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weichlich

mhd. bis sprichw. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

weichlich

weichlich

weich Adj. ‘nicht hart, nachgebend, biegsam, kraftlos, zart’, ahd. weih (8. Jh.), mhd. weich, asächs. mnd. wēk, mnl. weec, nl. week, aengl. wāc (engl. weak aus dem Anord.), anord. veikr, schwed. vek (germ. *waika-) ist wie das unter 2weichen (s. d.) behandelte Verb an ie. *u̯eig- ‘biegen, winden, sich wenden, weichen’ anzuschließen. Als Ausgangsbedeutung ist ‘biegsam, nachgebend’ anzusetzen. – 1weichen Vb. ‘weich machen oder werden’, ahd. weihhen ‘weich machen’ (um 800, giweihhen, 8. Jh.), weihhēn (10. Jh.), weihhōn (um 1100) ‘weich werden’, mhd. weichen ‘weich machen oder werden’. 1Weiche f. ‘Zustand des Weichseins, Weichheit’, ahd. weihhī (8. Jh.), mhd. weiche. In konkretem Gebrauch auch ‘weiche Stelle des Körpers’ (15. Jh.), in medizinischen Texten des 16. Jhs. ‘Flanke, knochenlose, weiche Körperstelle zwischen der untersten Rippe und dem Hüftknochen’ (oft pluralisch, seit Ende 16. Jh.), auch gelegentlich ‘Taille’ (16. Jh.). erweichen Vb. ‘weich machen, werden’, ahd. irweihhēn (9. Jh.), mhd. erweichen. weichlich Adj. ‘in ungehöriger, unerwünschter Art weich’ (15. Jh. in diesem Sinne zuerst mnd. wēklīk, dann md., 16. Jh.), ‘ohne innere Widerstandskraft, kraft- und energielos, verzärtelt’ (Mitte 17. Jh.), ‘willensschwach’ (19. Jh.); zunächst als Adverb zum Adjektiv weich gebildet, vgl. mhd. weichlīche ‘auf weiche, milde Weise, verweichlicht’. Weichtier n. skelettloses Tier mit weicher Körperdecke, oft mit äußerer Kalkschale, besonders Schnecken, Muscheln, Tintenfische (1. Hälfte 19. Jh.), Übersetzung von zoolog.-lat. Mollusca Plur. (Cuvier 1812, im weiteren Sinne, auch Würmer umfassend, bereits Linné 1758), nach lat. molluscus ‘recht weich’ (vgl. mollusca nux ‘Nuß mit weicher, dünner Schale’), Weiterbildung zu lat. mollis ‘weich’.
1761 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    weichlichadj.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    weich-lich adj. zu folgern aus

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Weichlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Weichlich , -er, -ste, adj. et adv. ein wenig weich. 1. Eigentlich, in welchem Verstande es doch wenig mehr gebraucht wi…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    weichlich

    Goethe-Wörterbuch

    weichlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    weichlich

    Rheinisches Wb.

    weich-lich Rip, Nfrk Adj.: 1. a. ein wenig w. 1a; dat Essen es jet w., — schmeck su w. Rip, Allg. — b. nicht recht wider…

  5. Sprichwörter
    Weichlich

    Wander (Sprichwörter)

    Weichlich 'S îs mer goar wêchlich im de Plauze. ( Schles. ) – Frommann, III, 409, 352.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weichlich

8 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von weichlich

weich + -lich

weichlich leitet sich vom Lemma weich ab mit Suffix -lich.

weichlich‑ als Erstglied (3 von 3)

weichlichen

RhWB

weich·lichen

weich-lichen fərwEχliχən (usf.) nach dem Nhd. in Gebrauch schw.: ein Kind v.; dat Kend es verweichlicht.

weichlichkeit

DWB

weichlich·keit

weichlichkeit , f. mnd. wêklicheit Schiller-Lübben 5, 659 b aus Chytraeus ( Rostock 1604 ), mnl. wêkelijcheit Verdam 687 a , nnl. weekelijkh…

Ableitungen von weichlich (5 von 5)

unweichlich

DWB

unweichlich , adj. , nicht weichlich. mhd. unwîchlich nicht weichend. das n. wort seit Campe : mit unweichlicher seel ... ihn beweinend J. H…

verweichlichen

DWB

verweichlichen , v. , erst seit der 2. hälfte des 18. jh. üblich, bei Adelung noch nicht gebucht, überwiegend transitiv; auf das körperliche…

verweichlichung

DWB

verweichlichung , f. : die turnerei halte ich werth, denn sie stärkt und erfrischt nicht nur den jugendlichen körper, sondern ermuthigt und …

weichlîche

Lexer

weich-lîche adv. BMZ molliter Dfg. 366 a . auf milde weise Pass. K. 174,59.