Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
weiberhaube f.
weiberhaube , f. in den wb. seit Corvinus (1646) 707 , die bildung nöthig und häufig, weil in alter zeit die haube auch kopfbedeckung der männer ist ( th. 4 ii 562), als frauentracht der verheiratheten vorbehalten: Chomel öcon. lex. 5, 208 ; am hochzeitabend an stelle des jungfernkranzes der braut aufgesetzt: wann ich ... bey einer hochzeit die wechselreden des braut-krantzes mit der weiber-haube anstellete Neukirch anfangsgr. (1724) 782 . dem luxus ausgesetzt, zieht sie den zorn der sittenprediger auf sich: Abr. a S. Clara Judas 4, 376 . als sichtbarstes merkmal der weiblichkeit ist die haube…