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weinmann

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weinmann m.

Bd. 28, Sp. 965
weinmann, m. mhd. wînman Lexer 3, 909, selten im plur., dafür das wenig jüngere weinleute (s. o.). die beiden gleichen sich auch in verbreitung und vieldeutigkeit, sie theilen die bed. 'weinschenk', die bei weinmann seit mitte des 13. jahrh. gangbar ist: gastgebe oder winman Berth. v. Regensb. 1, 121; österr. weist. 5, 450 (1474); in wbb. für caupo Diefenbach gloss. 108c; n. gloss. 81b, und οἰνοπώλης Frischlin nomencl. (1586) 204b. in Schwaben und der Schweiz gilt diese bed. seit dem 14. jahrh.: Fischer 6, 623; schweiz. id. 4, 286. nächstdem ist weinmann der behördlich angestellte küfer oder kellermeister, so früh an Ost- und Nordsee: 1 fird. dem wynmanne, der der wyne warte Marienb. tresslerb. 542 Joachim; ein vom rat fest an gestellter beamter findet sich in Bremen erst im jahre 1595, der vom rat den titel weinmann erhielt Hartmeyer weinh. (1905) 101. diese bed. klingt aus in steir. weinmann: 'gemeindediener, der die abgabenpflichtigen weine zu messen hat' Unger-Khull 627b. auch der weinkoster ist gemeindebeamter: man soll setzen zween weinman, dasz si di wein kosten und beschauen österr. weist. 1, 134; entspr. weist. 3, 668 Grimm. anderseits heiszt der freie beruf des weinhändlers schon mhd. wînman: städtechr. 9, 782 aus Straszburg, so bis heute in Appenzell: Tobler 447, doch auch 1397 im ältesten stadtbuch von Berlin: Erw. Volckmann alte gewerbe (1921) 43, und im 15. jahrh. in Danzig: Frischbier 2, 462. hauptbed. ist 'weinbauer, weingärtner', 'zünftiger oder unzünftiger hersteller von wein' im gegensatz zu winzer 'technischer arbeiter im weinberg' Heyne altd. handwerk 140 f. sie gilt von 1400 bis heute, von Königsberg bis zur Schweiz: Peter Cunrad eyn wynman tenetur 150 pf. vor unsern wyngarten uff deme berge handelsrechn. d. dt. ordens 105 Sattler; ich bin ein weinstock, yr seyt meine weinreben, und mein vatter eyn weinman; wilcher rebe frucht tregt, den wirt er reinigen, das er mehr frucht trage Luther 7, 335 W.; ein weinmann, der zum weinbaw zusammen nimbt, das zum weinbaw gehört Paracelsus op. (1616) 2, 133c Huser; disc. d. mahl. 3, 55; Ed. Gerhard ak. abh. 2, 197. so weithin in den wbb. für lat. accola, vinarius, vinitor: Diefenbach gloss. 8a; 619c; 620a; gemma (Straszb. 1508) E 2a; Frisius 1385a; Maaler 492a, sowie für ital. vignaruolo: Kramer 2 (1702) 1299c. vereinzelt für einen betrunkenen: ein gemähld und ebenbild kann den auszren menschen weisen ... aber wie der muht gestaltet, bringet weinmann an den tag; welches weder Polykletus, noch Apelles leisten mag Grob dicht. vers. (1678) 22; en volle wîmã schweiz. id. 4, 286. als gegenbild des wassermanns (th. 13, 2455) erfindet Fischart ein sternbild des weinmanns: prakt. 5 ndr.; 637 Scheible.
2748 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WeinmannDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    ✱ ✱ Der Weinmann , — es, Mz. — männer , und — leute . 1) Ehemahls ein Winzer. 2) Einer der Wein schenkt. Oberlin.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weinmann

3 Bildungen · 1 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von weinmann 2 Komponenten

wein+mann

weinmann setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

weinmann‑ als Erstglied (1 von 1)

weinmann 1 und häufiger

KöblerAfries

weinmann 1 und häufiger , st. M. (a) nhd. Fuhrmann ne. carter Q.: GF E.: s. wein, mann L.: Hh 152b

weinmann als Zweitglied (2 von 2)

brantweinmann

DWB

brant·weinmann

brantweinmann , m. brantweinschenke, der br. feil hat: der brantenweinmann. Wickram rollw. 49 b (69 a ).