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Zecher

nhd. bis sprichw. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Zecher

Zecher

Zeche f. ‘Rechnung für genossene Speisen und Getränke in einer Gaststätte, Bergwerk’, ahd. zehha ‘gemeinsamer Beitrag’ (9. Jh.), mhd. zech(e), mnd. teche ‘reihumgehende Verrichtung, Reihenfolge, Anordnung, Einrichtung, Vereinigung zu gemeinsamen Zwecken (Trinkgesellschaft, Zunft, Bergwerksgenossenschaft und deren Grube), Ort der Zusammenkunft, Geldbeitrag zu gemeinsamem Verzehr’, spätmhd. auch ‘Wirtsrechnung für Gelage und Schmaus’; vgl. dazu ahd. zehōn ‘ausrüsten, in Ordnung bringen, instand setzen, besudeln, färben, verfälschen’ (8. Jh.), mhd. zechen ‘anordnen, verfügen, veranstalten, zustande bringen’, auch ahd. gizeh ‘geordnet’ (10. Jh.), mhd. gezech. Weiterhin sind vergleichbar aengl. teoh m. f. ‘Geschlecht, Trupp, Schar, Bande, Gesellschaft’, (ge)teohhian ‘bestimmen, meinen, beabsichtigen, vorschlagen, betrachten, denken, urteilen’, wohl auch anord. (aus *tehwa) ‘Erlaubnis’. Eine Weiterbildung (mit dem Suffix germ. -sman-) ist mhd. zesem, zesen ‘ununterbrochene Reihe’. Erschließbar ist eine Wurzel ie. *dek̑-, doch außergerm. Beziehungen sind ganz unsicher. Formal könnten herangezogen werden aind. daśasyáti ‘tut Dienste, ist gefällig, unterstützt’, griech. déchesthai (δέχεσθαι) ‘annehmen, aufnehmen, erwarten, scheinen’, lat. decēre ‘zieren, kleiden, sich ziemen, sich schicken’, air. dech ‘der beste’, die ebenfalls eine Wurzel ie. *dek̑- ‘nehmen, aufnehmen’, auch ‘gut passend, geeignet, sich schicken, ziemen’ voraussetzen. Zeche geht sehr wahrscheinlich von der Bedeutung ‘Ordnung, Reihenfolge’ aus, vgl. umzech(ig) Adv. ‘der Reihe nach, abwechselnd, umschichtig’ (15. bis 19. Jh.). – zechen Vb. ‘gemeinsam mit anderen trinken, schmausen, ein Gelage halten’, spätmhd. zechen, zu mhd. zeche in der Bedeutung ‘gemeinsames Mahl, Gelage’. Zecher m. ‘wer gern und oft zecht’ (16. Jh.), mhd. zechære ‘(An)ordner’. Zechbruder m. ‘Zechgeselle, Saufkumpan’ (16. Jh.), spätmhd. zechbruoder ‘Vereinsgenosse, Zunftbruder’. Zechgenosse m. ‘wer mit anderen gemeinsam trinkt und schmaust’ (18. Jh.), älter ‘Genosse einer Zunft, Gilde’ (Anfang 17. Jh.). bezecht Part.adj. ‘betrunken’ (16. Jh.).
2109 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Zécher

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Zécher , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Zecherinn, eine Person, welche zecht, Fertigkeit, reichlich zu trink…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Zecher

    Goethe-Wörterbuch

    Zecher [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Zecherm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Zecher m. : ' Trinker ', Zecheʳ [mancherorts].

  4. Sprichwörter
    Zecher

    Wander (Sprichwörter)

    Zecher 1. Der reiche Zecher trinkt Gift aus goldenem Becher. It. : Il veleno si beve nell' oro. ( Giani, 1705. ) 2. Der …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit zecher

9 Bildungen · 6 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von zecher

zech + -er

zecher leitet sich vom Lemma zech ab mit Suffix -er.

Zerlegung von zecher 2 Komponenten

zec+her

zecher setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

zecher‑ als Erstglied (6 von 6)

zecherei

DWB

zeche·rei

zecherei , f. , das zechen, das zechgelage, a) gastmahl: Alexandri magni bancquet und zecherey Kirchhof wend. 2, 13 Öst.; z. Schottel haubts…

zecher als Zweitglied (2 von 2)

Ableitungen von zecher (1 von 1)

gezecher

DWB

gezecher , n. , nebenform zu gezech II ( von zechern? vgl. bechern): es beschwäre aber her old hin, so musz umb mich gezecher sin. J. Funkel…