibliches lamm des steinbocks: Brehm 3, 174 P.-L. wbb.: Kramer teutsch-it. 2, 1449c; Steinbach 2, 1090; allg. haush.-lex. 3, 793; Frisch 2, 473c; Adelung2 4, 1701; Schmeller-Fr. 2, 1083; sprw.: die zicklin heiszen alle ziegen, wie ihr mutter Petri 2, R 7b; ladet keine gäste auf das z., ehe die ziege geworfen hat v. Düringsfeld 1, 120b. aus der ma.: zickerl Rosegger schr. II 3, 311; plur. in der ma.: zicklach: H. Fischer 6, 1174. —
2477 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    zickleinn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    zicklein , n. , mhd. zickelîn, die vorstufe des vorigen, das gängige literaturwort, das daher auf das ganze deutsche spr…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Zicklein

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Zicklein , s. Ziege .

  3. Sprichwörter
    Zicklein

    Wander (Sprichwörter)

    Zicklein 1. Aus Zicklein werden Böcke. 2. Das Zicklein läuft so lange in den Kohl, bis es die Wolle lässt. 3. Das Zickle…

  4. Spezial
    Zicklein

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Zick|lein n. (-s,-) 1 (männlich) asó (asos) m. 2 (weiblich) asora (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zicklein

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von zicklein

zick + -lein

zicklein leitet sich vom Lemma zick ab mit Suffix -lein.

zicklein‑ als Erstglied (1 von 1)

zickleinmagen

DWB

zicklein·magen

-magen , m. , zur bereitung des labs: Zincke öc. lex. (1744) 1569 ; allg. haush.-lex. 2, 159 a .

zicklein als Zweitglied (1 von 1)