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X

nhd. bis lat. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

X

Bd. 5, Sp. 803a
X, der vier und zwanzigste Buchstabe des Abece, wenn man Iund Ɉ für zwei rechnet, welcher einen zusammengesetzten Laut bezeichnet, der in ks aufgelöset werden müßte, und welchen man auch in mehrern Wörtern, z. B. Achse, Eidechse  für chs hören läßt. Aus dem Grunde, weil er als ein einfaches Zeichen jene zusammengesetzten Laute darstellt, und im Schreiben eine kleine Sparniß gestattet, verdient er mit Recht beibehalten zu werden, ob er in Ganzen gleich nur in wenigen Wörtern in der Mitte oder am Ende vorkömmt, z. B. in Axt, baxen, Hexe, Kux  Zu Anfange kömmt er bei uns nur in fremden Eigennamen vor, Xaverius, Ximenes, Xanthus  Darum ist es auch ganz unzweckmäßig, wenn Einige gesagt haben, man müsse das x und q auch verbannen und dafür ks und kw setzen, wenn man das c und das y verbannen wolle; weil bei jenen Buchstaben das nicht gilt, was hier gilt. Einige haben von dem x auch einen ausgedehnteren Gebrauch machen und z. B. Dax, Lux, Eidexe, Axe, Buxbaum , der gewöhnlichen Aussprache gemäß, schreiben wollen; allein bei einigen dieser Wörter ist es bei einzelnen Nachfolgern geblieben, und bei den andern ist das chs bald wieder an seine Stelle gekommen, ob es gleich vielleicht besser gewesen wäre, x dafür beizubehalten. Nach Ad. soll das X aus zwei mit dem Bogen an einander gesetzten C zusammengesetzt sein Ӿ, x, woraus dann unser eckiges x entstanden sei. Von dem römischen X, welches auch die Zahl 10, und V (u), welches die Zahl 5 bezeichnet, ist die uneigentliche Redensart gekommen: ein x für ein u machen, ursprünglich vielleicht in Urkunden  aus V ein X machen, d. h. aus der 5 eine 10 machen, und dadurch verfälschen und betrügen, daher, etwas glauben machen wollen, das nicht ist, und dann, etwas vormachen, weiß machen. Andere meinen, diese Redensart könnte aus: ein x vor ein u machen, d. h. das x vor das u setzen, da es nach der angenommenen Folgereihe der Buchstaben nach dem u folgen müsse, entstanden sein. Dann müßte aber die Redensart ein x vor u machen, lauten.
2008 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    X

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    X , der vier und zwanzigste Buchstab des Deutschen Alphabetes, und der neunzehnte unter den Consonanten, welcher aber ke…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    x

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    x [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    X

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    X , im griech. Alphabet der 14., im römischen der 21., im deutschen der 24. Buchstabe; als Zahlzeichen X = 10 (ein doppe…

  4. modern
    Dialekt
    x

    Schweizerisches Idiotikon · +5 Parallelbelege

    x Band 16, Spalte 2393 x 16,2393

  5. Sprichwörter
    X

    Wander (Sprichwörter)

    X 1. Ein X und ein Z, die Färber sind nett, sind grundbrave Leut' und haben gern Freud'. 2. Ich lasse mir das X nicht ne…

  6. Latein
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    Lex. musicum Latinum

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Komposita & Ableitungen mit x

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