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Weichlich

mhd. bis sprichw. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Weichlich adj, adv

Bd. 5, Sp. 636b
Weichlich, — er, — ste, adj. u. adv. ein wenig weich. Es fühlet sich weichlich an. Besonders in weiterer und uneigentlicher Bedeutung, der gehörigen Kraft ermangelnd. Weichliche Speisen, unkräftige, besonders ungesalzene, ungewürzte. Es schmeckt so weichlich. I der Mahlerei gebraucht man es ebenfalls für, ohne Kraft, ohne gehörigen bestimmten Ausdruck. Weichlich mahlen. Eine weichliche Behandlung. Ein weichliches Gewand. Am häufigsten gebraucht man es vom Körper und Geiste des Menschen, für, der Kraft ermangelnd, wahre oder eingebildete Beschwerden, Übel, unangenehme Empfindungen zu ertragen, und darin gegründet; in Gegensatz von hart. Weichlich sein. Einen weichlich machen. Einen weichlichen Körper haben. Ein weichlicher Mensch. Weichliche Soldaten werden wenig ausrichten. Weichliche Sitten. Eine weichliche Lebensart. Ein weichliches Leben führen. Dann auch, ohne den tadelnden Nebenbegriff, für zärtlich, leicht Schaden nehmend. Die jungen Puthühner sind sehr weichliche Thiere. Davon die — keit, die Eigenschaft, der Zustand einer Person oder Sache, da sie weichlich ist. Die Weichlichkeit des Körpers. Die Weichlichkeit der Sitten, der Lebensart. Ungut wird es zuweilen für Weichheit gebraucht, wenn man z. B. von der Weichlichkeit des Fleisches in Gemählden spricht.
1289 Zeichen · 29 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    weichlichadj.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    weich-lich adj. zu folgern aus

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Weichlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Weichlich , -er, -ste, adj. et adv. ein wenig weich. 1. Eigentlich, in welchem Verstande es doch wenig mehr gebraucht wi…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    weichlich

    Goethe-Wörterbuch

    weichlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    weichlich

    Rheinisches Wb.

    weich-lich Rip, Nfrk Adj.: 1. a. ein wenig w. 1a; dat Essen es jet w., — schmeck su w. Rip, Allg. — b. nicht recht wider…

  5. Sprichwörter
    Weichlich

    Wander (Sprichwörter)

    Weichlich 'S îs mer goar wêchlich im de Plauze. ( Schles. ) – Frommann, III, 409, 352.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weichlich

8 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von weichlich

weich + -lich

weichlich leitet sich vom Lemma weich ab mit Suffix -lich.

weichlich‑ als Erstglied (3 von 3)

weichlichen

RhWB

weich·lichen

weich-lichen fərwEχliχən (usf.) nach dem Nhd. in Gebrauch schw.: ein Kind v.; dat Kend es verweichlicht.

weichlichkeit

DWB

weichlich·keit

weichlichkeit , f. mnd. wêklicheit Schiller-Lübben 5, 659 b aus Chytraeus ( Rostock 1604 ), mnl. wêkelijcheit Verdam 687 a , nnl. weekelijkh…

Ableitungen von weichlich (5 von 5)

unweichlich

DWB

unweichlich , adj. , nicht weichlich. mhd. unwîchlich nicht weichend. das n. wort seit Campe : mit unweichlicher seel ... ihn beweinend J. H…

verweichlichen

DWB

verweichlichen , v. , erst seit der 2. hälfte des 18. jh. üblich, bei Adelung noch nicht gebucht, überwiegend transitiv; auf das körperliche…

verweichlichung

DWB

verweichlichung , f. : die turnerei halte ich werth, denn sie stärkt und erfrischt nicht nur den jugendlichen körper, sondern ermuthigt und …

weichlîche

Lexer

weich-lîche adv. BMZ molliter Dfg. 366 a . auf milde weise Pass. K. 174,59.