Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Wiebel m.
Wiebel m.
Wiebel m. ‘Käfer’, ahd. wibil (9. Jh.), mhd. wibel, asächs. -wivil, mnd. mnl. wevel, aengl. wibil, wifel (daneben auch wibba), engl. weevil, anord. -yfill führen auf germ. *webila- m. ‘Käfer’. Dies ist wohl verwandt mit gleichbed. lett. vabuolis, vabule, lit. vãbalas, so daß ein Anschluß an die Wurzel ie. *u̯ebʰ- ‘sich hin und her bewegen, kribbeln, wimmeln’ möglich ist. Zu dem alten germ. Namen Wiebel entwickelt sich im Dt. schon früh als Synonym Käfer (s. d.). Wiebel wird von diesem im 18. Jh. aus der Schriftsprache verdrängt und bleibt nur in einigen dt. Mundarten erhalten. Vgl. Tiernamen 67 ff. sowie Tiernamen Beiheft 1 (²1966).