Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
widersinnig adj.
widersinnig , adj. , mhd.-frühnhd. zu widersinn gebildetes und von älterem widersinns, an dessen stelle es in adverbialer verwendung tritt, beeinflusztes wort. vgl. die vereinzelten belege für die adverbialform widersinnigs Heinrich v. Wittenwiler ring 7500 Wieszner; weddersinniges bei Schiller-Lübben 5, 634 ; widersinnig findet sich erst seit dem 16. jh., vgl. widersinnisch unten; lexikalisch seit dem 16. jh. vereinzelt, später durchgehend gebucht: antifrasis est sermo e contrario intelligendus ein widersynnig red, antilogus est sermo contrarius ein widersynnige rede gemma gemm. (1508) b 1 c …